Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Autokauf von Privat. Oldtimer nach Restaurieung

08.08.2015 04:41 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Guten Tag,
Ich habe vor knapp einem Monat ein Auto gekauft. Es war ein VW Bus T3. Laut dem Verkäufer ( der mehrere Autos bei autoscout24.de Inseriert) habe das Auto einen neuen TÜV und ein neues Oldtimergutachten nach Paragraph 23. Des Weiteren wurden an dem Auto viele Dinge gemacht (neue Lackierung, neue Mechanik an der Achse, neue Bremsen, etc.).. Die Arbeiten an dem Auto habe er in Zusammenarbeit mit seinen zwei Bekannten gemacht.
so weit so gut.... Auto besichtigt nach dem ich bereits eine Anzahlung gemacht habe per Überweisung. das Auto stand soweit gut da... Ich hatte bereits im Vorhinein Bilder vom Verkäufer bekommen in dem das Auto vor den umfangreichen Restaurationsarbeiten gezeigt wurde. Auf diesen Bildern sah das Auto gut aus. Wenig Rost in einem guten Zustand.
im Verlauf einigten wir uns zum Kauf. Jetzt kommt meine Dummheit ins Spiel... die im Kaufvertrag stehende Person ist nicht die Person gewesen der ich die Anzahlung gemacht habe.. Der Vertrag war Zum privaten Verkauf...
mit dem Auto sind wir nach Hause und dann eine Woche später in die Werkstatt... Dort das böse Erwachen..... Viel Rost unter einer dicken Schicht Bitumen. Etliche Mängel die zum Teil Tüvrelevant waren.
Also habe ich zwei Dinge gemacht:
1. den Verkäufer kontaktiert
2. Die Dekrastelle kontaktiert in der das Auto überprüft wurde.

Zu 1.
Nach vielen Telefonaten, Emails usw stellt sich folgender Sachverhalt da:
Es sind drei Personen. Der erste ein KfZ-Meister repariert die Technischen Dinge. die zweite Person ist Karosseriebauer der die Karosseriearbeiten macht und nebenbei bei der ersten Person angestellt ist. Der Dritte im Bunde ist der Finanzie der ganzen Geschichte. Bei Autoscout treten Person eins und drei auf... So wohl mit Telefonnummer als auch mit Namen. Person Nummer zwei steht im Kaufvertrag.
In den weiteren Gesprächen gibt der KfZ-Meister zu das mir die falschen Bilder des Ursprungszustandes des Autos geschickt wurden. Er schickt mir die echten Bilder, auf denen man den verheerenden Zustand des Autos erkennt.
Die mir geschickten Bilder sind von dem privaten Auto der dritten Person. So mit muss dieser gewusst haben das die Bilder nicht von dem Auto sein können.

Zu 2.
Die Dekra veranlasst eine Überprüfung des Auto In meinem Wohnort. Dort werden erhebliche Mängel festgestellt die sowohl den TÜV als auch die Oldtimerprüfung in Frage stellen. Des Weitern sagt der Prüfer, dass die Mämgel auch bei der ersten Überprüfung gesehen werden mussten.

So jetzt meine FRAGEN:
1.
Handelt es sich um einen Privatverkauf??
2.
die sachmängelhaftung wird im Kaufvertrag ausgeschlossen, aber das sind ja keine Sachmängel, oder?
3.
Wenn das Auto von Verkäufern restauriert und mit Gewinnabsichtverkauft wird, kann es überhaupt als Privat verkauft werden?
4.
nebenbei war das Auto auf keinen der drei Zugelassen. Im Brief steht nur der Vorbesitzer
5.
Handelt es sich um eine arglistige Täuschung bzw. Betrug?? Sie kannten die Stellen. sie haben das Auto als rostfrei ohne Schäden inseriert. im Kaufvertrag haben wir festgehalten, dass das Auto einen neuen TÜV und eine neue Oldtimerprüfung hat. weiter steht im Kaufvetrag, dass das Auto keine Mängel und auch keinen Unfallschaden hat.
Die Bilder des Grundzustandes sind ebenfalls nicht die des Autos gewesen.
6.
wie muss ich die Personen sehen die das Auto im Internet anbieten und auch die Anzahlung bekommen haben? Können die sich einfach aus dem Verkauf heraus reden?
Zumal der eine auch noch KFz-Meister ist.
7 .
Was muss ich gegenüber der DeKra machen. sie haben die Mängel ja ebenfalls nicht gesehen obwohl diese offensichtlich waren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der gegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zu 1. Vermutlich meinen Sie ein Verbrauchergeschäft. Dieses liegt vor, wenn eine der Parteien (bei einem Kaufvertrag meist der Käufer) Verbraucher ist. Dies ist hier wohl der Fall.

zu 2. Die Gewährleistung kann bei Verbrauchergeschäften nicht eingeschränkt werden. Es handelt sich um einen Sachmangel, wenn die Istbeschaffenheit von der Sollbeschaffenheit, also der vereinbarten Beschaffenheit gemäß Kaufvertrag abweicht. Dies ist hier der Fall.

