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Autokauf im WWW


17.12.2010 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von



Ich hatte bei Ebay einen Wagen für 3600 Euro blind ersteigert am 04.11.10. In der Anzeige waren nur blumige Beschreibungen, wie super Zustand, Top gepflegt, Verdeck neuwertig und Motor, Bremsen alles wie es sein soll. Keine Mängelliste. Keine Hinweise darauf, dass nicht nachverhandelt wird, keine Hinweise auf Abholfristen, kein Gewährleistungsausschluss. Als ich nach 210 km Fahrt mit der Bahn angekommen war, stellte ich folgende Unstimmigkeiten/Mängel im Beisein vom Verkäufer fest:

1.) Keine Klimaautomatik sondern nur Klimaanlage.

2.) Der Wagen war angegeben mit 108625 km (Foto) und 108000 km (Zahlangabe) kleiner 109437 km (abgelesen). V. Schrieb lapidar dazu, dass der Wagen ja noch gefahren wird.

3.) Auto hat Hydragasanlage statt Federung. Die darf höchstens 10 mm tiefer sein als Tabellenwert. Ich maß vorne links -75mm und dreimal -50mm. Wenn das zu lange andauert, kann es sein dass die Anlage nicht mehr regeneriert werden kann. Kosten laut meiner Werkstattsauskunft 250 Euro mit Entlüftung. Kosten nach Angaben Werkstatt Verkäufer 60 Euro ohne Entlüftung. Nur aufpumpen. Hat V. am selben Tag erledigt damals. Da war ich aber schon weg. Ich ging von einem Schaden aus. In den Tagen hinterher hatte er diese 60 Euro auf den Preis draufgeschlagen per EMail. Wäre nur Einstellungssache. Warum sollte ich das bezahlen ?

4.) Die Handbremse war im Auto sitzend nach Angaben des V. am Vortag abgerissen. In den Tagen und EMails hinterher hieß es, die Handbremse müsste nur angezogen werden. Ich hatte gar keinen Widerstand gespürt. Ich konnte die Handbremse nichtmal einrasten. Abriss also. Keine Einstellungssache. Kosten laut V. 10 Euro. Glaube ich kaum.

5.) Der Wagen zog deutlich beim Beschleunigen ab 80 km/h immer wieder nach links. Das bedeutet Spiel in den vorderen Gelenken. Da darf dort kein Spiel sein laut Auskunft meiner Werkstatt !!! Austausch notwendig. Materialkosten 250 Euro plus Arbeit. Vom V. keine direkte oder indirekte Bestätigung per EMail leider.

6.) Das abgebildete Radio war ausgebaut. Kostete 1350 Euro. Ich sollte, nachdem ich stunden später in der Wohnung vorsichtig und höfflichst danach gefragt hatte, irgend ein anderes Radio bekommen. Tage später hat der V. mir ein Foto geschickt davon. Alt aber wohl auch in Ordnung. Hätte er per Paket nachschicken müssen auf seine Kosten, hätte ich den Wagen genommen. Aber erst hatte er versucht mich zu betrügen.

7.) Rost an beiden Haubenkanten. Das sind verzinkte Hauben ! Ca. 3cm lang und 2 cm breit. Indirekte Bestätigung vom V. per EMail habe ich.

8.) Rost (habe Fotos von der Unterseite) der Gelenkträger vorne. Wie stark weiß ich nicht. Verkäufer streitet Rost ab.

9.) Verölte Manschette an der Unterseite. Funktion genau unbekannt.(Habe Fotos).

10.)Hintere Plexiglasscheibe milchig und zerkratzt. Entsprach nicht den EBayangaben von neuwertigem Verdeck.

11.)Der V. drückte mir eine abgebrochene Schlauchschelle in die Hand von der Ge-mischansaugung im Motorraum. War ihm abgebrochen. Ich sollte sie ersetzen. Was hatte der ohne Garage und vernünftiges Werkzeug da hinten zu suchen ? Bestätigung vom V. Habe ich schriftlich.

12.)Es gab eine Wasserflasche im hinteren Kofferraum, die mich stutzig machte. Auf den Fotos ist auch eine Wasserflasche zu sehen. Diese Fahrzeuge sind bekannt für Zylinderkopfdichtungsschäden. Dann verliert der Motor Kühlwasser. V. meinte Tage später nach zweimaligem Nachfragen, Wasser wäre für die Scheibenreinigung. Doch der Behälter sitzt dafür vorne und vorne ist auch ein Kofferraum, da Mittelmo-tor. Sehr verdächtig. Allerdings war es reines Wasser. Ohne Zusätze.

