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Autokreditbürgschaft / Mahnbescheid nach Trennung


28.04.2005 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren,


Zusammen mit meiner Ehefrau habe ich vor 8 Jahren ein Auto gekauft und über einen Kredit der Autobank finanziert.
Ich habe für diesen Kredit die Bürgschafft übernommen.
Im Oktober 2000 haben wir uns getrennt und wurden 2003 geschieden.

Das Auto hat meine Ex Frau bekommen. Mit den Ratenzahlungen, an die Autobank, gab es bis vor ca einem 3/4 Jahr auch keine Probleme.

Plötzlich erhielt ich, von der Autobank eine Kopie über diverse Rücklasteinzüge Mangels Deckung.
Ich war völlig erstaunt und fragte nach was da los ist. " Du brauchst Dir keine Gedanken machen ich regel das " Ich zieh Dich da nicht mit rein ! Du bezahlst ja die Kreditkosten für das gemeinsame Haus und mit dem Auto das regel ich.

Die Autobank teilte mir in Kopie den gesamten Briefverkehr mit und schließlich kam es zur Abgabe des Fahrzeuges bei einem Vertragshändler Ende 2004, da meine Ex Frau Ihren Ratenzahlungen nicht nachkam.

Was bleibt sind offene Forderungen in Höhe von ca. 6000,- Euro.

Im Januar 2005 kam wieder eine Mahnung mit der Info das die Autobank den Zahlungsvorschlag ablehnt und die Forderung gerichtlich durchgesetzt werden soll.
Auch hier wieder die Nachfrage ob Sie sich denn nun endlich um die Begleicheung der Schulden kümmert. " Ja wir haben eine neue Zahlungvereinbarung mit der Autobank getroffen " Ich hatte Ihr im Vorfeld angedroht den Kindesunterhalt, in Höhe von 250,- Euro, zu streichen und an die Autobank zu zahlen, jedoch geht das ja vom Gesetz leider nicht.

Vertrauen ist gut.....

Ich bekam mit heutiger Post einen Mahnbescheid vom Amtsgericht, Antragsteller die Autobank !

Ich werde als Gesamtschuldner in Anspruch genommen mit meiner Ex Frau.

Hauptforderung ca. 6000.- Euro
+
Nebenkosten, Zinsen etc. ca. #7000.- Euro

Innerhalb von 14 Tagen, kann ich Widerspruch erheben !?
Ich wiederspreche insgesamt ?
Ich wiederspreche nur einen Teil ? ...der Hauptforderung wegen eines Teilbetrages = ca 3500.- Euro ? und hälftigen Zinsen und Verfahrenskosten ?

Wie ist der weitere Werdegang wenn ich was ankreutze ?

Muß ich für die volle Summe aufkommen oder nur für die Hälfte ?

Oder wird erst meine Ex Frau für die Summe aufkommen müssen per Gehaltsabtretung und ich für den Rest ? Ihr Verdienst liegt bei ca 1600,- Euro meiner bei ca 1000,- da ich arbeitslos bin.

Könnten Sie mir hier bitte einen Rat geben, wie ich mich hier verhalten soll.



Im Vorfeld Danke ich für Ihr Bemühen
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

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Guten Tag,

vielen Dannk für Ihre Anfrage.

Als Bürge haften Sie gegenüber der finanzierenden Bank in vollem Umfang. Dies würde übrigens auch gelten, soweit Sie selbst auch Kreditnehmer neben der Frau gewesen wären.

Im Rahmen der sog. Gesamtschuldnerschaft, kann die Bank von jedem Schuldner die volle Summe verlangen und einklagen.

Insofern macht es für Sie keinen Sinn, etwa der hälftigen Forderung zu widersprechen.

Sie haben aber im Innenverhältnis zur Frau einen Zahlungsanspruch in voller Höhe, soweit Sie nur Bürge waren. Diesen müssten Sie dann gesondert durchsetzen.

Die Bank interessiert dies leider nicht. Sie kann in Ihrem Fall die gesamte Summe auch bei Ihnen einfordern.

Sollten Sie dennoch Widerspruch einlegen, wird in ein "normales" Gerichtsverfahren mit mündlicher Verhandlung übergegangen. Dieses ist allerdings mit weiteren erheblichen Kosten verbunden.

Ich empfehle daher nach Ihrer Schilderung und aus Kostengründen, keinen Widerspruch einzulegen.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2005 | 20:28

Sehr geehrter Herr RA Kah,

danke für Ihre schnelle Antwort.
Ich Bitte Sie jedoch freundlichst, in der Angelegenheit, folgendes nachzufragen.

Leider habe ich keine Verträge der Autobank. Ich war damals Dahrlehnsnehmer und meine Ex Frau Bürge. Somit stand ich auch im Fahrzeugbrief.
Nach der Trennung und der Übergabe des Autos, habe ich eine schriftliche Zustimmung unterzeichnet, dass meine Ex Frau im Fahrzeugbrief steht, als Fahrzeughalter, und ich somit als Bürge aufkomme. Auch dieses Schriftstück liegt mir leider nicht vor. Kann ich diese Unterlagen von der Autobank einfordern ?

Da beide Parteien in dem Mahnbescheid erwähnt werden gehe ich davon aus, dass auch meine Ex Frau diesen Mahnbescheid heute bekommen hat.

Mir ist im Moment noch unklar was passiert, wenn:

1. Sie wiederspricht, ich wiederspreche nicht = Ich muss zahlen
2. Ich wiederspreche, Sie wiederspricht nicht = Sie muß zahlen
3. beide Seiten wiedersprechen = kein "normales "Gerichtsverfahren mit mündlicher Verhandlung sondern... Kosten ohne Ende ? Legt das Gericht dann fest von wem die Schulden beglichenwerden müssen ?

Ich bedanke mich für Ihre Hilfe
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2005 | 11:43

Guten Tag,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Zunächst ist unerheblich, wer im Fahrzeugbrief steht. s gilt der Darlehensvertrag mit der Bank.

1)
Wenn sie widerspricht und Sie nicht, ergeht gegen die Frau ein Vollstreckungsbescheid und bei Ihnen wird ein gerichtliches Verfahren mitmündlicher Verhandlung durchgeführt.
Letztlich wird das gerichtliche Verfahren aber auch zu einer Zahlungsverpflichtung führen, nur später.

2)
Hier verhält es sich umgekehrt wie in Punkt 1).

3)
Wenn beide Seiten widersprechen wird gegen beide das Gerichtsverfahren eingeleitet (sog. Streitiges Verfahren). Das Gericht würde dann ggf. beide als Gesamtschuldner zur Zahlung des Betrages verurteilen. Wer dann letztlich zahlt, entscheidet das Gericht nicht. Dies ist im Innenverhältnis beider Schuldner zu klären.


Ich hoffe, weitergeholfen zu haben.

Christian Kah
Rechtsanwalt

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