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Autokauf - Welche Rechte habe ich bezüglich der Gewährleistung

| 04.05.2017 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Fall geht es um meine Rechte bezüglich der Gewährleistung gegenüber dem Autohändler.
Vor fast genau drei Monaten kaufte ich bei einem Händler mein jetzt knapp 19 Jahre altes Auto. Bei der Besichtigung und Probefahrt sind abgesehen von kleinigkeiten wie einem sporadisch aussetztendem Blinker und einem defekten Radlager keine größeren Mängel aufgetreten. Vor dem Kauf des Wagens wurde durch den Händler noch das Radlager getauscht. Auf nachfrage ob die Bremsen nicht schon zu stark verschlissen sind bekam ich die Antwort dass die Bremsen erst alle gemacht wurden, eine Rechnung hierzu läge den Fahrzeugunterlagen bei. Aufgrund von diverser kleiner Kratzer, wie sie bei einem Fahrzeug in diesem Alter üblich sind, gab es bis zu diesem zeitpunkt nichts zu bemängeln.
Nach etwa einer Woche hatte ich das Problem dass desöfteren das komplette ABS & ESP System ausfiel und einige Stunden später wieder alles in Ordnung war. Als ich den Händler besuchte um Ihm davon zu berichten und Ihn darum zu bitten sich dem Problem anzunehmen, bekam ich die Antwort es im Auge zu behalten da er jetzt nichts tun könnte und auch keine geeigneten Diagnose geräte hätte um den Fehler zu untersuchen. Auf seiner Homepage wirbt eben dieser Händler jedoch mit einer gut ausgestatteten Meisterwerkstatt, erst nachdem ich Ihn damit konfrontierte sagte er dass diese nicht seine Werkstatt sei. Nachdem ich den Fehler einige Zeit beobachtete, entschloss ich mich dazu das Fahrzeug durch den TÜV überprüfen zu lassen. Auf den ersten Blick konnte der Sachverständige der TÜV Stelle sagen dass die komplette linke Fahrzeugseite neu Lackiert und Repariert wurde, dies jedoch auch von einem echten Experten gemacht wurde. Von solch einer Großen Reparatur und dem vermutlich damit einhergehenden Schaden, war jedoch durch den Händler nie die rede.
Im weiteren Verlauf der Durchsicht kamen diverse Punkte zum Vorschein:

1. Nachgerüstete Standlichter die im Strassenverkehr nicht zulässig seien und zwingend gegen zulässige Standlichter getauscht werden müssen.

2. Bremsbeläge der Vorderachse sind abgefahren und müssen getauscht werden.

3. Abgaswerte nicht in Ordnung, so im Strassenverkehr nicht zulässig.

Nach kurzem trat noch ein weiteres Problem auf. Immerwieder geht der Motor ohne Vorwarnung selbst während der Fahrt aus. Hierdurch hätte ich einmal fast einen Unfall verursacht da der Motor in voller Fahrt in einer Kurve aus ging und demzufolge auch die Servolenkung ausfiel und ich es kaum durch die sehr scharfe Kurve schaffte.
Nachdem ich den Händler mit allen Mängeln konfrontierte sicherte er mir zu sich darum zu kümmern und sich bei mir zu melden wenn er etwas wisse. Am Dienstag den 18.04.2017 habe ich das Auto zur Reparatur übergeben. Nach vier Tagen rief ich dort an um zu fragen wie es aussieht, die Antwort des Händlers war "Wir sind dran, nächste Woche wird es fertig". Zu diesem Zeitpunkt war ich noch durch die Irreführende Werbung auf seiner Homepage davon überzeugt er seie Inhaber einer Meisterwerkstatt. Nach diesem Telefonat hörte ich eine ganze Woche nichts mehr von Ihm. Vergangenen Samstag den 29.04.2017 rief ich Ihn erneut an und fragte wie es denn aussehe, langsam benötige ich doch wieder ein Auto da ich nicht permanent bei Freunden ein Auto leihen kann. Darauf die Antwort dass er dran seie, eine nähere Information über den Verlauf der Reparatur gab er mir jedoch nicht. abgesehen von einer Nachricht via WhatsApp wie die neuen und zulässigen Standlichter aussehen werden gab es jedoch keinerlei Rückmeldung durch Ihn. Am Dienstag den 02.05.2017 nach einer Rückfrage meinerseits, wieder die selbe Antwort dass er dran seie, bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Händler nicht einmal bemüht mit mir Kontakt aufzunehmen um mir zu berichten was denn der aktuelle Stand sei ob bereits irgend ein Versuch der Reparatur unternommen wurde. Scheinbar hätte er jetzt die Bremsbeläge und Standlichter bestellt, wann diese eintreffen sagt er mir aber nicht.
Am Mittwoch den 03.05.2017 schrieb ich Ihm eine E-Mail um auch etwas schriftliches vorweisen zu können. Darin setzte ich Ihm aufgrund der bereits vergangen 2 Wochen ohen Rückmeldung und der Annahme er besitze eine qualifizierte Werkstatt, eine kurze Frist bis zum 05.05.2017 um die Reparatur abzuschließen. Anderseits werde ich Ihn in Verzug setzen und jegliche Verzugsschäden geltend machen. Desweiteren sprach ich nochmal an dass ich bezüglich der Mängel, abgesehen der Bremsbeläge da dies Verschleißteile sind, die Sachmängelhaftung geltend zu machen. Im Kaufvertrag ist eine verkürzte Gewährleistung von einem Jahr festgehalten.
In seiner Antwort teilte er mir mit dass bei einem Auto von fast 19 Jahren, 200 000 KM und einem Kaufpreis von 2300€ keine Garantieversicherung möglich sei. Weiter wies er mich darauf hin dass er nicht im Besitz einer gut ausgestatteten Werksatt seie und im kaufvertrag festgehalten sei dass das Fahrzeug Mängel hat und ich dafür einen Preisnachlass erhalten habe. Abgesehen davon erklärte er noch dass er ja bereits ein Radlager getauscht habe und noch weitere Maßnahmen für den Verkauf getroffen habe und bei einem Kaufpreis von 2000€ den er für diesen Auto bezahlte, ja alles andere als Gewinn gemacht wurde. Grundsätzlich stelltermir noch frei mein Auto abholen zu kommen, wenn die Bremsbeläge und Standlichter noch rechzeitig geliefert werden bevor ich komme werden sie eingebaut wenn sie nciht da sind müsste ich mein Auto so abholen wie ich es vor über zwei Woche zur Reparatur abgegeben habe.

