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Automatische Entscheidungsfreiheit der Erben bei Depotanlagen ?

| 31.03.2020 23:08 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Ich habe seit Jahren div Anlagen an der Börse, deren Wert sich bekanntlich in diesen Zeiten signifikant reduziert hat. Andererseits ist davon auszugehen, dass auch die längste Krise irgendwann ein Ende haben wird und die Anlagen wieder an Wert gewinnen werden.
Ich bin nicht verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder, die vermutlich im Falle meines Todes an erster Stelle erben werden. Meine Frage(n) : gehen meine Depots nach meinem Tod automatisch an meine Kinder über, wonach sie auch über deren Weiterführung oder den Zeitpunkt einer Auflösung entscheiden können ? Wenn nicht, was muß/kann ich tun, damit diese Entscheidungsfreiheit nach meinem Tod für meine Kinder gegeben ist und nicht etwa die Auflösung der Depots gerichtlich bzw. von Amts wegen angeordnet wird ? Evtl eine Vollmacht für den ausdrücklichen Fall meines Todes ausstellen ? Ein Testament scheint mir eher zu aufwendig bzw übertrieben.

Schonmal vielen Dank im Voraus für eine Auskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit dem Eintritt des Erbfalls geht der Nachlass auf die Erben über. Diese können dann frei verfügen und sind nicht beschränkt. So viel zur Theorie.
Gerade bei Banken ist die Vorlage von Legitimationen erforderlich bevor diese hinterlegte Werte im Schließfach oder auch Depot freigeben. In aller Regel ist hier ein Erbschein erforderlich. Die Ausstellung eines Erbscheins kann sich je nach Arbeitsbelastung des Gerichts (und ob die Erben sich einig sind) bis zu 6 Monate hinziehen. In dieser Zeit können Depots nicht umgebucht oder aufgelöst werden. Terminkontrakte können verfallen. Am effektivsten lässt sich dies mit einer Vollmacht lösen die erst mit Eintritt des Todes Wirkung entfaltet. In diesem Fall genügt die Sterbeurkunde in Verbindung mit der Vollmacht un vollen Zugriff zu erhalten. Der Bevollmächtigte macht sich dann gegebenenfalls haftbar gegenüber den Erben.
Die Vollmacht sollten Sie vor allem mit Ihrer Bank absprechen. Diese verfügt über Vordrucke. Oftmals werden die Vordrucke anderer Banken oder gar notarielle Vollmachten nicht reibungslos akzeptiert.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage umfassend beantworten. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.04.2020 | 17:13

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