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Autokauf - Schäden


17.11.2005 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo!
Ich habe am 01.11.2005 bei einem Autohändler einen 4 Jahre alten Renault Laguna mit 61000 km Laufleistung gekauft. Der Händler teilte mir mit, das er den Wagen im Kundenauftrag verkaufe, er mir aber eine 1 Jährige Gebrauchtwagengarantie gebe. Der Händler ließ TÜV und AU machen und ließ den Wagen auch zu. Auch die Garantie unterschrieb er und gab sie uns mit den Unterlagen mit.
Der Kaufvertrag wurde mit dem ehemaligen Besitzer unter Ausschluß der Gewährleistung gemacht (ADAC-Standartvertrag)
Im TÜV Bericht waren keine Mängel angegeben.
Nach 80km, 02.11., gingen die Scheibenwischer nicht und ich bin in die Werkstatt gefahren. Elektronikschaden, Platine wurde ausgetauscht, der Wagen war 3 Tage in der Werkstatt. Kostenübernahme durch die Versicherung.
Vor 3 Tagen die nächste Fehlermeldung, ESP-Defekt, die Werkstatt kann eine Übernahme durch die Garantie nicht garantieren, da der Fehler viele Ursachen haben kann.
Heute wurde beim Wechseln der Sommer- auf Winterreifen festgestellt, das die Bremsscheiben inkl. Klötze so abgefahren sind (Eisen auf Eisen), das der Wagen eigentlich keinen TÜV mehr hätte bekommen dürfen. Kosten 720,--
Ich bin in der Zeit ca 1200km gefahren. Muß der Händler haften oder der Verkäufer? Der Händler sagt nur, er hat den Wagen nur vermittelt und der Verkäufer sagt, der Wagen wäre im einwandfreien Zustand übergeben worden. Habe ich ein Recht auf Nachbesserung oder muß ich die Kosten allein übernehmen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ansprüche gegen den Verkäufer werden Sie nicht haben, wenn im Kaufvertrag wirksam die Sachmangelgewährleistung ausgeschlossen wurde. Nach Ihrer Schilderung war dies der Fall, aber zu einer verbindlichen Aussage wird die genaue Kenntnis des Vertragstextes notwendig sein.

Der Gewährleistungsauschluß greift nur dann nicht durch, wenn der Verkäufer Ihnen Mängelfreiheit garantiert hat oder Mängel arglistig verschwiegen hat. Dafür liegen nach Ihrer Schilderung aber keine Anhaltspunkte vor. Das arglistige Verschweigen von Mängeln müssten Sie außerdem auch beweisen, was bei den von Ihnen geschilderten Fehlern kaum möglich sein wird.

Eine vertragliche Haftung des Verkäufers für die Ihnen entstandenen Mängelbeseitigungskosten kann ich daher nicht erkennen. Auch schuldet er keine Nachbesserung, denn die Gewährleistungsansprüche sind ja ausgeschlossen worden.

Ansprüche werden Sie daher allenfalls gegen den Händler aus der Garantievereinbarung geltend machen können. Hierzu wird es aber konkret auf den Inhalt der Garantievereinbarung ankommen. Werden die geschilderten Schäden davon abgedeckt, wird Ihnen ein Anspruch aus der Garantie zustehen. Dies sollten Sie aber, wenn der Händler die Übernahme der Kosten ablehnt, konkret durch einen Anwalt klären lassen, dem Sie die Vertragsunterlagen (samt Garantie) zur Prüfung vorlegen sollten.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt



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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

www.andreas-schwartmann.de
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