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Auto von Bruder beschädigt. Anrecht auf Schadensersatz ?

| 18.05.2005 11:01 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Am 02.05.2005, habe ich meinem Bruder mein Auto geliehen, da er ein Auto mit Anhängerkupplung benötigte.
Beim rangieren des Anhängers passierte Ihm dann das Mißgeschick, und er beschädigte, mit der Anhängerdeichsel, meine Heckstoßstange.
In dieser befindet sich nun ein Loch, welches eine Länge von ca. 20 cm aufweist.
Der Schaden beträgt laut meiner Fachwerkstatt ca. 900,-- bis 1000,-- Euro, falls ich eine neue Stoßstange verbauen lassen möchte.
Nun weigert sich mein Bruder, jeglichen Schadensersatz zu leisten.
Er bot mir jedoch an, das Auto von einem Freund "sporadisch" reparieren zu lassen, oder mir 200,-- Euro zu geben.
Seiner Meinung nach, würde ich für den Schaden sowieso nicht mehr bekommen, da es schon fast 10 Jahre alt ist.
Bei meinem Auto handelt es sich jedoch um ein 1A gepflegtes KFZ.
Meine Fragen:
Kann ich mein Auto in einer Fachwerkstatt meines Vertrauens reparieren lassen?
In welcher Höhe, kann ich Schadensersatz gegenüber meinem Bruder geltend machen?
Würde meine Rechtschutzvers. die Kosten bei einem Rechtstreit übernehmen ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

was die schuldhafte Beschädigung einer geliehenen Sache angeht gibt es für den Entleiher keine besondere Privilegierung. Das bedeutet, dass Sie gegen Ihren Bruder als Entleiher Schadensersatzansprüche wegen des von diesem verursachten Schaden an Ihrem Auto haben.

Im Falle eines Sachschadens richtet sich der Schadensersatzanspruch auf die Wiederherstellung des Zustandes, der vor dem Schadenseintritt bestanden hat. Sie haben damit ein Recht auf eine ordnungsgemäße und fachgerechte Reparatur Ihres Autos und können es daher in einer Fachwerkstatt reparieren lassen. Ihr Bruder hat dann die anfallenden Reparaturkosten zu erstatten.

Ihre Rechtsschutzversicherung müsste die Wahrnehmung Ihrer Rechte eigentlich übernehmen. Die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen ist von einer normalen RSV umfasst, woran sich nichts dadurch ändert, dass eine familiäre Beziehung zum Gegner (Bruder) besteht. Wollen Sie auf Nummer Sicher gehen (Ihre genauen Versicherungsbedingungen sind mir ja nicht bekannt), so fragen Sie die Erteilung der Deckungszusage einfach bei der Versicherung an, bevor Sie zum Anwalt gehen. Die Deckungsanfrage kostet nichts und Sie haben im Vorfeld Klarheit, ob die Versicherung für die Kosten einsteht.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage damit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 19.05.2005 | 10:12

Sehr geehrter Herr Lauer,

besteht auch ein Anspruch auf Schadensersatz, wenn ich mein
KFZ beschädigt veräussere, und dadurch der Verkaufserlös
gemindert wird ?

Im Voraus vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.05.2005 | 10:19

Nein. Schadensersatz ist grundsätzlich auf Naturalrestitution gerichtet, also die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. Ersatzweise auf Geld, nämlich den Betrag, der zur Wiederherstellung notwendig wäre.

Einen verminderten Verkaufswert können Sie nur in Form des sog. merkantilen Minderwertes geltend machen, also dann, wenn trotz fachgerechter Reparatur eine Wertminderung verbleibt.

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