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Autoreparatur ohne Erfolg


| 16.09.2007 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 18 Monaten habe ich mir einen Gebracuhtwagen gekauft. Damalige Laufleistung 42.000km. Bis heute traten folgende Probleme auf; 4 Monate nach Kauf Rost an der Heckklappe, wurde vom Autohaus repariert, 5 Monate nach Kauf Knackgeräusche an der Vorderachse, laut Autohaus nichts gefunden, 16 Monate nach Kauf Knackgeräusche an der Vorderachse, 4 Werkstatttermine, Reparatur, 50% Kulanz des Autohauses, 17 Monate nach Kauf Knackgeräusche an der Vorderachse, Reklamation im Autohaus, Ratlosigkeit Zitat: "Ich soll das Radio lauter machen, 18 Monate nach Kauf, Laufleistung 62500km Automatik schaltet fehlerhaft, laut Werkstatt Steuerung defekt, 1500,- € Reparatur (inzwischen hat das Autohaus 20% Kulanz eingeräumt).

Eigentlich kümmere ich mich seit Kauf des Wagens nur um dessen Reparatur. Meine Frage ist nun, wie sollte man sich in einem solchen Fall verhalten? Einerseits liegt eine Reparatur vor die keinen Erfolg gezeigt hat, Nachbesserung? Nun eine erneute Reparatur wo ich Angst habe das diese den gleichen Verlauf nimmt. Wie kann ich mich vor Folgeschäden absichern? Sollte ich die Situation eskalieren?

Ich hoffe das meine Fragen kompakt zu beantworten sind und würde mich über Ihren Rat freuen!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Ob Ihnen noch Gewährleistungsanspruche gegenüber dem Autohaus (ich gehe davon aus, dass Sie den Wagen dort auch gekauft haben) zustehen, hängt zunächst einmal davon ab, ob die Gewährlistungsfrist, was grundsätzlich möglich ist, auf ein Jahr begrenzt worden ist. Sollte dies der Fall sein, wären Ansprüche nur wegen unsachgemäß vorgenommener Reparaturen, nicht mehr aber wegen Mängeln an Gebrauchtwagen gegeben. Mangels Detailkenntnis kann keine abschließende Beurteilung erfolgen. Bezüglich der Knackgeräusche sind Sie im Streitfall darlegungs- und beweispflichtig.

Eine Gelegenheit zur Nachbesserung sollten Sie der Werkstatt einräumen und dieser eine angemessene Frist hierzu setzen, erst wenn diese verstrichen ist, können Sie den Mangel anderweitig beseitigen lassen und entsprechenden Kostenersatz verlangen. Eine Absicherung vor Folgeschäden durch Reparaturen im vorhinein ist nicht möglich, diese müssen tatsächlich vorliegen, um Ansprüche auszulösen. Im Hinblick auf eine allgemeine künftige Reparaturbedürftigkeit kann ein Sachverständiger Auskunft geben. Es ist nachvollziehbar, wenn Sie gegenüber der Werkstatt die ständige Reparaturbedürftigkeit bemängeln.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine etwaige Nachfrage stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2007 | 10:25

Sehr geehrter Herr Böhler,

Vielen Dank das Sie meine letzte Frage beantwortet haben, daher will ich Ihnen den aktuellen Stand der Angelegenheit gern mitteilen und Sie bitten eine abschließende Bewertung abzugeben. Im Voraus herzlichen Dank!

Am Montag habe habe ich, nachdem das Fahrzeug 1 Woche in der Werkstatt zur Fehleranalyse gestanden hat, den Auftrag für die Reparatur des Getriebes erteilt. Der mir mitgeteilte Fehler war ein Defekt der Hydraulik. Bei Auftragserteilung wurde mir plötzlich der Vorschlag gemacht, ich könnte auch nur einen Ölwechsel machen?!? Nach einiger Diskussion dem Ergebnis das Mehrkosten entstehen und bei der Hydraulikreparatur auch das Öl gewechselt wir habe ich abgelehnt. Mir wurde dann mitgeteilt, daß man sich der Fehleranalyse nicht sicher sei und diese auf den Vorgaben des Herstellers beruhe, der im Falle meiner Fehler einen Hydraulikwechsel vorschreibe.

