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Autokauf Privat an Privat trotz nachfrage Mängel verschwiegen

| 05.02.2013 08:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo,
habe mir vor kurzem ein Auto von Privat gekauft. Bei der Begutachtung ist mir aufgefallen dass das Auto ungewöhnlich tief da steht. Auf Nachfrage ob hier nachträglich ein Fahrwerk oder ähnliches verbaut wurde hat das der Verkäufer verneint daraufhin hat mein Vater ebenfalls nachgefragt woraufhin der Verkäufer es nochmals verneinte. So jetzt steht das Fahrzeug bei mir zu Hause und beim Reifen wechseln ist mir das Sportfahrwerk aufgefallen leider ohne Zulassung und ohne TÜV. Jetzt muss ich auf meine Kosten das Komplette Fahrwerk tauschen.
Kann ich vom Verkäufer die Kosten zurück fordern?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Umstand, dass trotz anderweitiger Vereinbarung ein nicht zugelassenes Fahrwerk eingebaut ist, stellt einen Mangel im Sinne des § 434 BGB dar.
Grundsätzlich müssten Sie nun zunächst Nacherfüllung gemäß § 440 BGB verlangen. Dies bedeutet, dass Sie vom Verkäufer die Behebung des Mangels oder die Lieferung eines anderen gleichwertigen mangelfreien Fahrzeugs verlangen müssten. Letzteres dürfte hier wohl schon ausgeschlossen sein, da es sich um einen gebrauchten Wagen handelt und in einem solchen Fall eine Nachlieferung nur ausnahmsweise möglich ist.

Aber in Ihrem Fall müssen Sie wohl auch keine Reparatur vom Verkäufer verlangen, sondern können den Mangel selbst beheben (lassen) und die entstehenden Kosten als Schadensersatz geltend machen. Grund hierfür ist, dass wohl eine arglistige Täuschung durch den Verkäufer vorliegt, womit eine Fristsetzung zu Nacherfüllung gemäß § 440 S. 1 i.V.m. § 323 Abs. 2 Nr. 3 BGB entbehrlich ist.
Nach der Rechtsprechung handelt ein Verkäufer bereits dann arglistig, wenn er zu Fragen, deren Beantwortung erkennbar maßgebliche Bedeutung für den Kaufentschluss seines Kontrahenten hat, ohne tatsächliche Grundlagen ins Blaue hinein unrichtige Angaben macht (BGH, Urteil vom 07.06.2006, Aktenzeichen: VIII ZR 209/05).

Sie können also das Fahrwerk austauschen und die dabei entstehenden Kosten von dem Verkäufer verlangen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Sollte etwas unklar geblieben sein, dann zögern Sie bitte nicht die Möglichkeit der Nachfrage zu nutzen.
Über eine (positive) Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Rambeck

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2013 | 10:20

Ok, danke.
Wie soll ich jetzt abervorgehen soll ich bei der Polizei eine Anzeige stellen oder benötige ich einen Anwalt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2013 | 10:35

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Eine Anzeige bei der Polizei sollten Sie stellen, wenn Sie beispielsweise eine Bestrafung des Verkäufers wegen Betruges wünschen.

Ansonsten sollten Sie das Fahrwerk austauschen (lassen) und den Verkäufer auffordern Ihnen die dabei anfallenden Kosten zu erstatten.
Sollte der Käufer sich weigern diese Kosten zu übernehmen, dann sollten Sie sich einen Anwalt nehmen, der Ihren Anspruch für Sie gerichtlich durchsetzt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Über eine (positive) Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Rambeck

Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.02.2013 | 10:43

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