13.)Es gab kein Tuning. Hätte er jedoch mit kleinen Mitteln nachträglich ergänzen können. (Innen irgendwo, oder...??)

14.)Im gesamten Innenraum war überall Zigarettenasche. V. Schrieb dass schließlich kein Nichtraucherfahrzeug angeboten wurde.

Wegen der Anzeige, dachte ich, ich bekomme tatsächlich ein Auto im Super Zu-stand, Topgepflegt mit neuwertigem Verdeck und mit einem Motor wie es sein soll. Ich kaufte den Wagen nicht. 10 Tage lang wurden EMails mit dem V. gewechselt. Ich schrieb, dass ich den Wagen blind ersteigert hatte, wegen der Beschreibung und weil Gewährleistung nicht ausgeschlossen war, was mich zum Bieten in erster Linie verleitet hatte. Ich wollte das aber nicht ausnutzen und keinen Ärger haben. Auch schrieb der V. nicht, dass er nicht nachverhandeln würde. Ich hatte das im Abholort versucht. War zum Schluss nur 200 Euro runter. 3400 Euro. Nichts.

V. machte sehr viel Druck und ich willigte dann doch ein am 07.11.10 das Fahrzeug zu kaufen. Aber mit 1 Jahr Gewährleistung. Hatte er ja nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Abgelehnt. Danach ging ich runter auf 1500 km. Er bewilligte dann nur 1500 km auf die Hydragasanlage. Weil mir das nicht genügte und ich den Wagen eigentlich nicht haben wollte, schrieb ich mehrfach zurück, dass ich sonst den Wagen nicht kaufen würde und auch nicht um sonst 210 km wieder anreisen wollte. 77 Euro und einen ganzen Tag hatte mich das am 05.11.10 gekostet !!! Zum Schluss war ich dann wieder auf 1 Jahr, weil seine Emails so schlimm waren.

Im Nachhinein weiß ich jetzt, ich hätte ihn dazu auffordern müssen die Mängel zu beseitigen und hätte den Wagen trotz seiner Weigerung mir Komplettgewährleistung zu geben, abholen müssen, WENN DAS MIT DER KM ZAHL UND KLIMA NICHT AUCH NOCH WÄRE. Gewährleistung hätte er mir in jedem Fall geben müssen, weiß ich jetzt. Das wäre immer rechtens gewesen, egal was er nach Auktionsschluss schrieb. Das hatte ich aber damals falsch gehandhabt. Seine Weigerung G. mir geben zu wollen, hatte den Kauf torpediert. Ich hätte das einfach ignorieren müssen/können. Wusste ich nicht. Hätte der V. versucht mir einen Vertrag mit Gewährleistungsasschluss aufzunötigen im 210 km entfernten Abholort, wäre ich allerdings ohne Auto nach Hause gefahren per Bahn und hätte wieder einen Schaden gehabt. Denn da war schon der Schaden von ca. 77 Euro Bahnkarte, und einen ganzen Urlaubstag noch offen. Preisminderung hätte ich schon deswegen verlangen können. Und die Preiserhöhung seinerseits von 60 Euro ? Und dann hätte er womöglich für die anderen Mängelbeseitigungen auch noch mehr Geld verlangt ! Er hatte ja schon nur für die Möglichkeit den Wagen mit den Kennzeichen nachhause fahren zu dürfen 50 Euro verlangt, was ich allerdings auch einwilligte am Telefon. 3650 Euro also.

Am 09.12.10 trudelten zwei Briefe vom RA ein. Der eine vom 10.11.10 und der andere vom 07.12.10. Im ersten Brief vom 10.11.10 schrieb der RA, dass der Kaufvertrag mit Frau G. (also garnicht sein Wagen. Wagen von der Freundin, denke ich) rechtens und wirksam ist und dass ich diesen abholen und bezahlen soll. 3600 Euro. Im zweiten Brief vom 07.12.10 steht, dass ich nicht auf den ersten Brief reagiert hatte und dass deswegen, die Frau G. vom Kaufvertrag zurücktritt und dass ich 15 Prozent (540 Euro) an Sie bezahlen soll und dass meine Weigerung Gerichtskosten auf mich ziehen würde. Zwei sehr kurze Briefe also. Ich hatte den ersten Brief aber vorher nie bekommen !! Wegen Schnees war jedoch Wasser im Briefkasten und die Tinte des ersten Briefes ist verwischt und hatte sich auf den Umschlag mit dem Poststempel vom 08.12.10 übertragen an einer markanten Stelle. Beide Datumsangaben lassen sich also einander zuordnen. Absicht oder wollte der RA mir den Brief nur nochmals zuschicken ? Denn der V. wollte auf gar keinen Fall Komplettgewährleistung geben. Habe ich mehrfach schriftlich. Ich kann davon ausgehen, dass er den Wagen so niemals an mich verkaufen wollte. Ein Trick ?

