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Auto nach TÜV und Inspektion mit mehreren Schäden

| 01.04.2013 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe,Sie können uns in unserem etwas schwer zu beschreibenen Fall eine Meinung schreiben.
Wir brachten unseren Mercedes Benz C180 Kompressor (BJ 2003,KM ca 145000) am 21.Februar 2013 in eine freie Werkstatt mit dem Auftrag, TÜV zu machen und davor eine Inspektion durchzuführen.Der Wagen bekam aufgrund defekter Querlenker an diesem Tag keinen TÜV und wir machten direkt vor Ort einen Termin eine Woche später zum Querlenkeraustausch vorne rechts/links und erneutem TÜV-Vorfahren aus( für den 28.2.13).
Mein Mann fuhr an diesem 21.2.13 ca 3 Kilometer mit dem Auto Richtung unseres Wohnortes ( wir wohnen nicht mal 4 KM von der Werkstatt entfernt),als plötzlich die gelbe Motorkontrollleuchte(MKL) anging.Da er mich zu Hause telefonisch per Handy informierte,informierte ich telefonisch direkt die Werkstatt,die den Wagen am nächsten Tag nochmal vorgefahren haben wollte.Da ich meinen Arbeitplatz ganz in der Nähe der Werkstatt habe,fuhr ich am darauffolgenden Tag( 22.02.13) mit der immer noch gelb eingeschalteten Motorkontrollleuchte erst auf meine Arbeitsstelle und dann direkt gegen Mittag zu dieser Werkstatt.Diese nahmen den Wagen mit in die Werkstatthalle und löschten wohl den Fehler( zumindest gab es weder was schriftliches noch sonstiges,angeblich zog der Wagen irgendwo Luft und verursachte dadurch das Aufleuchten dieser gelben MKL-Leuchte).Nach ca einer halben Stunde Wartens meinerseits bekam ich den Wagen wieder übergeben.MKL war aus.Ich fuhr mit dem Wagen vielleicht 500 Meter,als diese gelbe Leuchte wieder während der Fahrt anging .An der nächsten Möglichkeit wendete ich und wollte den Wagen direkt wieder zu dieser Werkstatt bringen,als sich plötzlich zusätzlich eine rot leuchtende Öllampendisplaymeldung mit dem Text :Motorölstand Ölstand reduzieren! einschaltete.Ich stellte den Wagen mit laufendem Motor direkt wieder vor die Werkstatthalle.Der Wagen wurde hineingefahren,auf eine Hebebühne aufgebockt,was ich von aussen sehen konnte und es waren mehrere Personen damit beschäftigt,den Wagen scheinbar von diesem Öl zu reinigen.Leider wurde ich so ziehmlich dumm stehen gelassen.Was ich sehen konnte war,dass in diesem Moment die gelb leuchtende MKL das kleinere Übel war,denn es wurde mit Tüchern versucht, den Wagen im Motorraum zu reinigen.
Um es kurz zu machen.Mein Mann musste einen Tag später ( am Sa,den 23.2.13) nochmal mit dem Wagen in die Werkstatt,da die gelbe Lampe wieder anging und unser Wagen bei uns auf dem gemieteten Parkplatz Öl verlor.Daraufhin bekam der Wagen an diesem besagten Samstag,den 23.2.3 eine Motorwäsche gemacht und wohl noch diverse Teile gewechselt( leider alles nicht schriftlich festgehalten,mein Mann verbrachte über 3 Stunden in der Werkstatt mit dem Chef im Büro) und meinem Mann wurde vom Chef aus zugegeben, dass wohl ein Mitarbeiter "aus Versehen" 1 Liter zu viel Öl beim Ölwechsel hineingegeben hatte.Um uns etwas entgegenzukommen für diese "Unachtsamkeit" wurde uns angeboten, zusätzlich zu dem Querlenkeraustausch,der ja noch bevorstand,eine Innen-und Aussenaufbereitung des Wagens vorzunehmen.Mein Mann willigte ein.
