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Autokauf,Rückrufaktion -Kostenübernahme? (lang!)


| 09.11.2006 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Kugler



Sehr geehrte Damen und Herren,
Hallo Frag-einen-Anwalt-Team;

Wir haben am 16.03.2004 über deinen authorisierten Fiat-Partner ein Fiat Punto gekauft.
EZ des Auto´s: 31.05.2002
Kaufpreis: 8990 Euro (Finanzierung)
KM: ca. 23000

Das Auto wurde mit neuem TÜV und einer kleinen Inspektion (so im Serviceheft und Kaufvertrag vermerkt) am 19.03.2006 übergeben. Kaufvertrag läuft auf meine Lebensgefährtin, KFZ sowie Versicherung hierfür läuft ebenfalls auf Sie.

Das Auto wurde mit einer Händler-Garantie von 2 Jahren sowie Herstellergarantie (beginnend ab EZ) gekauft. Beides somit März 2006 bzw. Mai 2006 erloschen.

Im April 2004 wurden wir durch Fiat Deutschland (Sitz: Heilbronn) über eine Rückrufaktion bezüglich einer Anhängerkupplung per Einschreiben informiert. Da wir diese nicht haben, wurde dies nicht berücksichtigt.

Am 16.09.2006 ist die Halterin mit dem Auto aufgrund eines Defektes liegen geblieben. Es wurde der ADAC benachrichtigt, welcher nach erster Einschätzung einen Verdacht auf Defekt Einspritzpumpe / Motorsteuerung festgestellt hat.

Das Auto wurde durch den ADAC mit der Halterin zur Vertragswerkstatt, wo das Auto gekauft wurde, abgeschleppt. Im Gespräch mit dem Servicemitarbeiter wurde vorab eine Überprüfung des Defektes ohne Reparaturauftrag - leider nur mündlich - festgehalten. Es sollte zur Information Dienstags 19.09.2006 hierzu einen Rückruf geben.

Da das KFZ erst ca. 66 TKM gelaufen hat, haben wir uns parallel zum Überprüfungsauftrag telefonisch am 16.09.2006 an den Fiat-Service gewendet. Diese teilten uns telefonisch mit, dass für unser KFZ für den Zeitraum 04.07.2003 - 04.07.2005 eine Servicerückrufaktion (Fiat-Nummer 4679) vorliegt.

Die Rückrufaktion beinhaltet ein Softwareupdate bzw. Prüfung ggfls Austausch des Motorsteuergerätes!

Dieses wurde anhand der Fahrgestellnummer festgestellt. Im System der Fiat AG ist dieser Rückruf als "offen" deklariert. Eine Benachrichtigung hierüber haben wir nie erhalten. Das Auto wurde uns daher im März 2004 mit einem bekannten Mängel verkauft.

Zum Dienstag 19.09.2006 rief uns der Fiat-Partner an, dass unser KFZ repariert wurde und die Rechnung 605 Euro ausmacht. Zu keinem Zeitpunkt lag ein Reparaturauftrag vor.

Die Rechnung haben wir Bar am 23.09.2006 vor Ort bezahlt. Zu diesem Zeitpunkt war ebenfalls der Geschäftsführer vor Ort. Wir haben Ihn mit der Servicerückrufaktion konfroniert - er versprach uns mündlich, dies zu prüfen und willigte ein, dass die Zahlung der Rechnung unter Vorbehalt sowie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht geleistet wird.

Er Versprach uns, binnen 3 Wochen dies mit dem zuständigen Aussendienstmitarbeiter zu klären, da er von sich aus eine Kostenübernahme ausgeschlossen hat.

Zum 21.09.2006 wurde durch uns ein Schreiben aufgesetzt (Korrekturgelesen durch einen Jurist mit 1. Staatsexamen). Im Schreiben selbst haben wir die offenen Punkte erneut reklamiert und um eine Stellungnahme gebeten.

Diese ist bis heute ausbleibend. Eine Kopie des Schreibens kann gerne zugestellt werden!

Der Mängel (Servicerückruf wegen Motorsteuergerät) war zum Zeitpunkt des Kaufes der Fiat AG bekannt. Wir unterstellen dem Händler, dass er davon wusste uns wir nicht informiert wurden.
Für uns gibt es 2 Möglichkeiten:

- Übernahme der vollen Reparaturkosten sowie Schadensausgleich, da 2 Personen 1 Woche lang auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren (kein Leih-KFZ vorhanden)

- sofern keine Übernahnme Rückname ohne Kostenausgleich für gefahrene KM da Mängel am KFZ

Unsere Fragen:

Wie stehen die Chancen, dass wir das Geld (es sind 605 Euro) vom Händler / Hersteller erhalten? Ist eine Rückgabe des KFZ nach über 2 Jahren aufgrund des verschwiegenen Mängels samt Schadensersatz möglich?