Ich bin der Meinung, dass ich die vom gegnerischen Anwalt verlangten 15 Prozent (540 Euro), weil ich den bei EBay ersteigerten Wagen nicht gekauft hatte am 05.11.10, nicht bezahlen muss. Grund: der Wagen war angegeben u.a. mit 108625 km (Foto) und 108000 km (Zahlangabe) < 109437 km (abgelesen) und der Wagen hatte nur Klimaanlage statt die angegebene Klimaautomatik. Das reicht. Ich will jetzt nach Paragraph 326 BGB vom Kaufvertrag offiziell zurücktreten.

In Anbetracht dessen,
dass der Wagen am Abholtag nicht den Beschreibungen entsprach also nicht in Ordnung war und
dass ich deswegen so oder so mit Mängelbeseitigung oder ohne Wagenmitnahme einen Schaden von 77 Euro und einen ganzen Urlaubstag erlitten hatte/hätte und nicht noch einen weiteren unbezahlten Schaden erleiden wollte hinterher und
dass der V. sogar anfing für die erste Mängelbeseitigung den Preis zu erhöhen und
dass der V. mir einen (kleinen) Preisnachlass nicht gewähren wollte wegen der Mängel und
dass er die meisten Mängel nicht von sich aus beseitigen oder einsehen wollte (ich sollte den Wagen abholen, basta !) und
dass vor allen Dingen ich den Wagen nicht gekauft habe und ihn jetzt vor mindestens einem Jahr Gewährleistung bewahrt habe und
dass ich den ersten Brief vom RA nie bekam und sonst mich anders verhalten hätte und
dass es 812 km mehr (Foto), 1437 km (Zahlangabe) als angegeben gab und
dass es keine Klimaautomatik sondern nur Klimaanlage gab,
denke ich, dass 15 Prozent zu viel sind.

Bei Ebay steht bei vielen Anbietern: Spassbieter zahlen 30 Prozent. Ist das gerechtfertigt? Ich bin aber kein Spaßbieter gewesen. Ich hatte eine sehr anstrengende Hin- und Herreise auf mich genommen und hatte Gründe den Wagen nicht zu nehmen. Berücksichtigen dann nur 15 Prozent die o.a. Dinge schon ? Wie sind meine Chancen ?

Sind km und Klima ausreichend, um alles abzuwehren?

Ich würde 340 Euros zahlen, damit Ruhe ist aber werde ich dann weiter verklagt auf RA-Kosten ?

Am 12.12.10 habe ich übrigens per Ebay und Blind ohne Gewährleistung in 535 km Entfernung mir ein anderes Fahrzeug zugelegt. Außer zwei Kleinigkeiten, von denen einer im Ebay Text erwähnt war, alles bestens.
17.12.2010 | 11:29

Antwort

von


207 Bewertungen
Am Kabutzenhof 22
18055 Rostock
Tel: 0381 25296970
Web: www.mv-recht.de
E-Mail:


Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Zunächst einmal muss man den Sachverhalt, den Sie vorgetragen haben, aufteilen.


Als Erstes ist der Vorgang zu betrachten, als Sie den Zuschlag für den Wagen erhielten und dann sich zum Verkäufer/Anbieter begaben, um den Wagen abzuholen.
In dem Angebot waren verschiedene von Ihnen in der Frage aufgeführte Leistungseigenschaften des Wagens vermerkt.

Gemäß § 434 Abs. 1 Satz 1 BGB ist eine Sache frei von Sachmängeln, wenn Sie bei Gefahrenübergang die vereinbaret Beschaffenheit hat.

Unter Beschaffenheiten versteht man zum Beispiel –das Vorhandensein einer Klimaautomatik
-das Vorhandensein von Federung statt Hydragasanlage
-Vorhandensein eines neuwertigen Verdecks

Auch „Super Zustand" und „Top gepflegt" sind Beschaffenheitsbeschreibungen, die allerdings auslegungsbedürftig sind.


In jedem Fall entsprach das Fahrzeug nicht der vereinbarten Beschaffenheit und war damit mangelhaft.