Nun meine Fragen:

1. Meines Wissens spielt das Alter, Laufleistung und Preis keinerlei Rolle im Bezug auf die Gewährleistung die ich gegenüber dem Händler habe, liege ich hier richtig?

2. Eine Garantieversicherung hat auch keinerlei Einfluss auf die gesetzliche Gewährleistung des Händlers?

3. Kann ich in diesem Fall auf eine Reparatur bestehen oder gar vom Kaufvertrag zurücktreten?

4. Kann ich nach diesen zwei Wochen der Reparatur in denen meiner Meinung nach rein garnichts unternommen wurde auf einen Leihwagen bestehen? Immerhin konnte ich aufgrund dessen einmal nicht zur Arbeit erscheinen und musste Zwangsläufig Urlaub nehmen.

Vielen lieben Dank im Voraus!



Einsatz editiert am 04.05.2017 17:28:22

04.05.2017 | 17:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1. Meines Wissens spielt das Alter, Laufleistung und Preis keinerlei Rolle im Bezug auf die Gewährleistung die ich gegenüber dem Händler habe, liege ich hier richtig?

Das ist insoweit richtig, allerdings muss zwischen normalem Verschleiß bedingt durch Alter und Laufleistung und anderen Mängeln unterschieden werden. Alle Mängel, die auf normalen Verschleiß zurückzuführen sind, sind nicht ausgleichsfähig. Dabei spielt dann aber eine Rolle, ob er Ihnen sagte, dass die Bremsen neu gemacht wurden. Dies ist dann eine Zusicherung, an der er sich auch festhalten lassen muss.
Zusammengefasst: Gewährleistung gibt es nur bei Teilen, die dem Alter und der Laufleistung einen schlechteren Zustand als normal aufweisen und nicht verschleißbedingt sind.

2. Eine Garantieversicherung hat auch keinerlei Einfluss auf die gesetzliche Gewährleistung des Händlers?
Das ist korrekt, diese existieren nebeneinander ohne Einschränkung.

3. Kann ich in diesem Fall auf eine Reparatur bestehen oder gar vom Kaufvertrag zurücktreten?

Bei allen drei Punkten ist dies klar ein Gewährleistungsfall, da dies keine verschleißbedingten Mängel sind, sondern der Händler dafür Sorge tragen muss, dass das Fahrzeug auch vollständig im Straßenverkehr zugelassen ist. Hinsichtlich der Bremsen hatte er zudem eine Zusicherung abgegeben, dass diese neuwertig seien.
Die ausfallende Servolenkung allerdings könnte als einziger ein Verschleißmangel sein. Dies müsste man noch einmal technisch abklären.
Erst wenn die Werkstatt entweder eine Nacherfüllung ablehnt oder aber innerhalb von 4 Wochen nicht repariert, könnten Sie vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurück verlangen.

4. Kann ich nach diesen zwei Wochen der Reparatur in denen meiner Meinung nach rein garnichts unternommen wurde auf einen Leihwagen bestehen? Immerhin konnte ich aufgrund dessen einmal nicht zur Arbeit erscheinen und musste Zwangsläufig Urlaub nehmen.

Ein Leihwagen sieht der Gesetzgeber bei Nacherfüllungen leider nicht vor, es sei denn, dass die Werkstatt dies vorsätzlich oder grob fahrlässig verschleppt. Sie sind dafür allerdings in der Beweislast, sodass ich dies ohne Rechtsschutzversicherung nicht empfehlen würde.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 05.05.2017 | 14:55

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