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Auto zugeparkt. Weggefahren. Fahrerflucht? Regressansprüche berechtigt?

| 10.04.2014 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Ein strafbares unerlaubtes Entfernen vom Unfallort scheidet mangels Vorsatz aus, wenn der Unfallbeteiligte den Unfall überhaupt nicht bemerkt hat.

Hallo.
Ich stand auf einem frei zugänglichen Parkplatz. Als ich zum Fahrzeug zurück kam, stand ein anderes Fahrzeug quer vor meinem Fahrzeug und wollte offensichtlich das ausparken für mich unmöglich machen. Ich habe durch Hupen auf mich aufmerksam gemacht. Es kamen Kinder (etwa 10 jährig) angelaufen. Sie sagten mir, daß der Besitzer des Fahrzeugs nicht da (zu Hause) sei.
Ich dachte ok, dann kann also keiner das Fahrzeug wegfahren. Ich guckte mir die Parksituation während des Einsteigens meines Kindes an und dachte, ok, ich kann mit vielen Rangierbewegungen die Parklücke verlassen und habe dies auch gemacht.
Als ich zu Hause angekommen war, rief mich meine Bekannte, die ich besucht habe an und sagte mir, dies sei ein privater Parkplatz, was schwer zu sehen sei und ich sollte mich mit dem Besitzer des Fahrzeugs in Verbindung setzen. Angeblich hätte ich das andere Fahrzeug beim Ausparken berührt.
Mir war beim Ausparken nichts dergleichen aufgefallen. Lediglich einen Zeugen habe ich über den Parkplatz laufen gesehen, der geschaut hat. Dieser sprach mich aber nicht an.
Ich habe dann den angeblichen Inhaber des Parkplatzes/Stellplatzes angerufen und mich erkundigt,was denn los sei. Ich wurde gleich wortreich auf mein Fehlverhalten hingewiesen und hätte angeblich eine Delle und Farbspuren am zuparkenden Fahrzeug hinterlassen.
Da ich davon nichts bemerkt habe und auch versichert habe, daß ich keinen Streit suche und unwissentlich diesen Stellplatz benutzt habe und mir dann direkt verbal Fahrerflucht und Führerscheinentzug und eine Anzeige angedroht wurden, habe ich wegen Unsachlichkeit das Telefonat beendet.
War das nun Fahrerflucht? Soll ich direkt zur Polizei gehen?

Ich konnte an meinem Fahrzeug nur eine winzige Stelle finden, die auf eine Berührung mit einem anderen Fahrzeug hinweisen könnte. Sieht aus, als hätte man mit einer Nadel einen Kratzer von 0,5 cm gemacht.

Muss ich den angeblichen Schaden des Anderen beheben? Kommt der mit einer Anzeige durch? Er hat offensichtlich meine Ausfahrt blockiert. Wie soll ich mich verhalten?

An einem weiteren Telefonkontakt bin ich nicht interessiert. Meine Daten habe ich nicht hinterlassen. Aber der Mensch hat offensichtlich Zeugen, auf die er sich berufen wird.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Natürlich durften Sie das Telefonat beenden. Sie sind nicht dazu verpflichtet, mit Menschen zu sprechen, die Ihnen blöd und unsachlich kommen.

Unfallflucht bedeutet juristisch das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Dazu gehört aber, dass Sie den Unfall auch bemerkt haben müssen, denn ohne Kenntnis von einem Unfall, können Sie den Unfallort ja auch nicht vorsätzlich verlassen. Eine fahrlässige Unfallflucht gibt es nicht.

Sie sind nicht dazu verpflichtet, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, wenn Sie keinen Unfall bemerkt haben und auch bezweifeln, dass überhaupt ein Unfall stattgefunden hat.

Wenn das angebliche Unfallopfer Sie angezeigt hat, ermittelt die Polizei nun wegen Unfallflucht gegen Sie - dann dürfte aber in Kürze auch ein Polizeibeamter bei Ihnen vorstellig werden, um sich Ihr Fahrzeug einmal anzusehen.

Es wird dann ein Gutachten eingeholt, ob der Schaden an Ihrem Auto von einer Berührung mit dem Fahrzeug des "Opfers" herrührt.

Dann wird das Verfahren wegen Unfallflucht aber mit großer Wahrscheinlichkeit eingestellt werden, weil man Ihnen nicht nachweisen kann, dass Sie den Unfall überhaupt bemerkt haben.

In Betracht wird dann allerdings ein Schadensersatzanspruch kommen, bei dem jedoch ein etwaiges Mitverschulden des anderen Fahrers zu berücksichtigen sein wird.

Derzeit müssen Sie aber nichts veranlassen, sondern sollten in Ruhe abwarten, ob man an Sie herantritt.

Im Falle eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens sollten Sie dann einen Anwalt beauftragen, Ihre Rechte zu vertreten - dazu dürfen Sie sich gerne auch an mich wenden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 10.04.2014 | 23:00

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