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Autokauf, Verkäufer will nicht mehr verkaufen.


11.05.2005 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Bei mobile.de war ein Expeditionsfahrzeug zum Preis von 36.900 Euro angeboten.

Mit dem Verkäufer, einem Mathematiklehrer, haben wir vergangenen Freitag einen Besichtigungstermin ausgemacht und sind dann 250 km gefahren um das Fahrzeug in Augenschein zu nehmen.

Beim Verkäufer waren wir ca. 8 Stunden und haben uns darauf verständigt, dass wir innerhalb von 48 Stunden uns eintscheiden, ob wir das Fahrzeug kaufen würden oder nicht.

Letzten Sonntag rief ich dann den Verkäufer an und bot ihm 35.000 Euro für das FZ incl. einer Enduro, die am Expeditionsmobil angehängt war. Der Verkäufer willigte unter der Bedingung ein, dass ich diesen Samstag das Fahrzeug bezahlen und abholen müsse.

Eine halbe Stunde nach dem Telefongespräch erhielt ich vom Verkäufer folgende Mail:

Betreff: Verkauf Expeditionsmobil
Lieber Jürgen ein bißchen traurig sind wir schon und der
preis ist absolute Schmerzgrenze aber das mobil kommt zu netten Leuten

und wir werden hoffentlich von euren Reisen viel zu erfahren

Konto Nr.84526009 BLZ 613 914 10 Voba Welzheim

Verkauf Expeditionsmobil mit Enduro 600XT zum Preis von 35000€

inkl.Zubehör

PS Vergiß bei der Abholung den Sekt nicht vielleicht kannst du ja noch die 200€

für 250l Sprit dazu überweisen.

Gestern, also 2 Tage nach dem Kauf, habe ich über meine Bank bei der Landeszentralbank einen Scheck über 35.000 Euro bestellt.
Als ich abends nach Hause kam, fand ich zwei Mails des Verkäufers vor:

10.5.05 16:59
Lieber Jürgen ich versuch schon den ganzen Tag dich zu erreichen jetzt per e-mail

Ich muß dir leider sagen dass wir es uns nacxh langer Überlegung doch anders überlewgt haben.Wir wollen das Mobil nicht verkaufen.Falls eine Überweisung stattgefunden hat,werde ich umgehend den Betrag zurücküberweisen inklusive den entstandenen Zinsen.

Es tut mir für euch leid aber so ist es nun mal,vielleicht findet ihr vom Innendesign ein schöneres.

10.5.05 17:11
Lieber Jürgen ich versuch schon den ganzen Tag dich zu erreichen jetzt per e-mail

Ich muß dir leider sagen dass wir es uns nach langer Überlegung doch anders überlewgt haben.Wir wollen das Mobil nicht verkaufen.Falls eine Überweisung stattgefunden hat,werde ich umgehend den Betrag zurücküberweisen inklusive den entstandenen Zinsen.

Auch kam von dir nicht wie versprochen ein mail der Bankabuchung oder irgend eine

Betättigung aber wie auch immer.

Es tut mir für euch leid aber so ist es nun mal,vielleicht findet ihr vom Innendesign ein schöneres und größeres

So und nun meine Fragen:
1.) Habe ich mit dem Verkäufer einen rechtstkräftigen Kaufvertrag abgeschlossen??
2.) Expeditionsmobile werden selten angeboten und dieses hier war verhältnismäßig sehr günstig. In der Regel sind diese unter 50.000 Euro nicht zu haben. Wir wollten Anfang Juni unbedingt für mehrere Monate nach Norwegen und Island und können diese Reise nun nicht antreten. Was raten Sie mir als Anwalt???


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen.

Der Verkäufer kann diesen auch nicht widerrufen.

Zur Geltendmachung der Schadensersatzansprüche sollten Sie dem Verkäufer nun eine Frist zur Lieferung des Fahrzeuges von 14 Tagen setzen ( bitte unbedingt mit Einschreiben / Rückschein und ein genaues Datum nennen ).

Erst danach können Sie Schadensersatzansprüche geltend machen und den Rücktritt erklären.

Auf beides sollten Sie aber schon in Ihrem Schreiben an den Verkäufer hinweisen.

Im übrigen rate ich Ihnen, einen Kollegen nach Fristablauf zu beauftragen. Unter dem Gesichtspunkt des Schadensersatzes wegen Verzuges wird der Verkäufer dann auch diese Kosten tragen müssen. Ist dort aber nichts zu holen, müssen Sie die Kosten allerdings selber tragen,

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2005 | 11:22

Vielen Dank für die superschnelle Antwort.

Sie schreiben "auf beides sollten Sie aber schon in Ihrem Schreiben an den Verkäufer hinweisen."...Dies ist mir unklar, vorallem mit dem "Rücktritt erklären."

Könnten Sie dies noch etwas erläutern.

Angenommen, der VK hat das FZ gestern an einen anderen Kunden weiterverkauft....was passiert dann?

Schadensersatz das klingt ja schön, aber wie kann man das beziffern???

Letzte Frage: Wird eine Email-Korrespondenz vor Gericht anerkannt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2005 | 11:50

Sie formulieren, dass Sie nach Fristablauf den Rücktritt erklären und auch Schadensersatz geltend machen werden.

Der Schaden kann sowohl in dem Differenzbetrag aus auch in der verpassten Reise liegen (wobei dort allerdings ersparte Reisekosten in Abzug zu nehmen sind). Eine genaue Schadensberechung kann aber nicht in diesem Forum erfolgen, da dieses nicht Gegenstand der Erstberatung sein kann.

Emai werden jetzt vom Gericht anerkannt.

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