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Autokauf, Leasing

19.01.2019 16:05 |
Preis: 45,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Leasing und Kaufvertrag Auto - verbundene Geschäfte?

Guten Tag,
meine Frage bezieht sich auf einen Autokauf.

Ich habe am Mittwoch dem 16.01.2019 in der Händlerniederlassung eine verbindliche Bestellung eines neuen Kraftfahrzeuges unterschrieben, in Verbindung mit einem Leasingantrag bei einer Leasingbank.

Ausschlaggebend für meine Unterschriften waren folgende Aussagen des Verkäufers:

1. Jahresbeitrag der empfohlenen KFZ Versicherung , inkl. Vollkasko ca 750.- Euro. Der Wagen ist für meinen
Sohn (18 Jahre alt, Fahranfänger), der von Anfang an beim Verkaufsgespräch dabei war. Der Verkäufer
wusste das und hat sich auch über die Ausstattung des Fahrzeugs ausschließlich mit meinem Sohn
unterhalten.
2. Effektiver Leasingzinssatz „ liegt zwischen 2,99 – 3,3 % „

Nachdem ich beide o.a. Verträge unterschrieben hatte stellte sich heraus, dass in der Versicherung mein Sohn als Fahrer gar nicht eingetragen werden sollte! Der unschlagbar günstige Beitrag für die Versicherung war für mich der ausschlaggebende Punkt, den Vertrag zu unterschreiben. Wenn mein Sohn als Fahrer angegeben wird, erhöht sich jedoch der Beitrag erheblich!

Außerdem stellte sich bei meiner Nachberechnung des Leasingvertrages zu Hause heraus, dass der effektive Zinssatz bei über 10% liegt. Der Leasingantrag enthält keine Angaben zum effektiven Zinssatz.

Meine Fragen:
1. Ich habe den Leasingantrag am 17.01.2019 per Einschreiben widerrufen. Ist das korrekt?
2. Ich möchte auch von der Bestellung des Fahrzeugs zurücktreten, da ich mich arglistig getäuscht fühle. Ist
das möglich? Was muss ich tun?
3. Muss ich ein korrigiertes Angebot, z.B. eine Finanzierung, des Händlers annehmen?

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben als Verbraucher das recht zum Widerruf innerhalb von 14 Tagen, sodass es auch richtig war, den Widerruf mit Einschreiben zu vollziehen. Ich würde diesen aber sicherheitshalber noch per Fax senden, da Sie nur dann den Zugang auch wirklich innerhalb der Frist beweisen können, falls der Brief länger braucht.
Damit wird dann auch der Autokaufvertrag rückabgewickelt, wenn es sich um ein verbundenes Geschäft handelt. Hierzu wären jedoch genau die Verträge zu überprüfen, was hier über die Plattform nicht möglich ist. Wenden Sie sich daher an den Verkäufer mit der Bitte, dieser soll Ihnen mitteilen, wie die Gesamtrückabwicklung nun erfolgen kann. Stellt er sich quer, melden Sie sich gerne bei uns.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2019 | 18:03

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich habe gelesen, dass die 14 Tage Widerrufsrecht nur gelten, wenn es sich um ein Fernabsatzgeschäft handelt.
Da ich den Vertrag im Verkaufsraum des Händlers unterschrieben habe, habe ich, laut meiner Information, kein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Autokauf.
Zur Information: das Auto wurde nicht für uns konfiguriert, sondern ist bereits verfügbar.
Nach Ihrer Aussage ist der Autokauf in Verbindung mit dem Leasingvertag ein verbundenes Geschäft, das ein 14-tägiges Widerrufsrecht beinhaltet. Habe ich das richtig verstanden?
Meine Frage, ob ich ein korrigiertes Angebot des Händlers annehmen muss, haben Sie leider nicht beantwortet. Müsste ich in diesem Fall das Auto abnehmen?

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2019 | 00:14

Das Widerrufsrecht gilt i.d.R. bei Ihrem Leasingvertrag, auch wenn im Autohaus unterschrieben. Bitte prüfen Sie hier die Belehrung. Ohne Vertrag kann ich nicht beurteilen, ob Sie hier richtig belehrt wurden.

Um eine Aussage machen zu können, ob ein verbundenes Geschäft vorliegt oder eben nur ein Eintrittsmodell (bei diesem hat der BGH die Anwendung eines verbundenen Rechtsgeschäfts nicht als gegeben angesehen), müssen Ihre Verträge geprüft werden. Alles andere ist leider Spekulation.

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