Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Autokauf Unfallfrei

05.03.2015 21:24 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Wird ein Auto als unfallfrei verkauft, obwohl es in Wirklichkeit ein Unfallfahrzeug ist, so kann der Käufer seine Gewährleistungsrechte geltend machen. Der Käufer kann insbesondere den Kaufpreis mindern. Dies gilt auch dann, wenn der Verkäufer vom Unfallschaden keine Kenntnis hatte.

Sehr geehrte Damen u. Herrn
vor 3 Monaten kaufte ich ein laut Vertrag eien unfallfreien Porsche Boxster aus dritter
Hand für 17500.-Euro durch einen mit dem Verkäufer befreundeten privaten Vermittler in
Vertretung.

Bei einem kürzlichen Werkstattbesuch zu Aufbereitung des Fahrzeuges wurde mir
bei Abholung mitgeteilt das das Fahrzeug einen nachweislichen Schaden am hinteren
rechten Kotflügel mit Austausch von Karrosserieteilen hatte.
Dieser wurde durch eine Sichtprüfung und eine Lackstärkenmessung an betreffender Stelle bestätigt.

Umgehend setzte ich der Vermitter von diesen Sache in Kenntnis und habe eine angemessene
Preisminderung von 1000.-Euro verlangt.Dieser wiegelte die Sache mit folgenden Argumenten ab:
Der Verkäufer habe ihnen die Unfallfreiheit des Fahrzeuges versichert.
Des weiteren wurde das Fahrzeug in einer dem Vermittler und dem Verkäufer bekannten
Porsche-Fachwerkstatt regelmäßig gewartet. So wäre auch eine Unfall / Schaden in dieser
Werkstatt ausgeführt worden worüber jedoch keine Kenntnis vorliegt.

Der Vermittler verwies mich zu Durchsetzung meine Ansprüche dies mit einem Sachverständigen-Gutachten an den Im Fahrzeugbrief hervorgehenden Vorbesitzer
zu stellen.

Wie ist hier vor zugehen da ja bei einem späteren Weiterverkauf des Fahrzeuges auf Grund
des Schadens mit einer erheblichen Preisminderung zu rechnen ist

Mit freundlichen Gruß
A.P.



05.03.2015 | 22:20

Antwort

von


(81)
Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:


1. Sie haben ein Minderungsrecht

Wie Sie schreiben, haben Sie laut Kaufvertrag ein unfallfreies Fahrzeug erworben. Da es sich bei dem Auto jedoch in Wirklichkeit um ein Unfallfahrzeug handelt, liegt ein Sachmangel vor (§ 434 Abs. 1 BGB).

Infolge des Sachmangels können Sie sich auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte berufen. Unter anderem steht Ihnen ein Minderungsrecht zu, wovon Sie nach Ihrer Schilderung auch bereits Gebrauch gemacht haben. Durch die Minderung haben Sie gegen den Verkäufer einen Anspruch auf Rückzahlung des zu viel gezahlten Preises.

Wichtig: Da der Vermittler lediglich als Vertreter aufgetreten ist, haben Sie gegen diesen keine Ansprüche auf Gewährleistung. Dies gilt auch dann, falls Sie den Kaufpreis an den Vermittler überwiesen haben. Schuldner und Verpflichteter Ihrer Gewährleistungsrechte ist ausschließlich der Verkäufer.

Im Übrigen spielt es keine Rolle, dass weder der Verkäufer noch der Vermittler Kenntnis vom Unfallschaden hatten. Beim Minderungsrecht handelt es sich um einen verschuldensunabhängigen Anspruch. Die Argumente des Vermittlers gehen daher ins Leere.


2. Ratschlag

Sofern Sie sich weiterhin auf das Minderungsrecht berufen wollen, so müssen Sie die Minderung erneut erklären, diesmal gegenüber dem Verkäufer. Die bislang erklärte Minderung gegenüber dem Vermittler ist für den Verkäufer nämlich nicht verbindlich.

Falls der Verkäufer meint, die von Ihnen geltend gemachte Minderung von 1.000,00 EUR sei zu hoch, so wird ein Gutachten über die genaue Wertminderung erforderlich sein. Sollte der Verkäufer die Rückzahlung des zu viel gezahlten Kaufpreises sogar vollständig verweigern, so bleibt Ihnen bedauerlicherweise nichts anderes übrig, als Klage zu erheben.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich Ihnen für eine Rückfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(81)

Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Zivilrecht, Internet und Computerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70910 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Besten Dank für eine aussagekräftige Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Raab hat alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort für mich zwar nicht zufriedenstellend aber da kann der Anwalt ja nichts für. Antwort kam recht zügig. Ich kann die Seite empfehlen. Mfg ...
FRAGESTELLER