Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auto war in Reparatur - noch am selben Tag ist der Turbolader kaputtgegangen

15.11.2010 23:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


12:56
Ich habe mein KFZ zur Reparatur gebracht, weil beim Beschleunigen immer ein Pfeifton zu hören war. Ich habe Ihnen gesagt, sie sollten bitte herausfinden, woher dieser Pfeiffton kommt. Im Auftrag steht:
-Abgasanlage undicht? Krümmer? Turbo?
Später rief man mich, der Wagen wäre wieder in Ordnung. Das Flexrohr war undicht. Kosten: 240 €. Ich habe extra nochmal gefragt, ob sie eine Probefahrt gemacht haben und ob der Pfeiffton weg wäre. Das haben Sie bejaht.
Auf dem Weg nach Hause habe ich bemerkt, daß dieser Pfeiffton noch da war und bin wieder zur Werkstatt. Der Monteur hat gesagt, er wüsste von Nichts, man hätte ihm nur gesagt, er solle den Auspuff reparieren und ich sollte am Montag wiederkommen. (PKW war am Freitag in der Reparatur). Noch am selben Tag ist der Turbolader, samt Katalysator und kompletter Auspuffanlage kaputtgegangen. Kosten: 2500 €.
Muss ich diese 2500 € wirklich zahlen, obwohl ich ausdrücklich auf den Turbolader hingewiesen habe?
Ich habe der Werkstatt gesagt, daß ich nicht bereit bin, diese Reparatur zu bezahlen, da ich der Meinung bin, dass sie nicht gründlich genug nach dem Fehler gesucht haben.
Was soll ich als nächstes tun? Die Werkstatt will mich morgen anrufen. Der Wagen ist noch nicht repariert.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
15.11.2010 | 23:51

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Sie den Betrag von € 2.500,- überhaupt nur dann bezahlen müssten, wenn Sie nun einen Auftrag zur Reparatur des Turboladers und Auspuffs erteilen würden.

In Anbetracht der Vorgeschichte stellt sich natürlich die Frage, ob dies sinnvoll wäre. Von einem überstürzten Reparaturauftrag würde ich in jedem Fall abraten.

Es bestehen im Grunde zwei Möglichkeiten:

Möglich ist, dass die Werkstatt bei dem ersten Reparaturversuch den eigentlichen Fehler schlichtweg übersehen hat und gar keine ordnungsgemäße Reparatur vorgenommen hat. In diesem Fall hätten Sie einen Anspruch auf Rückzahlung der ursprünglich gezahlten € 240,-.

Möglich ist auch, dass die Werkstatt bei dem ursprünglichen Reparaturversuch den jetzigen großen Schaden verursacht hat oder der Schaden dadurch eingetreten ist, dass sie den wirklichen Fehler übersehen hat. In diesem Fall hätten Sie nicht nur einen Rückzahlungsanspruch i. H. v. € 240,-, sondern wohl auch einen Schadenersatzanspruch i. H. v. € 2.500,-.

Sie haben das Fahrzeug mit dem Mangel "Pfeifton" zur Reparatur gegeben. Da der Mangel, wie Sie geschrieben haben, gar nicht beseitigt wurde, ist es natürlich möglich, dass der große Schaden am Turbolader dadurch eingetreten ist, dass die Werkstatt etwas übersehen hat. Möglicherweise wäre der große Schadeneintritt zu verhindern gewesen, wenn die Werkstatt den Fehler gefunden hätte.

Das Problem an der Sache ist allerdings, dass Sie dies alles nicht wissen. Sie können nur spekulieren, inwiefern die Werkstatt verantwortlich ist. Sie haben zwar einen konkreten Reparaturauftrag erteilt und die Werkstatt auf mögliche Fehlerquellen hingewiesen. Allerdings wissen Sie nicht (und können vor allem nicht beweisen), dass die Werkstatt den großen Schaden zu verantworten hat.

In Anbetracht der Höhe des Schadens würde ich Ihnen dazu raten, das Fahrzeug bei dieser Werkstatt nicht reparieren zu lassen und es statt dessen einem Sachverständigen für das KFZ-Wesen vorzustellen. Nur dieser kann die technischen Hintergründe beurteilen und einschätzen, wie der Schaden entstanden ist und wer ihn zu verantworten hat.

Darüber hinaus sollten Sie einen Berufskollegen vor Ort mit dieser Angelegenheit konsultieren, der Ihre Interessen gegenüber der Werkstatt vertritt.

Ich gehe davon aus, dass es ohne ein Sachverständigengutachten schwer werden wird, sich gegenüber der Werkstatt durchzusetzen. Sie können die "Schuld" der Werkstatt wohl nicht beweisen, wollen aber, dass irgendwann das Fahrzeug repariert wird.

Sie sollten nochmals versuchen, mit der Werkstatt zu reden, vielleicht ist diese ja verhandlungsbereit.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, erfolgen kann. Sollten hier Informationen hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen.

Ich wünsche Ihnan alles Gute!

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2010 | 12:23

Der Meister hat mich angerufen und gesagt dass er uns einen Deal von 1700 € anstatt 2500€ anbieten kann. Er würde dann einen gebrauchten Katalysator und Auspuffanlage einbauen. Ich kann mich mit diesem Deal wirlich nicht anfreuden. Was sollen wir tun? Der Wagen liegt zerlegt in der Werkstatt und wir brauchen unseren Wagen, da mein Mann damit zur Arbeit fährt.
Wenn wir das Angebot vom Meister annehmen, können wir trotzdem noch gerichtliche Schritte einleiten?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2010 | 12:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie befinden sich leider in einer schwierigen Situation.

Wenn Sie das Fahrzeug nun reparieren lassen, könnte es später sehr schwierig werden, noch Ansprüche durchsetzen zu können. Denn Sie werden wahrscheinlich nur schwer aufklären lassen können, inwieweit die Werkstatt für den Schaden verantwortlich ist. Wenn Sie jedoch gerichtlich einen Schadensersatzanspruch durchsetzen wollen, sind Sie für die Verantwortlichkeit der Werkstatt darlegungs- und beweispflichtig.

Vor einer Reparatur des Fahrzeugs sollten Sie also in jedem Fall die Beweise sichern. Es gibt die Möglichkeit eines selbständigen Beweisverfahrens. Dies würde Ihnen zunächst einmal die Beweissicherung durch einen Sachverständigen ermöglichen. Nach der Beweissicherung könnten Sie dann das Fahrzeug reparieren lassen und später die Werkstatt gerichtlich in Anspruch nehmen.

Ich rate Ihnen, einen Berufskollegen vor Ort mit der Angelegenheit zu beauftragen. Als Laie dürfte es schwierig werden, hier die richtigen Schritte einzuleiten.

Ich wünsche Ihnen in dieser Angelegenheit Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(265)

Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Familienrecht, Mietrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Urheberrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70385 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top-Antwort. Ausführlich, verständlich und mit klaren Handlungsanweisungen. Ging auf alle Punkte ein. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
nice und schnell-. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen