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Autorenvertrag

21.09.2008 19:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ich habe mit Verlag X einen Standard-Autorenvertrag geschlossen, den man im Internet z.B. über folgenden Link begutachten kann: http://freenet-homepage.de/rlw-verlag/Verlagsvertrag.html.
Ich habe mein Manuskript fristgerecht abgegeben. Erscheinungstermin soll der 1.Oktober sein. Da ich Kontakt zu der Druckerei, in der das Buch gedruckt werden soll, habe, weiß ich, dass das Buch erst nach Zahlungseingang gedruckt werden wird und der vertraglich vorgesehene und mündlich mehrmals bestätigte Erscheinungstermin nicht mehr zu halten ist. Vom Verleger weiß ich, dass er zur Zeit kein Geld hat. Auf meine Bitte den Vertrag aufzulösen, sagt er, dass er den Ausliefertermin des Buches um 30 Tage überziehen darf und die Hoffnung hat, das Geld bis dahin irgendwie aufzutreiben.
Durch das Nichterscheinen des Buches, kann es nicht in 11 Zeitschriften, mit denen ich Vereinbarungen getroffen habe, rezensiert werden. Ferner kann ich es nicht auf einer Messe von 3.-5. Oktober anbieten. Außerdem wird es nicht wie vereinbart auf der Buchmesse vorgestellt werden. Mehrere Anzeigen, die ich geschaltet habe laufen ins Leere. Mein Ruf ist durch diese „Unzuverlässigkeit“ stark beschädigt.
Ich weiß, dass ich mangels Masse für diese Schäden keinen Ausgleich erhalten werde. Mittlerweile habe ich von einem Autor gehört, der einen großen Teil der Druckkosten für sein Buch getragen hat, ohne das Buch zu bekommen. Ein anderer Autor sagt, dass er statt des vereinbarten Geldes für den Verkauf seiner Bücher lediglich Gutscheine erhält. Daher möchte ich so schnell wie möglich aus diesem Vertrag raus und die Rechte an meinem Buch zurück erhalten, damit ich das Buch vor Weihnachten selbst produzieren und vermarkten kann.
Meine Fragen: Ist das Überziehen des vertraglich festgelegten Erscheinungstermins zulässig? Wie kann ich den Vertrag formal richtig kündigen, ohne gerichtlich vorgehen zu müssen und ohne juristisch angreifbar zu sein.
Vielen Dank für eine kompetente Antwort

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Wenn im Verlagsvertrag selbst der Erscheinungstermin in das Ermessen des Verlegers gestellt worden ist, könnte die Überziehung des Erscheinungstermins rechtmäßig sein.
Hier ist es aber erforderlich, den Autorenvertrag, wie er unterzeichnet worden ist, einzusehen.

Sie können jederzeit den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen. Dies setzt allerdings die Erschütterung des Vertrauens in der Weise voraus, dass eine Fortsetzung des Vertrags unzumutbar wäre.

Für die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertrags haben Sie eine Reihe von Umständen vorgetragen:

- Nichteinhaltung des vertraglich vorgesehenen Erscheinungstermins;

- Verleger verfügt derzeit nicht über die finanziellen Mittel, um die Verbreitung zu fördern und damit seiner Vertragspflicht zu genügen;

- keine Rezension des Werkes in den von Ihnen benannten Zeitschriften;

- unterlassene Vorstellung auf der Buchmesse trotz Vereinbarung;

Da Sie möglichst kurzfristig die Vertragsbeziehung auflösen möchten, sollten Sie von einem Kollegen abschließend prüfen lassen, ob angesichts der mitgeteilten besonderen Umstände eine außerordentliche Kündigung des Autorenvertrages in Betracht kommt.

Bei einer fristlosen Kündigung müssen Sie aber bedenken, dass keine Gewähr dafür besteht oder übernommen werden kann, dass der Verleger die Sache nicht doch gerichtlich geklärt haben will.

Überlassen Sie mir doch bitte per E-Mail den von Ihnen unterzeichneten Vertrag.
Ich werde diesen in Augenschein nehmen und eine Stellungnahme abgeben, ohne dass Ihnen hierdurch weitere Kosten entstünden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

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