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Autokäufer meldet sich nicht mehr


| 11.09.2017 11:58 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers


Zusammenfassung: Bezahlt der Käufer beim einem Kaufvertrag nach Vertragsschluss den Kaufpreis nicht und nimmt die Ware nicht ab, kann neben dem Anspruch auf Erfüllung, d.h. Zahlung des Kaufpreises gegen Übergabe der Ware auch ein Anspruch auf den Differenzschaden bei erneutem Verkauf bestehen.


Autokäufer meldet sich nicht mehr
Sehr geehrte Damen u Herren,
Ich habe im Netz ein Auto angeboten..der Käufer hat nach Telefonat gesagt er will das Auto nehmen...
Mir erklärt das er sich das Auto finanzieren will über eine Leasinggesellschaft..
Musste dann mit der Gesellschaft Kontakt aufnehmen, habe ich dann und der Sachbearbeiter erklärte mir am Telefon das er meine ganzen Daten benötige sowie Bankverbindung.
Habe der Leasinggesellschaft per email am 15ten des vergangenen Monats geschrieben, das ich Privatverkäufer bin u ich bestätige hiermit das Herr Sowieso mein Auto zu dem Preis von 19900€ mir abkauft u ich zustimme.. dies habe ich auch an die email des Käufers weitergeleitet...Das Auto wurde sofort aus dem Netz genommen, da ja Vertrag...
Das Geld sollte mir überweisen werden u ich nach Geldeingang dem Käufer Bescheid geben, damit er das Auto holen kann...
Er hat mir erklärt das bei der Leasinggesellschaft er 15% Anzahlung leisten müsse... nach 1 Woche kein Geldeingang rief ich bei der Gesellschaft an, was denn los sei.., die erklärten mir sie haben den Vertrag den der Käufer am 17ten zugefaxt bekommen habe noch nicht erhalten hat...
Käufer angerufen, was los ist, er schickt mich ständig auf die Bank u derweil noch nicht mal den Vertrag zurückgesendet.
Am 27ten haben Sie den dann endlich erhalten.. die Bestätigung hat er mir zugesendet... Nach 1 Woche immer noch nichts... habe Leasinggesellschaft angerufen u gefragt was denn nun los ist... und er auch angerufen... Habe derweil im Internet recherchiert und gelesen das gegen Sachbearbeiter über 120Anzeigen vorliegen, da der gar nicht auf einen Vertrag aus ist.. er hat in den AGBS stehen, das bei Nichtzustandekommen des Vertrags er die Anzahlung sich einbehält usw...
Habe dies dem Käufer mitgeteilt und mich mit Ihm geeinigt, das er ja Widerrufsrecht dies umgehend per Einschreiben kündigt u sich dann an seine Hausbank wendet... Und zugleich habe ich dann aber per email Ihm eine Frist gesendet, das Auto bis zum 16ten neuen Monats zu holen... Antwort kommt keine mehr.. Will das Auto auch nun nicht mehr.. Hat gesagt ich solle es verkaufen.. Habe ihm geschrieben, wenn das Auto in der 2 Wochen Frist wo er per email erhalten hat nicht abholen will, dann hab ich einen enormen Schaden, (da ich am 17ten also 2 Tage nach Vertragsabschluss schon mein anderes Auto anbezahlt habe bei einem Privatverkäufer) und das Auto auf die schnelle auch nicht losbekomme vor anstehendem Winter u den Vertrag nach der Frist lösen will (und die Differenz, falls das Auto für 15000€ verkauft wird, nur um es schnell loszubekommen und quasi meine Rechtsanwaltkosten ich rechtlich einklagen lassen werde...) juckt dem gar nicht... Flippe echt aus... das Auto ist immer noch nicht im Netz, da er vertraglich ja gesehen der Käufer ist.... Bitte um Rückmeldung, ob ich meine Anwaltskosten u die Differenz einklagen kann...
Mfg

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Zunächst einmal dürfte mit der Zusage des Käufers, das Fahrzeug zu nehmen und Ihrer Annahme ein Kaufvertrag zustande gekommen sein. Allerdings lässt sich eine telefonisch geschlossener Kaufvertrag in der Regel nur schwer beweisen. Hier gehe ich davon aus, dass aufgrund des Schriftverkehrs etc. aber ein Zustandekommen des Kaufvertrages beweisen werden kann – dies wäre ggf. noch einmal zu überprüfen.

Bei einem Kaufvertrag haben Sie natürlich das Recht, Erfüllung, d.h. Zahlung des Kaufpreises gegen Abnahme des Fahrzeugs zu verlangen. Nach einer entsprechenden Fristsetzung befindet sich der Käufer in Verzug, so dass er damit grds. auch verpflichtet ist, den Verzugsschaden, wozu auch entstehende Anwaltskosten gehören, zu ersetzen.

Sie haben jetzt die Möglichkeit, den Käufer auf Erfüllung in Anspruch zu nehmen, d.h. den Kaufpreis Zug um Zug gegen Übergabe des Fahrzeugs zu fordern. Alternativ können Sie vom Vertrag zurücktreten und den entstehenden Schaden geltend machen. Dazu gehört u.a auch der Differenzschaden, d.h. der Mindererlös, den Sie jetzt bei einem Verkauf erzielen. Sie haben hierbei allerdings eine Schadenminderungspflicht, d.h. Sie sollten das Fahrzeug nicht deutlich unter Wert und nicht zur Unzeit verkaufen. Daneben können z.B. Kosten einer erneuten Anzeige im Internet und ggf. auch ein Ihnen entstehender Zinsschaden zu ersetzen sein.

Zusammengefasst bestehen bei der Annahme eines Kaufvertrages gut Aussichten, dass Sie Anwaltskosten und den Differenzschaden erfolgreich geltend machen können. Vermutlich ist daher ein Rücktritt auch eher zu empfehlen, als den Käufer auf vollständige Zahlung zu verklagen, da es hier dauern kann, bis Sie den vollständigen Betrag erhalten, zumal der Käufer ja auch nicht über die größten Geldmittel zu verfügen scheint.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen. Bei Rückfragen melden Sie bitte bei mir.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 13.09.2017 | 00:36


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ich bedanke mich recht herzlich für die kompetente Beratung...
Mfg "
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