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Autohändler verkauft Auto als Privatmann, nach 3 Monaten erhebliche Mängel

| 20.07.2012 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


17:30
Guten Tag,

folgende Situation.

Autohändler A bewirbt Gebrauchtauto zum Verkauf. B interessiert sich für dieses scheckheft gepflegte Auto und ist bereit über den Wert hinaus zu bezahlen, da scheckheft gepflegt und techn. (angeblich) einwandfrei, da tüv und Au am Tage des Kaufes neu gemacht werden würde, und ggf Mängel sofort beseitigt werden würden.
A entpuppt sich als Privatmann im eigenen Geschäft, da Gebrauchtauto eigentlich aus Privatbesitz. (Auto im Showroom!)
Da tüv und Au einwandfrei gemacht wurden, kauft B das Auto zu ca 10.000 euro.

Wäre A lediglich privatmann, sprich ohne techn. Know How, hätte B den wagen nie erworben! Da A aber Spezialist für Autos ist, war das <vertauen von B in A als Fachman gestärkt.

Nach drei Monaten fährt B in eine Vertragswerkstatt. (Auto dort bekannt unter altem Nummerschild des Vobesitzers- allerdings nicht A sondern, der Vorbesitzer vor des A)

B lässt Auto bei V (Vertragswerkstatt) stehen, da das Auto scheinlich Probleme macht. Aus Zeitmangel erst drei Monate später.

Es entsteht ein Aufwand von V an B von ca. 500 Euro. und weitere Kosten durch Kostenvoranschlag von 3000 euro, Auto sonst gänzlich defekt.

Hier eine Auflistung:
Kraftstoffpumpe defekt ( B hat durch Betriebanleitung stets richtig getankt)
NOX sensor defekt
Temperatur, Abgas, Kühlmittelsensor defekt
Saugrohrklappe defekt,
Update Motor muss neu
Hinterreifen nur noch 3mm
Wischanlage defekt


ergänzung
A ist Autohändler für Ankauf und Verkauf, tritt in diesem Fall aber als Privatmann zum Vorschein, da Auto angeblich aus Privatbesitz. A taucht aber nicht im Fahrzeugbrief auf!
Vorbesitzer nicht aufzufinden. Die Anschrift des A seines Fimensitzes ist die gleiche wie im Kaufvertrag. Inhaber des betriebes ist allerdings die Frau.

B hat Sorge dass er auf den Kosten sitzt, vermutet aber dass HU gefälscht und schäden vorzeitig bekannt waren, daher Privatverkauf. Sollte der Kaufvertrag aber nichtig sein, da A eindeutig als Händler und nicht als Privatmann hervortritt, dann gewährleistungsanspruch?

20.07.2012 | 16:40

Antwort

von


(563)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Sie sollten den Kaufvertrag prüfen, ob dort die Gewährleistung ausgeschlossen worden ist, was nur bei dem Verkauf von Fahrzeugen durch Private zulässig wäre.

War dies nicht der Fall, haftet Ihnen A für allem Mängel. Sie sollten ihn in diesem Fall nachweisbar (durch EINWURFEinschreiben, nicht ÜBERGABEEinschreiben) zur Beseitigung der konkret zu benennenden auffordern und eine Frist von z.B. 2 Wochen setzen. A ist dann aber berechtigt, den PKW selbst zu reparieren, Sie dürfen ihn nicht, jedenfalls nicht ohne Weiteres, selbst reparieren lassen und die Koste einfordern.

Dass A sich möglicherweise zu Unrecht als Privatmann ausgegeben hat, weil er angab sein privates Auto zu verkaufen, aber nie im Kfz-Brief eingetragen war, führt nicht zur Nichtigkeit des Vertrags und zum Verlust Ihrer Gewährleistungsrechte.

Es könnte aber zu Unwirksamkeit eines etwaig vereinbarten Gewährleistungsausschlusses führen. Dies wäre im Übrigen auch dann der Fall, wenn Mängel arglistig verschwiegen worden sind, wofür insbesondere auch eine gefälschte Hauptuntersuchung sprechen würde.

Sollte A auf das Schreiben nicht reagieren, kann ich Ihnen nur empfehlen einen örtlichen Anwalt zu kontaktieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 20.07.2012 | 17:15

Vielen Dank für Ihre Antwort,

Leider wurde ich falsch verstanden. Alles was Sie mir mittgeteilt haben, wusste ich bereits durch nächtelanges BGB wälzen. Ich hoffe sehr, dass sie auf die Frage nochmal eingehen.

Der private Kaufvertrag (ADAC Standart) schließt die Gewährleistung aus. Das ist bekannt. Da aber der angebliche Besitzer (Händler A) nicht im fahrzeugbrief eingetragen ist, sondern der Vorbesitzer. So kann man doch davon ausgehen, dass A einen gewerblichen Gewinn erzielt hat! -UND somit B Anspruch auf Widergutmachung gegenüber A hat.

Falls der Vorbesitzer aufzufinden ist und der kaufvertrag nachweislich mit einem Händler abgeschlossen wurde, gibt es dann Hoffnung?

oder Möglichkeit 2. Die Werkstatt, wo Tüv und AU, gemacht wurden, haben mit A einen GEWERBLICHEN RABATT vereinbart. Das wäre Nachweis, das er kein PRIVATMANN sondern HÄNDLER zu dem Zeitpunkt war und somit Gewährleistungsansprüche bestehen.

Ich kann mir keinen Anwalt mehr leisten. Daher kann ich nur einen in Auftrag geben, wenn die Möglichkeit besteht, den Fall auf eigener Seite zu haben.






Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.07.2012 | 17:30

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich die Nachfrage wie folgt:

Soweit ich Sie verstanden habe, ist A im Kaufvertrag als Verkäufer genannt und damit auch Ihr Ansprechpartner, nicht der im Brief genannten Vorbesitzer, der nicht mehr auffindbar ist.

Sie müssten in diesem Fall entweder beweisen, dass A gewerblich handelte, was aufgrund der Umstände (gleiche Adresse wie das Gewerbe, nicht im Schein eingetragen, gewerblicher Rabatt wegen TÜV) möglich sein dürfte, so dass der Ausschluss der Gewährleistung unwirksam war.

Dasselbe wäre der Fall, wenn Sie beweisen könnten, dass A bestimmte Mängel bei Übergabe bereits bekannt waren. Ggf. hat das Auto bereits irgendwelche Auffälligkeiten gezeigt, die A als Fachmann bereits auf bestimmte Mängel hätten hinweisen müssen, Ihnen aber verborgen geblieben sind. Gleiches wäre der Fall, wenn Sie beweisen könnten, dass die Hauptuntersuchung gefälscht ist.

Ob Sie dies im Falle eines Prozesses beweisen könnten, kann ich an dieser Stelle nicht abschließend beurteilen, da dies auch davon abhängt, ob etwaige Zeugen sich bei der Vernehmung nach etlichen Monaten noch erinnern können usw. Ich kann Ihnen daher nicht versprechen, ob die Investition in einen Anwalt sich rentiert. Erfahrungsgemäß erzielt man aber mit anwaltlicher Hilfe meist bessere Ergebnisse als ohne.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 20.07.2012 | 17:53

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