Leider ging die gelbe Leuchte in der Zeit bis zum nächsten Termin wieder an,die Werkstatt wurde natürlich wieder informiert und man versprach uns,beim festgelegten Termin danach zu schauen.Am Do,den 28.2. fuhren wir also das Auto erneut in die Werkstatt,erstmal natürlich, um die Querlenker zu verbauen und an diesem Tag auch unseren TÜV zu bekommen,dann aber auch,um diese Innen/Aussenaufbereitung durchführen zu lassen.Einen Tag später,den 1.3.2013 sollten wir den Wagen dann wieder abholen.Als wir den Wagen abholten,hatte er die geplanten Querlenker verbaut,er hatte auch TÜV bekommen und die gelbe MKL war aus.
Tja,wie sollte es anders sein,wir fuhren ein paar wenige Meter,die gelbe MKL erleuchtete wieder!! Mittlerweile sind einige Wochen ins Land gezogen.Wir haben einen riesengroßen Ölfleck auf unserem Parkplatz,wir haben eine 2 wöchige,schriftliche Frist gesetzt,um den Mangel zu beheben( diese wurde aber ignoriert seitens der Werkstatt,obwohl wir zumindest schriftlich haben,dass diese das " MKL Problem " auf jeden Fall beheben wird).Ich rief auch in der Zeit mehrfach meine Rechtschutz an,die mich auf die Fristsetzung verwies.Wir versuchten es Mithilfe eines Mediators( um diese Sache friedlich zu klären) und suchten letztendlich einen Anwalt hier vor Ort auf,der uns leider so gut wie keine Chancen gibt,da wir aus seiner Sicht keinerlei schriftlichen Beweise haben,dass diese MKL nicht schon vorher geleuchtet hat und auch,dass dieser Ölfleck nicht schon vor Werkstattbesuch auf unserem Parkplatz war( ist halt schon komisch,dass der Wagen Inspektion und TÜV hatte!!).Und da wir ja angeblich auch keinen Cent zusätzlich bezahlt hätten,ausser eben Inspektion und TÜV wäre da so gut wie nichts zu machen auf dem Rechtswege.
Mittlerweile waren wir auf unsere Kosten bei Mercedes Benz,die uns den Fehler nochmal auslesen ließen.Dabei kam heraus,dass ein Teilentlüftungsschlauch undicht ist(deshlab auch die gelbe MKL) und das die Ölwanneabdichtung an der Ölwanne undicht ist.Mercedes konnte feststellen,dass auf jeden Fall an dieser Ölwanne unfachmännisch und nicht ordnungsgemäß "manipuliert" und abgedichtet wurde,leider natürlich nicht,ob es diese besagte Werkstatt war.
Fakt ist, zu den 1000 Euro,die wir für Inspektion/TÜV bezahlt haben kommen jetzt nochmal laut Mercedes- Kostenvoranschlag Kosten in Höhe von ca 1100 Euro auf uns zu.Termin haben wir jetzt am 5.4.13.
Wir möchten ansich nur wissen,macht es wirklich keinerlei Sinn,gegen diese Werkstatt vorzugehen( den "Beweis" ansich müsste doch TÜV und Inspektion sein,in der es keinerlei Hinweise für Ölverlust und brennende MKL gibt) oder müssen wir diese Sache mangels Beweisen dann doch abtun mit dem Spruch" beim nächsten Mal sind wir schlauer?"
01.04.2013 | 15:48

