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Autokauf gewerblich -> Weiterverkauf an Privat (Freundin) -> Folgen?

| 27.06.2011 19:51 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte/r Fachspezialist/in,

am XX.06.11 habe ich "leider offensichtlich voreilig-dumm" als gewerbetreibender Existenzgründer als Einzelkämpfer mit Ust-Ausweispflicht zwecks Kostenersparnis und auf Bitte des markenträchtigen Auto-Händlers und pers. Wunsch meinerseits hin - somit bewusst ohne Gewährleistung und Garantie - ein Auto bar gegen Übergabe gekauft.
(Dem Händler war dies nachvollziehbarerweise so am Liebsten, zumal das KfZ markenfremd war/ist, mir hat es etwas gespart und das Auto ist neuwertig.)

Das Geld dafür hatte ich durch einen Privatverkauf meines bisherigen Privatfahrzeugs.

Ziel war/ist, dass das Auto jedoch erst gar NICHT als Betriebsausgabe aufläuft, sondern legal an privat - nämlich eine Freundin - möglichst 1:1 weiterverkauft wird, ich sozusagen lediglich als einmaliger "Zwischenhändler" dieser zuliebe gehandelt habe und auch KEINE Ust auf den Kaufpreis ausweisen/abführen muss.

Das Auto sollte/soll nach Überführung kurzfristig (Datum beliebig durch Kaufvertrag rückwirkend setzbar) und OHNE das ich das Auto angemeldet habe oder dies vorhabe auch OHNE Gewinnerzielungsabsicht an diese Freundin mittels Kaufvertrag offiziell weitergegeben werden.

Ab und zu wollte ich dieses zur Leihe von Privat privat in Folge mitnutzen.

Das KfZ wurde zwischenzeitlich bereits nur auf diese Freudin (ausschließlich zur Privatnutzung) zugelassen.

Mir geht es hierbei NICHT um das Thema Gewährleistung etc., sondern um eine legale Weitergabe des KfZ von Gewerbetreibendem an Privat, so dass mein Kaufpreis (netto) dem max. Kaufpreis der Privatperson (brutto) entspricht.

Laut dem Händler würde das gehen ohne etwas bei der Steuer angeben zu müssen, da das Auto nicht angemeldet war und damit kein Gewinn meinerseits erwirtschaftet werden soll/wird und ich diese möglichst erst gar nicht in die Bücher gebe.

Ziele:
Das KfZ soll "privatisiert" an diese Freundin werden.
Das KfZ soll erst gar nicht als Betriebsausgabe und/oder ins Betriebsvermögen übergehen.
Das KfZ soll möglichst 1:1 gewandelt werden. Muß ich dieses an Gewerbe (möglichst zum gleichn Preis) weiterveräußern?

Was soll ich nur tun?
Was ist für mich die günstigste (legale) Alternative - wie hole ich mir mein Privatvermögen wieder?
Wie sorge ich dafür, dass das KfZ nicht im Betriebsvermögen steckt?

Danke für Ihre ehrlichen, konstruktiven Antworten.

27.06.2011 | 21:25

Antwort

von


(175)
Rankestraße 21
01139 Dresden
Tel: 0351 - 479 60 900
Web: http://www.jagenburg.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:


Sie haben in dem Sinne kein Problem.

Sie haben ein Kfz bei einem Händler gekauft, Bsp 11.900€.
Sie haben es bar bezahlt aus Ihrem Privatvermögen.

Der Händler ist nun zur Ausstellung einer Rechnung an Sie oder Ihre Unternehmung verpflichtet.(§ 14 Abs. 2 Nr. 2 UStG )

Damit wird (aufgrund der Buchhaltungspflicht) gewährleistet, dass der Händler Umsatzsteuer an das Finanzamt abführt.
Er führt 1.190€ ans Finanzamt ab und behält 10.000€ für seine Kosten und seinen Gewinn.

Sie sind ebenfalls Gewerbetreibender. Aber für den weiteren Verlauf spielt es keine Rolle mehr.

Sie haben den Wagen bar aus Privatvermögen bezahlt. Sie sind nun Privatperson und Gewerbetreibender in Personalunion. Es kommt nur darauf an, ob Sie den Kauf für sich (Privat) oder für Ihr Unternehmen getätigt haben.

Wenn Sie dem Verkäufer erklärt haben, als Unternehmer zu handeln, können Sie sich nicht mehr auf einen Verbrauchsgüterverkauf berufen. Die Gewährleistungsrechte bleiben je nach Intensität der AGB des Verkäufers bestehen. (BGH LMK 2005,49 )

Damit können Sie den Wagen auch privat weiter verkaufen. Der Preis ist dann nur eine Frage, wieviel Ihre Freundin bereit ist zu zahlen.

Das Bargeld zur Bezahlung und der neue PKW waren somit nie im Betriebsvermögen.
Fertig.

Erst, wenn Sie die 1.190€ (Ihre) Vorsteuer vom Finanzamt erstattet haben wollen, wird es kompliziert und in Ihrem kurzfristig angelegten Fall bringt es Ihnen (legal) auch nichts.

Denn dann sind Sie verpflichtet die Privateinlage (Geld vom Verkauf Ihres Privat-Kfz), die Investition (neuer PKW), die Umsatzsteuervoranmeldung, die Bewertung des neuen PKW, die dann folgende Privatentnahme (PKW), die als Verkauf zum Restbuchwert mit fälliger Umsatzsteuer bewertet wird, zu buchen.

Mit anderen Worten in Ihrem Fall erheblicher Aufwand für ein Nullsummenspiel.

Mein Rat nehmen Sie keine Buchungen vor, dann hat sich Ihr Problem gelöst.

------------------------------------------------
Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache geben konnte.

Es sei noch der Hinweis erlaubt, dass die rechtliche Einschätzung ausschließlich auf den von Ihnen mitgeteilten Tatsachen beruht und dass durch das Hinzufügen oder Weglassen von weiteren tatsächlichen Angaben die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen kann.


Rechtsanwalt Heiko Tautorus

Bewertung des Fragestellers 29.06.2011 | 09:29

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