Heute nun das Ergebnis! Der Fehler ist immer noch da! Jetzt wurde mir erklärt, daß ich damit rechnen musste denn ich sei darauf hingewiesen wurden. Ich solle mal so 1000 - 2000 km fahren, gegebenfalls geht der Fehler dann weg (Wenn ich fahre nehme ich die Reparatur an). Wenn nicht, dann müsste der Wandler getauscht werden (1000,- €) und wenn das nichts hilft, das gesamte Getriebe (2500,- €). Ebenfals wurde mir nun gesagt, wenn ich den Fehler genau wissen will muss das Getriebe komplett zerlegt werden, natürlich kostenpflichtig. Auf meine Frage hin, ob der bessere Weg nicht der eines Austauschgetriebes gewesen wäre, bekam ich die Antwort, daß das alles eine Frage des Geldes wäre und man habe sich nochmals beim Hersteller rückversichert habe und dieser die Vorgehensweise bestätigt hat. Da ich das nicht akzeptieren wollte wurde das Auto mir nicht ausgehändigt. Zitat des Autohauses: "Wenn ich das so nicht will, bitte dann bleibt das Fahrzeug eben hier, usw..." Es soll nun eine weiter Rücksprache mit den Hersteller erfolgen. Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr! Auf was soll ich mich als Kunde verlassen? Kann ein Autohaus einen Fehler bestimmen und diesen dann mit der Rückendeckung des Herstellers zu Lasten des Kunden in Frage stellen. Ich komm mir (Entschuldigung) total verarscht vor. Soll ich jetzt auf Nachbesserung bestehen? Soll ich einen Rückbau veranlassen und einen neuen Auftrag (Austauschgetriebe) anstreben. Was ist mit dem Ausfall meines Fahrzeuges seit über 14 Tagen? Ich bin völlig baff...

Ich hoffe Sie hatten Ihren Spaß beim Lesen, mir ist er seit gestern vergangen...

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2007 | 15:02

Sehr geehrter Fragesteller,

verzeihen Sie, dass ich Ihre Nachfrage erst jetzt beantworten kann:

Das Lesen Ihres Berichts macht keinen Spaß, es verursacht vielmehr Kopfschütteln über das Vorgehen der Werkstatt.

Diese ist offenbar unfähig, die Ursache des Mangels zu finden. Ob Sie nunmehr Gewährleistungsansprüche geltend machen können, hängt vom von Ihnen an die Werkstatt erteilten Auftrag ab. Wenn dieser im Suchen des Fehlers liegen sollte, scheiden diese leider aus und Sie müssen sogar die Vergütung für den untauglichen Versuch dann bezahlen, wenn die Werkstatt ökonomisch korrekt agierte und die Fehlersuche dem technisch richtigen Vorgehen entsprochen hat. Dies kann im Streitfall nur ein Sachverständiger klären. War das Vorgehen nicht zu beanstanden, entfallen Gewährleistungsansprüche und auch ein etwaiger Rückbau kann abgelehnt werden.

Schuldet Ihnen die Werkstatt Ihrem Auftrag nach die Beseitigung des Mangels, sollten Sie die Abnahme der Reparatur verweigern und zu einem weiteren Versuch zur Fehlersuche auf auffordern – schriftlich und unter Setzung einer angemessenen Frist sowie auf Kosten der Werkstatt! Kann sie dann innerhalb der Frist keine Abhilfe schaffen, können Sie die Werkstatt wechseln und dort auf Kosten der anderen Werkstatt reparieren lassen.

Eine abschließende Beurteilung kann erst nach Kenntnis Ihres Auftrags erfolgen, weshalb ich Ihnen rate, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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"Vielen Dank Herr Böhler! Der Auftrag war ganz deutlich auf Schaden beheben ausgestellt, genaue Fehlerbeschreibung, genaue Befundangabe sowie die Maßnahme der Schadensbehebung. Den nun folgenden Ablauf hanbe Sie sehr gut in Ihren Antworten beschrieben. VIELEN DANK! "
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