Antwort

von


(132)
Golmsdorfer Straße 11
07749 Jena
Tel: 03641 2692037
Web: http://www.raschwerin.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Offensichtich hat die Werkstatt keinen Reparaturauftrag o.Ä. gefertigt, aus welchem hervorgeht, welchen Umfang die Arbeiten der Werkstatt haben sollen.

Hinsichtlich der MKL hatten Sie der Werkstatt am 22.02.2013 einen Reparaturauftrag erteilt. Trotz mehrfacher Versuche war die Werkstatt jedoch offensichtlich nicht in der Lage, den Fehler zu finden und eine Reparatur vorzunehmen. Hierfür wurden Ihnen jedoch auch keine Kosten in Rechnung gestellt, sodass Ihnen diesbezüglich kein Schaden entstanden ist. Insbesondere haben Sie tatsächlich keinen Beweis dafür, dass die Werkstatt den Fehler verursacht hat. Dies könnte ja nur am 21.02.2013, als das Auto das erste Mal zur Reparatur war, erfolgt sein. Erst danach leuchtete die MKL. Sie können aber nicht beweisen, dass diese nicht auch ohne den Werkstattbesuch geleuchtet hätte, d.h. erst durch die Werkstatt dieser Fehler verursacht wurde.

Hinsichtlich der Ölwanne sehe ich allerdings schon Möglichkeiten. Diesbezüglich hatte die Werkstatt einen Fehler, nämlich, dass 1 Liter Öl zu viel hineingegeben wurde, zugegeben. Auch haben Sie vorab eine Inspektion bei der Werkstatt durchführen lassen und TÜV erhalten. Dies ist m.E. auch nicht von der Hand zu weisen, denn bei beiden Begutachtungen hätte eine defekte Ölwanne auffallen müssen. Zudem hatte man Ihnen diesbezüglich auch die Aufbereitung angeboten. Durch die Fachwerkstatt haben Sie zudem die Mitteilung erhalten, dass offensichtlich unsachgemäß mit der Ölwanne umgegangen wurde. Zwar können Sie auch in diesem Fall nicht eindeutig beweisen, dass dies durch die freie Werkstatt verursacht wurde, aber es sprechen viele Umstände dafür. Hier würde ich zumindest versuchen bei der Werkstatt etwas „herauszuholen".

Die Reparatur stellt einen Werkvertrag dar. Mit erfolgter Abnahme, d.h. wieder Inbesitznahme des Autos durch Sie, ändert sich die Beweislast dahingehend, dass Sie beweisen müssen, dass die Werkstatt den Mangel verursacht hat und dieser schon vor Abnahme vorlag. Diese Beweislastregel lässt jedoch Ausnahmen zu.

Ich verweise hierzu auf das Urteil des Landgerichtes Bonn vom 19.10.2005, Az.: 5 S 154/05 . In dieser Entscheidung stellte das LG fest, dass eine Werkleistung unter Umständen als mangelhaft anzusehen ist, obwohl nicht abschließend beurteilt werden kann, ob dem Werkunternehmer tatsächlich ein Fehler unterlaufen ist. Zu seiner Entlastung muss der Werkunternehmer, in Ihrem Fall also die freie Werkstatt, beweisen, dass diese jegliche Sorgfalt beachtet hat. Sie müssten im aber Gegenzug genau darlegen können, dass die Schadensursache allein aus dem Gefahrenbereich der Werkstatt stammen kann. Hierzu könnten Sie dann auf den TÜV, die Inspektion, das Eingestehen eines Fehlers durch die freie Werkstatt und die Stellungnahme der Fachwerkstatt zurückgreifen. Sofern Sie dann och durch Zeugen belegen können, dass in der Zeit vom 21.02.2013 bis zum 01.03.2013 niemand anderes als die Mitarbeiter der freien Werkstatt an dem Auto gewerkelt haben, bestehen m.E. durchaus Chancen zumindest eine Teil Ihrer Reparaturkosten, welche Ihnen nun in der Fachwerkstatt entstehen werden, ersetzt zu bekommen.

Zumindest sollten Sie es versuchen und bei Ablehnung durch die freie Werkstatt abwägen, ob eine weitergehende Verfolgung der Ansprüche unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit Sinn macht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Weise, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen

Bewertung des Fragestellers 01.04.2013 | 16:24

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