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Auto mit Mängeln/Garantie

| 06.01.2009 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im April 2006 als Privatperson bei einem Autohändler in der Nähe meines Wohnorts einen Skoda zum Preis von ca.12000 € gekauft.
Das Auto war als Vorführmodell fast neu und nur 200 km gefahren.

Eine Woche nach Kauf war eine Zündspule defekt und wurde auf Garantie repariert.

Im Juni 2008 war erneut eine Zündspule defekt. Da ich 300 km vom Wohnort entfernt war, hat eine Skoda-Vertragswerkstatt an meinem Aufenhaltsort den Schaden behoben.
Auf Nachfrage verlangte die Werkstatt einen Garantieschein, der mir aber nicht vorlag. Also bezahlte ich die Rechnung über ca. 120 €.
Ich habe daraufhin mehrfach versucht, den Verkäufer zu erreichen.
Als ich ihn dann erreicht habe, bestätigte mir der Verkäufer, daß das Auto noch Garantie habe und sicherte mir einen weiteren Rückruf zu, um die Sache zu besprechen.Ich wurde nie zurückgerufen.
Ich gehe also davon aus, dass mein Fahrzeug noch Garantie hat.
(vermutlich 4 Jahre ab Kaufdatum)
Alle Inspektionen (2007 und 2008) wurden von Skoda-Vertragswerkstätten durchgeführt un sind im Serviceheft dokumentiert, Rechnungen liegen ebenfalls vor.

An Weihnachten 2008 fiel erneut eine Zündspule aus.Ich befand mich in der selben Gegend wie im Juni.Da das Auto liegenblieb und der Motor nicht mehr lief, rief ich den ADAC (bin Mitglied). Der Techniker nahm den einen Zylinder ausser Betrieb, so konnte ich die 2 km bis zur Werkstatt an meinem Zielort weiterfahren.
Die Werkstatt behob den Schaden. Ich bezahlte die Rechnung über ca.180 € (mit Feiertagszuschlag).

Daraufhin habe ich auf nächste Woche einen Termin mit dem Geschäftsleiter des Autohauses vereinbart, bei dem ich das Auto gekauft habe.
Ich möchte mit ihm besprechen, wie lange das Auto tatsächlich Garantie hat und alle nötigen Dokumente einfordern.
Ich möchte ihn auch auffordern, den Mangel dauerhaft zu beheben, da das Auto in diesem zustand zwar fährt, aber wenn man ständig mit einem Ausfall des Motors rechnen muss, halte ich das ja schon für problematisch.

Frage:
1.Ist der Verkäufer verpflichtet, mir die von mir bezahlten Rechnungsbeträge zu erstatten und den Mangel kostenlos dauerhaft zu beseitigen?
2. Sollte derselbe Schaden innerhalb der Garantiezeit von wahrscheinlich 4 Jahren (also bis April 2010) ein weiteres (also viertes) Mal auftreten, ist der Verkäufer verpflichtet, den Wagen zurückzunehmen, umzutauschen oder den Kaufpreis zu mindern?

Vielen Dank und Freundliche Grüsse
A.G.


Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Zunächst müssen Sie unterscheiden zwischen Garantie und Gewährleistung. Garantie ist eine freiwillige Leistung des Verkäufers, deren Umfang er selbst bestimmen kann. Daher kann ohne Einsicht in die Garantiebedingungen nicht beurteilt werden, welche Ansprüche Sie aus dieser gegebenen Garantie haben.

2.
IdR sind aber von der Garantie keine Reparaturkosten Dritter umfasst. Daher sind Sie hinsichtlich der von Ihnen gezahlten Rechnungsbeträge wahrscheinlich auf die Kulanz des Verkäufers angewiesen. Ob neben der eigentlichen Reparatur auch eine umfassende Mängelbeseitigung vom Garantiegeber geschuldet wird, kann von hier ohne Einsicht in die Garantiebedingungen ebenfalls nicht beurteilt werden.

Ebensowenig ist idR ein Rücktrittsrecht oder ein Minderungsrecht Teil der Garantiebedingungen. Solche Ansprüche ergeben sich aus den Gewährleistungsansprüchen.

3.
Die Gewährleistung ist ein gesetzlicher Anspruch. Voraussetzung für Ansprüche aus Gewährleistung ist ein Mangel, der bereits bei Übergabe des Fahrzeuges vorhanden war.

Die Gewährleistungsrechte verjähren in Ihrem Falle nach 2 Jahren, § 438 BGB ab Übergabe des Fahrzeuges an Sie. Daher ist der Gewährleistungsanspruch bereits verjährt.

Auch wenn es aufgrund derselben Ursache zu einem Defekt der Zündspule wie beim ersten Mal gekommen sein sollte, wären die Gewährleistungsansprüche verjährt, da Sie Ihre Ansprüche auf Nacherfüllung oder Rücktritt vom Vertrag erst nach Ablauf der Verjährungsfrist geltend machen würden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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