In diesem Fall hat der Käufer gem. §§ 437 Nr. 1, 439 BGB das Recht Nacherfüllung zu verlangen.

Wenn diese nicht möglich ist, verweigert wird oder nicht zu dem Ergebnis führt, dass ein mangelfreies Auto übergeben werden kann, dann hat der Käufer auch das Recht vom Vertrag zurückzutreten und nebenbei auch Schadensersatz (vergeblicher Urlaubstag und Zugfahrkarte) zu verlangen, §§ 437 Nr. 2, 325 BGB.


Soviel zum ersten Teil Ihres Sachverhaltes.


Nun schreiben Sie jedoch weiter: „V. machte sehr viel Druck und ich willigte dann doch ein am 07.11.10 das Fahrzeug zu kaufen. Aber mit 1 Jahr Gewährleistung. Hatte er ja nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Abgelehnt. Danach ging ich runter auf 1500 km. Er bewilligte dann nur 1500 km auf die Hydragasanlage. Weil mir das nicht genügte und ich den Wagen eigentlich nicht haben wollte, schrieb ich mehrfach zurück, dass ich sonst den Wagen nicht kaufen würde und auch nicht um sonst 210 km wieder anreisen wollte. 77 Euro und einen ganzen Tag hatte mich das am 05.11.10 gekostet !!! Zum Schluss war ich dann wieder auf 1 Jahr, weil seine Emails so schlimm waren."


In diesen Verhandlungen könnte eine neue Einigung zu sehen sein.
Mir ist der Inhalt nicht ganz klar, aber es scheint, Sie hätten sich dann mit dem Verkäufer geeinigt den Kaufvertrag zu bestimmten Konditionen durchzuführen – eben mit einem Jahr Gewährleistung.


Fraglich ist, was Sie nun bzgl. des Zustandes des Wagens vereinbart hatten.
Sollten Sie keine zusätzlichen Vereinbarungen getroffen haben, dann haben Sie auch danach immer noch Anspruch auf den Wagen in dem zugesicherten Zustand.

Nach Ihren Beschreibungen wird der Verkäufer einen solchen Zustand gar nicht herstellen können, weil die Erscheinung des Wagens dies gar nicht mehr hergibt.


Rechtlich ist die Situation also folgende:

Die Kaufsache, die Sie kaufen wollten, ist mangelhaft.
Die Übergabe einer mangelhaften Sache ist keine Erfüllung eines Kaufvertrages.


Das erste Anwaltsschreiben, was Ihnen nicht zugegangen ist (oder nicht rechtzeitig), entfaltet keine Wirkung, denn den (rechtzeitigen und nur dann Verzug auslösenden) Zugang muss Ihr Gegner beweisen.

Im zweiten Schreiben wurde Ihnen mitgeteilt, dass der Verkäufer nicht Eigentümer des Fahrzeugs ist und, dass ein gewisser Prozentsatz gezahlt werden soll.

Eine Anspruchsgrundlage hierfür ist nicht vorhanden.

Der Wagen ist mangelhaft.

Sie sollten darauf hinweisen, dass Sie den Wagen nur in einem mangelfreien Zustand kaufen werden und dass ein mangelfreies Auto nur ein anderes Auto sein kann, weil die Grundbeschaffenheit des Ihnen vorgestellten Wagens nie den Zustand erreichen kann, auf den man sich vertraglich geeinigt haben.

Sie sollten eine 14tägige Frist zur Nacherfüllung durch Lieferung eines anderen gebrauchten Fahrzeugs setzen.

Dies wird aller Voraussicht nach verweigert.

Sie können in Ihrem ersten Anschreiben bereist mitteilen, dass bei einer Verweigerung oder dem fruchtlosen Fristablauf der Rücktritt vom Vertrag erklärt wird und gleichzeitig Schadensersatz verlangt wird. Außerdem sollte Erwähnung finden, dass Sie sich vorbehalten wegen dem Angebot eines völlig gegenteilig beschriebenen Wagens Anzeige wegen versuchten Betruges zu stellen.

In jedem fall müssen Sie den Wagen in dem beschriebenen Zustand nicht abnehmen und auch Anwaltskosten sind nicht zu zahlen, da Sie mit keiner Leistung im Verzug sind. Denn Zahlung des Kaufpreises und Übergabe eines mangelfreien Fahrzeuges stehen in einem Gegenseitigkeitsverhältnis. Solange Ihnen kein entsprechende Fahrzeug angeboten wird, müssen Sie auch kein Geld leisten.
Um Schadensersatz zu verlangen zu dürfen, müssen Sie allerdinsg erst einmal die Frist zu Nacherfüllung abwarten.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit der Beantwortung weitergeholfen.

