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Auto verliehen Unfall


| 27.09.2005 22:47 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Brauche dringend einen Rat was ich in der Situation machen soll:
habe mein Auto während des Urlaubs an meinen Bruder verliehen zwecks Fahrten zur Arbeit. Der hatte kein Auto und dementsprechend keine Versicherung. Laut meinem Bruder hat er das Auto seinem Arbeitskollege weitergegeben für kurze Fahrt um Geld abzuheben , da das Geschäftsauto keinen Kraftstoff hatte, ohne meines Erlaubnis natürlich. Dieser Fahrer hatte auch kein eigenes Auto und keine Versicherung. An der nächsten Kreuzung baut er Unfall, mein Auto ist Schrott, Unfallgegner stellt jetzt Ansprüche über 3.000 € ( laut Gutachten). Polizei war vor Ort, er ist 100 % schuld, hat auch Verwarnung bekommen. Seit 2 wochen versuche ich, dass dieser Fahrer die Schadensanzeige ausfüllt, ich habe Schaden an meine Versicherung selbst gemeldet, aber Einzelheiten weiß ich nicht. Mein Bruder und dieser Fahrer haben sich zuerst mündlich erklärt, dass die ganzes Schaden privat übernehmen.Aber die wussten noch nicht die Höhe. Jetzt wollen die das nicht mehr, verweigern auch Schadenanzeige auszufüllen, die bei meiner Versicherung dringend erwartet wird. Was soll ich als nächstes machen, und ob ich Chancen habe, vom Unfallverursacher die Kosten für mein Auto und Schadenrabatte (im Falle wenn meine Versicherung für das Schaden aufkommt) zu bekommen? Soll/kann ich eventuell Anzeige erstatten? Bin verzweifelt und die Zeit läuft...

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Bei einem grob fahrlässig verschuldeten Unfall haftet der Fahrer immer auf Ersatz des Schadens gegenüber dem Halter.

Beispielhaft AG Günzburg (1 C 882/97):

Der Kläger kann von dem Beklagten den Schaden ersetzt verlangen, der ihm dadurch entstanden ist, daß der Beklagte seinen PKW schuldhaft beschädigt hat.
Dabei kann es dahingestellt bleiben, ob es sich bei dieser Fahrt um eine nicht genehmigte Privatfahrt des Beklagten handelt oder um eine Gefälligkeitsfahrt für den Kläger, denn der Beklagte hat grob fahrlässig den Unfall verursacht und verschuldet, so daß er auch in dem Fall einer Gefälligkeitsfahrt für den Schaden gegenüber dem Kläger aufkommen muß.


Natürlich ist der Unfallfahrer – sofern nötig – verpflichtet, die Schadensanzeige auszufüllen.

Machen Sie diese Ansprüche nochmals schriftlich beim Fahrer geltend. Am besten suchen Sie einen Kollegen vor Ort auf, der die Angelegenheit für Sie in die Hand nimmt und Ihnen auch konkretere weitere Tipps zur Regulieren geben kann. Dieser kann dann auch zunächst Einsicht in die polizeiliche Ermittlungsakte nehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.10.2005 | 14:10

kann ich auch Schadenersatz für entgangene Schadenfreiheitsrabatte ( bei der Versicherung) verlangen und wer ist dann mein Gegner - derjenige, der gefahren ist und Unfall verursacht hat, oder derjenige, dem ich mein Auto ausgeliehen habe.

Vielen Dank noch mal

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.10.2005 | 21:15

Grundsätzlich haftet der Schadensverursacher - also der Fahrer.

Hier können Sie auch den weitergehenden Schaden durch Verlust der Schadensfreiheitsrabatte grundsätzlich geltend machen.

U.U. könnten Sie auch Ansprüche gegen den Entleiher aus einer Vertragverletzung stellen, diese halte ich aber in der momentanen Situation für nachrangig.

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