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommt, benötigen wir weiterhin eine Anwältin / einen Anwalt, welcher uns gegenüber dem Händler / Hersteller vertritt.

Eine Rechtschutzversicherung liegt vor, diese deckt lediglich Kaufrecht und nicht Vertragsrecht ab.

Freue mich auf Ihre Antwort.

Bitte nur Experten in Sachen KFZ / Vertragsrecht / Kaufrecht! Gern im PLZ-Gebiet 76... (kein muss!)

Grüße

BlueSin

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Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2006 | 16:04

Hallo

vielen Dank für die Antwort per E-Mail! Eine Rückfrage hierzu:

Inwiefern kann ich den Beweis gegenüber dem Händler darlegen? Die Rückrufaktion bestand offiziell von der Fiat AG Deutschland mit Sitz Heilbronn.

Im PC der Fiat AG wird unser Auto für den Servicerückruf "Motorsteuergerät" als "offen" vermerkt - eine Benachrichtigung haben wir nie erhalten. Der Rückruf war uns zum Zeitpunkt des Kaufes 03/04 nicht bekannt - eine Information hierüber haben wir nicht. Ist dies als Beweis ausreichend?

Für einen anderen Rückruf (Defekt Anhängerkupplung) wurden wir per Einschreiben durch Heilbronn informiert. Die Halterdaten wurden durch das Kraftfahrzeugbundesamt an den Hersteller übermittelt.

Aufgrund des Datenschutzes gelang es uns jedoch nicht durch die Fiat AG festzustellen, an wen die Rückrufinformation im Sommer 2003 gesendet wurde - besteht für Sie als Anwalt die Möglichkeit, diese Daten schriftlich zu erhalten?

Gesetz dem Fall, die Information des Rückrufes gelang zum Vorbesitzer bzw. Händler, welches das Auto 2002 ausgeliefert hat - wie sieht es hier mit Beweis bzw. Kostenübernahme aus?

Wir können leider nicht ausschließen, dass der Defekt im Motorsteuergerät durch die nicht durchgeführte Servicerückrufaktion stattgefunden hat.

Wie verhält sich weiterhin die Tatsache, dass der Händler den Auftrag der Prüfung hatte, von sich aus jedoch gleich reparierte?

Ich werde Ihnen gern morgen meine Rechtschutzpolice via Fax zukommenden lassen.

Die Versicherung geht auf meinen Namen, meine Lebensgefährtin wurde 2004 erst nachgetragen (nach dem KFZ-Kauf) - denken Sie dass die Übernahme weiterhin gegeben ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2006 | 17:18

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn Sie von der Fiat AG eine Bestätigung erhalten, dass die Rückrufaktion vor Ihrem Autokauf erfolgte, sollte dies als Beweis genügen. Es ist in diesem Fall davon auszugehen, dass Ihr Händler eine Kenntnis von der Aktion und den möglichen Folgen hatte.

Zu beweisen wäre allerdings auch, dass der unterlassene Rückruf kausal für den Schaden am Fahrzeug ist.

Gegenüber der Fiat AG werde ich mich bemühen, herauszufinden an wen die Benachrichtigung über den Rückruf gegangen ist.

Der Rechtschutzfall ist erst nach Eintritt Ihrer Frau Ihrer Lebensgefährtin eingetreten, so dass Ihr Versicherer meine Vergütung übernehmen müsste. Gerne bin ich bereit, die Deckungszusage gegenüber Ihrem Versicherer einzuholen.

Wenn Sie mich beauftragen möchten, würde ich Sie bitten mir sämtliche Unterlage in Kopie entweder zu faxen, zu mailen oder per Post zu schicken.

Ich werde Ihnen eine email mit meiner Vollmacht senden, die Sie mir bitte bei Beauftragung ebenfalls unterschrieben an mich zurücksenden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bis dahin weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Sascha Kugler

Rechtsanwalt
Sascha Kugler
Alte Jakobstr. 85/86
10179 Berlin

Tel: +49 30 2345663-0
Fax: +49 30 234566336
www.ra-kugler.de
kontakt@ra-kugler.de
Skype ID: RechtsanwaltKugler

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