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Autokauf - nach 5 Monaten Zylinderkopf defekt

| 25.05.2008 18:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Ich habe mir im Nov 07 einen Gebrauchtwagen bei einen ortsansässigen KFZ-Händler gekauft. Da schon darauf higewiesen, das ich wegen der Arbeit ganz auf das Auto angewiesen bin und tgl. ca 100km fahre. Erhalten habe ich das Auto mit neuen Tüv und AU. Gleich am nächsten Abend wurde ich von einer Person darauf hingewisen das mein Bremslicht hinten nicht geht, sowie auch der Heckwischer nicht ging. Dies wurde dann auch von der Werkstatt ohne Probleme behoben.
Im März diesen Jahren hatte ich dann einen Motorschaden zwecks Zylinderkopfdichtung.
Normal sollte da ja wenn der Kühler zu heiß wird, eine Kontrollleuchte darauf hinweisen. Dies geschaf lediglich nur einmal und zwar ca 15 Min vor dem Schaden. Nachdem ich den Motor abkühlen gelassen hatte, wollte ich noch den 1 KM bis zum nächsten Ort fahren. Wasser war bis oben hin im Kühler vorhanden, da ich dazu immer eine Flasche voll im Auto mitführe. Gleich nach Ortseingang gab es einen leichten Ruck und sofort quoll der Wasserdampf aus der Motorhaube sowie auch ins Wagen innere. So lies ich dann das Auto abschleppen und in die Werkstatt bringen wo ich es auch erworben habe.
Der Besitzer sagte dann am nächsten Tag gleich zu mir, ohne mich lange zu Wort kommen zu lassen und anzuhören, das ich wohl ganz ohne Kühlwasser gefahren sei und dies alleine meine Schuld ist. Unabhänging davon, kann meine eine Tochter bezeugen, das der Kühler voll war mit Wasser.
Die Reperatur zog sich dann auf 4 Wochen hinaus. In dieser Zeit habe ich meistens dann ein Auto von der Werkstatt erhalten um wenigstens meine Arbeit erledigen zu können, privates habe ich da allgemein alles absagen und ablehnen müssen.
Jetzt nach der Reperatur soll ich die Materialkosten welche sich auf knapp 350 €uro belaufen selbst tragen.
Ich bot an das ich 100 €uro zahle für Öl und Ölfilter, da ich der meinung bin, das der reine Schaden auf Gewährleistung behoben werden müsste.
Zwar ist auch die Kupplung fast hinüber, was ich aber nicht auf Gewährleistung sagen möchte, da ich mittlerweile seit Kauf fast schon 20.000 Km gefahren habe.
Mich würde jetzt Interessieren, ob ich mit meiner Meinung richtig bin, oder doch selbst die Kosten tragen müsste.
Dazu kommt noch, das der Händler wußte das ich von Harz4 lebe und mit dem Auto einen Teil meines Lebensunterhaltes somit selbst verdiene.
Vielen Dank schon mal für die Antwort

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich die Frage unter Beachtung der Angaben. Bitte bedenken Sie, dass an dieser Stelle nur eine erste Einschätzung möglich ist und das jede Änderung des Sachverhalts zu einer geänderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ihre Einschätzung ist richtig. Sie haben als Verbraucher von einem Unternehmer eine gebrauchte Sache gekauft.
Die Frage der Gewährleistung regelt § 476.
"Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar."

Es gilt daher in Ihrem Fall, dass nicht Sie beweisen müssen, dass Sie keine Schuld trifft, sondern es gilt das Gegenteil. Der Verkäufer hat die Kosten der Mängelbeseitigung zu tragen, dazu gehören auch die Materialkosten und der Lohn. Soweit Sie einen Vorteil durch die Reparatur erlangen, also Ölwechsel oder neuer Filter, so ist es angemessen, wenn Sie diese Kosten übernehmen, soweit diese Kosten nicht zur reinen Mängelbeseitigung gehören.

Bei der Kupplung gilt das selbe wie oben, allerdings liegt hier sicher ein Verschleiß näher. Allerdings müßte auch hier der Händler die gesetzliche Vermutung widerlegen. Dies könnten Sie als zusätzliches "Druckmittel" anführen. Ob Sie mit dem PKW Ihren Lebensunterhalt verdienen, spielt für die Rechtslage keine Rolle.

Ich hoffe, ich konnte ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt


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