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Autokauf von gewerblich über 'Zwischenhändler' an Privat

21.03.2012 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo, ich hab da mal eine Frage. Im Internet habe ich eine Anzeige von einem Autohändler gesehen, die mir sehr zusagte. Bei der Besichtigung war auch alles i.O. und ich möchte diesen Wagen auch gerne kaufen. Der Verkäufer meinte aber er ist 4000 km zuviel gefahren und er kann ihn nicht mehr an einen Privaten verkaufen, da seine Versicherung nur bis 170000 km diese Gebrauchtwagengarantie anbietet.

Nun meine Frage: Ich habe einen Bekannten, der ein Gewerbe betreibt (Werkstatt mit Autoteilehandel, aber kein Verkauf von Autos).
Kann diese Person für mich den Wagen erwerben und dann direkt an mich (PRIVAT) weiterverkaufen ohne dass ihm das Finanzamt oder eine andere Behörde belangen kann und ist das legal??

Was muß dabei beachtet werden?

Vielen Lieben Dank im Voraus

Sehr geehrte Ratsuchende,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltesgerne wie folgt beantworten möchte.

Dem deutschen Recht liegt das Prinzip der Privatautonomie zu Grunde, was bedeutet, dass jeder mit jedem Rechtsgeschäfte abschließen kann, solange diese nicht sittenwidrig sind oder gegen gesetzliche Verbote verstoßen.

In seiner Eigenschaft als Werkstattbetreiber kann Ihr Bekannte das Fahrzeig kaufen und auch an Sie weiter verkaufen. Er hat dabei entweder die Möglichkeit, das Geschäft durch seine Bücher laufen zu lassen, was neutral ausfallen wird, wenn Ankaufs und Verkaufspreis gleich sind.

Allerdings ist er Unternehmer und Sie Verbraucherin, so dass Ihr Bekannter Ihnen zur Gewährleistung auch im Rahmen dieses Streckengeschäfts verpflichtet wäre.

Dieses Risiko wird er sich nicht aussetzen wollen und wohl auf einen Gewährleistungsauschluss bestehen, der so aber nicht möglich ist.

Es bliebe die Möglichkeit, dass er den Wagen als Privatperson kauft, wobei auch ein Gewährleistungsausschluss unter Privatpersonen mit Vorsicht zu genießen ist.

Mit dem Finanzamt wird es keine Probleme geben. Es stellt sich allerdings die Frage, ob das GEwerbeamt wegen des Kaufs Probleme macht, da dies nicht zum Kerngeschäft einer KFZ-Werkstatt gehört.

Bei einem einmaligen Geschäft als "Freundschaftsdienst" sehe ich jedoch keine Bedenken.

Ich hoffe, hnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können.

Bitte bedenken Sie, dass meine Einschätzung ausschließlich auf Ihren Angaben beruht.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau-Rieken LL.M.; M.A.
Master of Laws, Magister Artium
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2012 | 20:48

sie schrieben:

"Es bliebe die Möglichkeit, dass er den Wagen als Privatperson kauft, wobei auch ein Gewährleistungsausschluss unter Privatpersonen mit Vorsicht zu genießen ist."

meinten Sie eventuell als Privatperson verkauft? weil als Privatperson würde der Händler ihm das Auto ja auch nicht geben.

Ich wollte nur wissen, ob er durch mich Probleme kriegen kann, (was ich natürlich nicht will)

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2012 | 21:03

Sehr geehrte Ratsuchende,

das stimmt, ich vergaß, dass der Händler Ihnen den PKW als Privatperson nicht verkaufen will, also gilt dass selbverständlich auch für Ihren Bekannten.

Selbst wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Bekannter hinsichtlich der Gewährleistung Ihnen gegenüber bekommt, hört beim Geld und in einem solchen Fall bei einem Mangel an dem Fahrzeug die Freundschaft auf.

Wenn Sie den PKW ernstlich erwerben wollen, sollte Ihr Bekannter diesem in der Werkstatt auf "Herz und Nieren prüfen."

Dann dürfte es durch Sie auch keine Probleme geben, wenn er den Wagen für unbedenlich befindet.

Vielleucht sollten Sie noch ein unabhängiges ADAC oder DEKRA Gutachten einholen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Mit besten Grüßen

Michael Grübnau-Rieken Ll.M., M.A.
Rechtsanwalt

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