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Autokauf beim Händler - jetzt Motorschaden

30.09.2015 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo
Am 08.09.2015 habe ich einen gebrauchten VW Touran 1,6 TDI von einem großen Autohändler gekauft. Das Fahrzeug hatte 148.100 KM und ist Baujahr 02.2011.

Am 11.09.2015 habe ich das Fahrzeug dann abgeholt.
Als ich das Fahrzeug dann einige Tage benutzte, ist mir aufgefallen das er im kalten Zustand extrem ruckelt und sich schüttelte. Also nahmm ich Kontakt mit dem Verkäufer auf.

Am 22.09.2015 schrieb ich dem Verkäufer eine E-Mail der daraufhin antwortete das ich das Auto zur Durchsicht vorbei bringen soll.

Am 23.09.2015 habe ich das Fahrzeug dort hingebracht.

Dann ging die waterei los.... es ließ sich keiner mehr hören. Weder per Mail noch telefonisch.

Heute, am 30.09.2015 habe ich es mehrfach versucht jemanden vom Autohändler zu erreichen - leider ging immer nur die empfangsdame ran. Als ich dann nach dem gefühlten 100. versuch gesagt habe " ich will wissen wo mein Fahrzeug steht" bekam ich als Antwort, das es nebenan in der Werkstatt steht.

Dann habe ich auf eigene Faust die Werkstatt angerufen und dort wurde mir mitgeteilt - Motorschaden!

Wie sieht es jetzt aus mit Gewährleistung / Garantie?
Autokauf am 08.09. und wieder hingebracht am 23.09.
Der Verkäufer setzt sich NICHT mit mir in Verbindung - was soll ich tun?
Ich bin beruflich auf ein Auto angewiesen - besteht die chance auf Leihwagen ohne das für mich kosten anfallen?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist unfassbar, wie einige Händler mit Ihren Kunden umgehen.

Suchen Sie sofort das Gespräch mit der Geschäftsleitung, um eine für Sie annehmbare Regelung zu treffen. Denn ansonsten ist eine schnelle Lösung kaum möglich:


Eine Gewährleistung besteht nach §§ 434,437 BGB, wobei allerdings der Mangel, der zum Motorschaden geführt hat, bei Übergabe vorgelegen haben muss.

Ob das der Fall ist, kann nur ein Gutachter feststellen. Offenbar kennt man derzeit noch nicht einmal die Ursache.

Also werden Sie ein selbständiges Beweisverfahren einleiten müssen. Der Gutachter untersucht dann das Fahrzeug und wird den Mangel feststellen können.

Ob hier eine Beweislastumkehr nach § 476 BGB eingreift ist zu bezweifeln, wenn Sie das Fahrzeug beruflich gekauft haben. Dann liegt kein Verbrauchsgüterkauf vor und Sie sind voll beweispflichtig.

Einen Anspruch auf ein kostenloses Ersatzfahrzeug haben Sie nicht. Insoweit unterscheidet sich die Gewährleistung von Rechten bei einem Verkehrsunfall.

Stellt sich aber später die Verantwortung des Verkäufers heraus, werden Sie die Kosten dann nachträglich geltend machen können.

All das kostet aber Zeit, Geld und Nerven, so dass das eingangs genannte Gespräch mit der Firmenleitung sinnvoll sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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