___

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren. Nutzen Sie hierzu die kostenlose Nachfragefunktion, die persönliche Beratungsanfrage oder die kanzleieigenen Kontaktmöglichkeiten. Beachten Sie bitte, dass im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nur Fragen beantwortet werden können, die den Regeln dieses Forums entsprechen.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen. Die hier gegebene Antwort basiert vollständig auf Ihren eigenen Angaben.


Rechtsanwalt Mathias Drewelow
Fachanwalt für Medizinrecht

Nachfrage vom Fragesteller 17.12.2010 | 11:57

Als ich den Wagen am Abholtag sah, wollte ich ihn garnicht haben. Der Verkäufer/Vertreter von Frau G. ist Privat. Da er nicht Gewährleistung ausdrücklich ausgeschlossen hatte (verpennt), steht mir ein Jahr (oder zwei ?) Gewährleistung zu nach Gesetz seit 2002, oder ? Das wollte ich aber nicht ausnutzen. Ich hatte drei Tage nach der Ersteigerung erklärt, dass ich den Wagen jedoch widerwillig abhole aber mit einem Jahr Gewährleistung und dass ich auf Kosten des V. den Wagen in ordnung bringen lassen würde, wenn er mir den Wagen aufnötigt. Er hatte ja sehr viel Druck gemacht per EMails. Er hatte aber Gewährleistung dreimal in den Tagen ausgeschlossen. Ich habe nur deshalb den Wagen nicht gekauft. Steht in allen EMails an den V. Ich gehe davon aus, dass der V. die Frau G. vertreten hatte in ihrem Sinne. Jetzt soll ich 540 Euro bezahlen und in der EBayanzeige war nirgendwo der Satz zu lesen Spaßbieter zahlen xx Prozent. Wenn de Frau G. 540 Euro haben will von mir, dann muss sie den Schaden geltend machen, den ihr Freund/Vertreter auch mit verursacht hatte. Ich hatte geschrieben, dass ich den Wagen ja kaufe. Aber mit Gewährleistung, was mir sowieso zugestanden hätte nach Auktionsschluss, wie ich und er auch erst jetzt weiß, unabhängig von den EMails. Aber der Verkäufer hatte nur eines der Mängel beseitigt. Den Rest nicht. Und selbst dafür sollte ich zahlen.

Ich will den Wagen garnicht haben, da ich schon ein anderes gekauft habe.

Wie sehen Sie meine Chancen, wenn ich denen 340 E anbiete ? Immerhin hat die Frau mir den Wagen nicht mit Gewährleistung verkaufen müssen, was sehr viel Geld kosten könnte später und ich bin wegen den Mängeln umsonst 210 km mit der Bahn gefahren. Wegen meiner Unwissenheit und die Unwissenheit vom Vertreter der Frau über Gewährleistung hatte ich den Gang zum Anwalt mitverursacht. 200 Euro/2. Die versuchen sich doch nur an mir zu bereichern. Den Wagen haben die nie wieder im Internet eingestellt. Ich habe nirgends was gesehen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2010 | 17:14

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben richtig festgestellt, dass Sie den Wagen nicht abnehmen müssen, wenn die Gewährleistung nicht wirksam ausgeschlossen wurde (§ 444 BGB)

Sodann müssen Si enur einen mangelfreien Wagen abnehmen, der eben nicht vorliegt.

Die Gewährleistung hätte vor dem Zuschlag erfolgen müssen. Nachträgliche Äußerungen/Bemühungen des Verkäufers, die Gewährleistung auszuschließen sind wirkungslos.


Diese "Spaßbieterklausel" ist für Sie nicht relevant.

Wie ausgeführt, müssen Sie keinerlei Zahlungen an die Verkäuferin leisten - vielmehr könnten Sie Ihre Fahrtkosten und den Urlaubstag als Schaden erstzt verlangen.

Ich rate Ihnen daher keinerlei Zahlungen anzubieten, damit Sie Ihre Ruhe haben.
Der Hinweis, dass Sie sich vorbehalten, wegen des Verhaltens der Verkäuferin eine Strafanzeige zu stellen, sollte Ruhe in das Gebaren bringen.

Ich bin Ihnen ansonsten auch beim weiteren Vorgehen behilflich.

Mit freundlichen Grüßen
RA Drewelow

ANTWORT VON

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