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Auto zu günstig verkauft Rücktritt vom Vertrag ?

12.07.2017 22:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo alle zusammen !

Ich habe heute das Auto von meiner Freundin (Was auf ihren Vater angemeldet ist)
zu einem zu günstigen Preis verkauft und möchte den Kaufvertrag Rückgängig machen.
Da ich auch keine Vollmacht hatte das Auto zu verkaufen und mir das Auto nicht gehört kann ich doch eigentlich vom Vertrag zurücktreten sehe ich das richtig ?

Ich habe auch keine Kopie vom Vertrag bekommen oder sonstiges,
auf dem Kaufvertrag stand der Kaufpreis, Datum & Uhrzeit und das ich "100€" als Anzahlung erhalten habe.
Das Kleingedruckte habe ich leider nicht gelesen.
Ich habe mit dem Verkäufer mündlich abgemacht, dass sobald das Auto abgemeldet ist ich anrufen soll & er würde ein Abschleppdienst vorbeikommen lassen die mir das restliche Geld geben und das Auto mitnehmen.

Die Frage ist...
Ist der Vertrag rechtskräftig und kann ich noch zurücktreten und die 100 Euro zurückgeben ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich, vorbehaltlich einer Prüfung des Vertragsinhaltes (insbesondere des Kleingedruckten) und des Geschehens, das zum Vertragsschluss führte, wie folgt.

Wenn Sie nicht geschäftsunfähig oder beschränkt geschäftsfähig sind, haben Sie einen wirksamen Kauf-Vertrag abgeschlossen.

Sie verpflichten sich damit, das Fahrzeug zu übergeben und zu übereignen (§ 433 Abs. 1 S. 1 BGB).

Jeder kann sich auch zu Unmöglichem verpflichten (§ 311a Abs. 1 BGB).

> Ein Rücktritt Ihrerseits scheidet aus, da es keinen gesetzlichen Grund gibt.

Da Sie nicht Eigentümer des Fahrzeugs sind und auch nicht im Fahrzeugbrief stehen, können Sie dem Käufer das Eigentum nicht verschaffen, wenn der Eigentümer nicht zustimmt (§ 275 Abs. 1 BGB).

Der Verkäufer kann seinerseits vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz verlangen (§ 275 Abs. 4 BGB, § 311a Abs. 2 / § 283 BGB i.V.m. § 280 Abs. 1 und 3 BGB).

Das heißt der Käufer kann sich ein vergleichbares Fahrzeug anderweitig anschaffen und von Ihnen die Differenz zwischen den Kaufpreisen verlangen (§ 249 BGB).

> Nehmen Sie umgehend Kontakt mit dem Käufer auf und versuchen Sie eine Einigung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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