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Auto verkauf über WhatsApp

03.01.2020 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


17:15
Hallo wollte mein Auto an eine Dame verkaufen wir haben es auf WhatsApp geklärt wir haben aber nicht über Preise gesprochen da ich sowas gerne persönlich mache das Auto war aber im Netz inseriert mit einem preis. sie wollte mir eine Anzahlung machen habe ich auch abgelehnt Liebe persönlich kann ja sein das dass Auto ihr doch nicht gefällt
Ich habe ihr das Auto aber versprochen auf WhatsApp ist da schon ein Vertrag zu stande gekommen nur weil ich ihr das Auto versprochen habe
Mein Satz war das Auto ist quasi an dich verkauft

Weil ich das Auto an einen Freund spontan verkauft habe und jetzt
Will sich mich auf Schadenersatz verklagen weil sie wohl ein Kredit extra für das Auto genommen hat und ein Mietwagen gemietet hat
03.01.2020 | 16:26

Antwort

von


(537)
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsschilderung beantworte ich die Frage gerne wie folgt:

Ein Kaufvertrag über ein Kfz kommt durch Übereinstimmung von Angebot und Annahme zustande.

Natürlich muß man sich den Dialog noch einmal genau anschauen, aber nach ihrer Schilderung bin ich der Meinung, daß ein Kaufvertrag hier noch nicht zustande gekommen ist.

Auch der Satz „das Auto ist quasi an dich verkauft" deutet in die Richtung, denn „quasi" enthält nun einmal einen gewissen Vorbehalt und keinen unbedingten Willen zum Vertragsabschluß.

Weiterhin gehört der letztendlich vereinbarte Preis zu dem notwendigen Mindestinhalt eines Kaufvertrages und diesbezüglich lag noch keine Einigung vor.

Der Umstand, daß in der Anzeige ein Preis genannt war ist dabei unerheblich. Bei einer Anzeige handelt es sich rechtlich um eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

Der (mögliche) Käufer kann also nicht einseitig durch Annahme einen Kaufvertrag zustande bringen, sondern nur der Verkäufer, nachdem der Käufer ein verbindliches Angebot gemacht hat.

Sie haben wie erwähnt durch den o.g. Satz das Angebot des Käufers - insofern dies wirklich vorlag - noch nicht angenommen.

Daher ist ein Kaufvertrag noch nicht zustande gekommen, insbesondere lag noch keine verbindliche Einigung über den Kaufpreis vor.

Sie können dementsprechend die Forderung der Dame nach Schadensersatz ablehnen, da noch kein verbindlicher Kaufvertrag vorliegt.

Ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, daß das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung ergeben kann.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung bieten und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt





Rückfrage vom Fragesteller 03.01.2020 | 16:34

Und nun was soll ich jetzt machen die Dame will von 500 Euro haben
Das hat die Dame mir geschrieben kla war ein fehl Verhalten von mir aber kann ich nicht rückgängig machen


Am 21.12.20 haben wir telefoniert wegen dem Verkauf Deines Mazda 3. Ich habe Dir gesagt und auch geschrieben das ich das Auto kaufen möchte. Am 24.12.20 habe ich Dir angeboten eine Anzahlung zu machen damit der Wagen nicht an jemand anderes verkauft werden kann. Das hast Du jedoch abgelehnt und mir schriftlich zugesagt das der Wagen an MICH verkauft wird. Du hast alle meine Daten erhalten und einen Kaufvertrag aufgesetzt den ich morgen unterschreiben sollte.
Daraufhin habe ich einen Kredit bei der Bank aufgenommen, für morgen einen Mietwagen geordert, eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen ( der Wagen sollte am 6.1.20 zugelassen werden ). Hinzu kommt das mein Auto verkauft ist und ich ab Montag mit dem Mazda zur Arbeit wollte. Nur muss ich mir einen Mietwagen für die Zeit nehmen bis ich ein anderes Fahrzeug gefunden habe.
Alles Kosten die mir durch das Nichterfüllen von unserem schriftlichen Vertrag / Deiner schriftlichen und telefonischen Zusage anfallen. Ich schlage Dir vor mir eine Entschädigung von 500 € zu zahlen und gebe Dir eine Frist von 14 Tagen.
Sollten wir uns nicht einigen können werde ich weitere Schritte einleiten und auch eine Anzeige wegen gewerblichen Fahrzeughandels in Betracht ziehen. Denn Du hast das Auto wissentlich an jemand verkauft der Dir mehr Geld geboten hat obwohl Du schon einen Kaufvertrag vorliegen hattest und meine Anzahlung wissentlich abgelehnt hast.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.01.2020 | 17:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Die Mitteilung der Dame ändert an dem o.g. Ergebnis nichts Wesentliches.

Auch der Umstand, daß der Kaufvertrag erst noch schriftlich abgeschlossen werden sollte, ist ein Anzeichen für einen bisher noch nicht verbindlich abgeschlossenen Vertrag.

Die Dame hätte daher mit einer Versicherung bzw. einem Kredit bis nach dem Abschluß des Kaufvertrages warten müssen.

Solange kein Kaufvertrag vorliegt bleibt es ihnen unbenommen das Kfz auch an einen Dritten zu verkaufen.

Daher können Sie die Forderung nach Schadensersatz zurückweisen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

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