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Autoreifendiebstahl - Konflikt: Vollkasko - Hausrat

| 24.02.2015 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Folgende Situation: Aus dem Keller meiner Wohnung wurden die Sommerreifen meines Autos im (Neu- und Zeit)-Wert von ca. 2000 EUR gestohlen (Einbruchdiebstahl).

Die AKB der Autoversicherung schreibt nun:
"Beitragsfrei mitversicherte Teile
A.2.1.2 Soweit in A.2.1.3 nicht anders geregelt, sind folgende Fahrzeugteile und folgendes Fahrzeugzubehör des versicherten Pkw ohne Mehrbeitrag mitversichert [...]
d) folgende außerhalb des Pkw unter Verschluss gehaltene Teile, jedoch nur soweit sie nicht aus einem anderen Versicherungsvertrag (zum Beispiel Hausratversicherung) eine Entschädigung beanspruchen können:
- ein zusätzlicher Satz Räder mit Winter- oder Sommerbereifung [...]"

Folgendes findet sich in den Versicherungsbedingungen der Hausratversicherung:
" Abweichend von § 6 Nr. 4 c) VHB gelten Ihre nicht am Fahr-
zeug montierten Winter-/ Sommerreifen einschließlich et-
waig montierter Felgen, Dachboxen oder Fahrradträger als
Hausrat im Sinne von § 6 Nr. 2 VHB. Versicherungsschutz be-
steht nur, soweit Sie eine Leistung nicht aus einem anderen
Versicherungsvertrag (z. B. aus einer Kfz-Versicherung) er-
langen können (Subsidiärdeckung).
Die Entschädigung ist je Versicherungsfall auf 1.000 Euro be-
grenzt"

Die Autoversicherung weigert sich bisher, den Schaden zu regulieren. Die Hausrat würde 1000€ zahlen. Ich möchte, dass die Autoversicherung zahlt, da dort die Entschädigung über 1000€ liegen wird.

Wie kann ich das erwirken bzw. welche Versicherung muss überhaupt zahlen?

Kann ich die Autoversicherung für den Zeitwert minus der Entschädigung durch die Hausrat in die Pflicht nehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Beide Versicherungsverträge, also sowohl die Hausrat- als auch die Kaskoversicherung, enthalten sogenannte Subsidiaritätsklauseln. Diese besagen, dass Sie als Versicherungsnehmer grundsätzlich nur dann die Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen können, soweit nicht von einem anderen Versicherer Leistungen verlangt werden können. Hinsichtlich solcher Klauseln hat der BGH in einem Urteil aus dem Jahre 2014 entschieden, dass diese sich gegenseitig aufheben. Es ist also so zu beurteilen, als gäbe es die beiden Klauseln gar nicht. In der Folge liegt eine mehrfach Versicherung im Sinne des § 78 VVG vor. Danach haften die Versicherer als Gesamtschuldner im Sinne des § 426 BGB, was wiederum zur Folge hat, dass sie sich aussuchen können von wem sie die Leistungen verlangen. Im Innenverhältnis können die beiden Versicherer dann voneinander Regress verlangen. In Ihrem Fall bietet es sich selbstverständlich an, dass sie die für sie günstigere Versicherung in Anspruch nehmen. Ohne genaue Kenntnis der Versicherungsvertrage ist die Frage, welche Versicherung das ist, nicht abschließend zu klären. Ihrer Sachverhaltsschilderung zufolge dürfte dies jedoch ihre Kfz Versicherung sein.

Diese verweigert demnach zu Unrecht die Zahlung. Weisen Sie den Versicherer daher nochmals auf seine Leistungspflicht hin und verweisen Sie hierbei auch auf das einschlägige Urteil des BGH (Urteil vom 19. Februar 2014, Az. IV ZR 389/12). Setzen Sie eine Zahlungsfrist von zehn Tagen. Sollte die Versicherung innerhalb der gesetzten Frist nicht zahlen, sollten Sie einen Anwalt beauftragen. Die Kosten des Anwalts sind in diesem Fall von der Versicherung zu tragen. Gerne können Sie sich dafür auch an mich wenden. Die hier gezahlten Gebühren werden dann auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.03.2015 | 13:16

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"Das verwiesene Urteil zum Sachverhalt war ein Volltreffer, es hat meine Situation exakt beschrieben. Die von André Meyer vorgeschlagene weitere Vorgehensweise hat zum Erfolg geführt. Ich bin mehr als zufrieden. Der Einsatz von 60€ hat sich hier durchaus gelohnt."
Stellungnahme vom Anwalt:
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