zu 3: Ja, auch dann ist es ein Verbrauchergeschäft - siehe 1.

zu 4. Auf diesen Umstand hätte der Verkäufer auch ohne Nachfrage hinweisen müssen.

zu 5: Wenn der Verkäufer den Mangel kannte und zumindest auf Nachfrage verschwiegen hat, dann handelt es sich um eine arglistige Täuschung und gegebenenfalls auch um Betrug, insbesondere wenn die falschen Bilder übersandt wurden.

zu 6: Der Verkäufer ist der, der in dem Kaufvertrag als Verkäufer genannt ist. Die anderen Personen treten dann möglicherweise als Vertreter auf. Das heisst deren Handlungen werden dann dem Verkäufer zugerechnet bzw. wirken dann für und gegen den Verkäufer.

zu 7: Wenn der Kauf auf dem Dekra-Gutachten beruht bzw. die Aussagen dort maßgeblich waren für den Kauf, dann kann diese schadensersatzpflichtig sein.

Grundsätzlich stehen Ihnen bei mangelhaftem Kaufgegenständen das Recht auf Minderung und Rücktritt zu. Die weitere Vorgehensweise richtete sich danach, welche Ansprüche Sie geltend machen möchten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfrage benutzen.



Mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 08.08.2015 | 12:55

Also ich habe gerade gemerkt das einige Dinge, wahrscheinlich Uhrzeit bedingt, nicht ganz klar ausgedrückt sind.
Also ich habe einen Betrag x bezahlt der Verkäufer weigert sich das Auto wieder zurück zunehmen. Aussage: er habe das Geld nicht mehr. Er kann aber die Mängel auch nicht einfach ohne Probleme in Ordnung bringen.
Vorschlag um einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden, dass Auto gegen ein anderes in einem besseren Zustand zu tauschen. Die Dekra hat sich bereiterklärt als Vermittler tätig zu werden. Außerdem erklärten sie sich bereit das Auto zu bewerten und die noch notwendigen Arbeiten zu erklären und die Durchführung am Ende zu überprüfen.
Klingt alles nett, aber ich habe noch keine schriftliche Aussage. Soll ich einen neuen Kaufvertrag aufsetzten und die von den einzelnen Parteien getätigten Aussagen schriftlich festhalten. Die Dekra müsste dann als eine Art Schiedsstelle fungieren, bzw müsste ich nicht einen Vertrag mit der Dekra abschließen.
Meine Befürchtung ist, dass am Ende ich dastehe, viel Energie getätigt habe und dann doch vor Gericht muss. Weiter will ich auch nicht, dass die Verkäufer einfach so aus dem Schneider sind.
In meiner Vorstellung wollte ich einen Kaufvertrag über das neue Auto mit der Rücknahme des alten Autos ausstellen. Weiter sollten die Fahrzeugpapiere beider Autos bei der Dekra abgegeben werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten sollte dann eine Übergabe erfolgen.
Ich habe eine Rechtsschutzversicherung. Kann ich z.b. Sie darüber beauftragen einen Vertrag im o.g. Sinne auszustellen??

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.08.2015 | 14:28

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

grundsätzlich ist es immer sinnvoll, eine Vereinbarung zu treffen, die den Interessen aller Parteien gerecht wird. Je komplizierter und umfangreicher eine solche Vertragsgestaltung wird, desto wichtiger ist es, jede Einzelheit genau und unmissverständlich in den Vertrag aufzunehmen. Die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts ist hier sicherlich sachdienlich. Ob die Dekra, die sich eventuell schadensersatzpflichtig gemacht hat, als Vermittler geeignet wäre, darf bezweifelt werden.

Als Vorgehensweise würde ich einen entsprechenden Vertrag entwerfen, der Ihren geschilderten Interessen gerecht wird, entwerfen und dem Verkäufer übersenden mit der Aufforderung binnen einer bestimmten Frist Stellung zu nehmen. Sollte er diese Frist fruchtlos verstreichen lassen oder nicht zustimmen, dann würde ich Ihre Forderungen (Rückritt) gerichtlich geltend machen - und dies dem Verkäufer auch ankündigen. So wird der zeitliche Aufwand in Grenzen gehalten.

Aufgrund Ihrer Rechtsschutzversicherung, bei der Sie umgehend eine Kostendeckungszusage einholen sollten, bestünde dann auch kein Kostenrisiko Ihrerseits. Selbstverständlich können Sie dann einen Rechtsanwalt beauftragen, der in der Regel auch die oben erwähnte Kostenübernahme klärt. Gerne können Sie sich natürlich auch an mich wenden, ja.

Ich wünsche Ihnen noch ein erholsames Wochenende und verbleibe


mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81240 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr nette Anwältin. Schnelle Antwort. Sehr ausführlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich empfehle diesen Anwalt weiter! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat mir wirklich weitergeholfen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER