Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.507
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auto gekauft und Ratenzahlung vereinbart,Verkäufer ist nun verstorbenen.Was ist nun?

| 01.06.2018 22:00 |
Preis: 78,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Abend,

ich habe im Januar 2018 ein Auto gekauft. Mit dem Verkäufer habe ich eine Anzahlung und dann monatlich Ratenzahlung vereinbart. Nun ist der Verkäufer verstorben.
Kurz vor dem ableben des Verkäufers, rief mich sein Sohn an. Er wollte von mir einen schriftlichen Übertrag der Restschuld an die Erben nach dem Tod seines Vaters.

Nachricht vom Sohn:
„Und mir bestätigst das wir über eine Übertragung der Restschuld an die Gesetzlichen Erben gesprochen haben und du damit einverstanden bist den ab dem Tag des Ablebens meines Vaters noch offenen Betrag vom Kauf des Audi für ...€ an die Hinterbliebenen, in diesem Fall Ich und mein Bruder weiterhin zu leisten."

Hier nun meine Frage:
Bin ich dem Sohn/Erben Zahlungspflichtige?
Wenn ich Zahlungspflichtig bin, was soll ich von den Erben für Unterlagen anfordern, damit alles seinen richtigen Ablauf nimmt.

Ich danke Ihnen schon mal und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zum Nachlass eines Verstorbenen zählen auch Forderungen gegen über Dritten. Der verstorbene Verkäufer des Fahrzeugs hatte gegen Sie einen Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises für das Fahrzeug, wobei Ratenzahlung vereinbart wurde.

Zu Lebzeiten des Verkäufers war der Verkäufer Inhaber der Kaufpreisforderung. Nach dem Tod des Verkäufers sind dessen Erben Inhaber der Kaufpreisforderung geworden.

Dieser Übergang der Forderung auf die Erben erfolgt automatisch, sei es kraft Gesetzes oder gewillkürter Erbfolge (Testament, Erbvertrag).


2.

Zu bestätigen brauchen Sie dem Sohn nichts, zumal sie nicht wissen, ob tatsächlich die beiden Söhne des Verkäufers Erben geworden sind. Es ist durchaus möglich, dass der Verkäufer ein Testament verfasst hat, in dem eine andere Personen zum Erben berufen worden ist. In diesem Fall wären die Söhne enterbt und hätten Ihnen gegenüber keinen Zahlungsanspruch.

Würden Sie an die beiden Söhne den restlichen Kaufpreis zahlen ohne dass die Söhne Erben geworden wären, wären sie verpflichtet, den Kaufpreis nochmals an den tatsächlichen Erben zu entrichten.

Um diese Situation zu vermeiden und um sicher zu gehen, dass Sie den Kaufpreis wirklich an die Erben zahlen, sollten Sie verlangen, dass die Söhne des Verkäufers einen Erbschein vorlegen, aus dem Sie dann ersehen können, ob die Söhne tatsächlich Erben geworden sind.


3.

Das, was der eine Sohn von Ihnen bestätigt haben möchte, brauchen Sie nicht zu bestätigen und sollten Sie auch nicht bestätigen. Vielmehr sollten Sie den Sohn auffordern, Ihnen ein Erbschein vorzulegen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2018 | 21:45

Sehr geehrter Herr Raab,

danke für schnelle und ausführliche Antwort. Gern würde ich noch auf den Erbschein eingehen und fragen, wie so ein Schein aussehen muss. (Unterschrift / Notar / Stempel)
Sehen diese immer gleich aus oder können Erbscheine auch gefälscht werden.

Danke Ihnen für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.06.2018 | 21:56

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Der Erbschein ist das amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts, das den Erben gegenüber Dritten als legitimen Erben ausweisen soll. Der Erbe beantragt ihn beim Nachlassgericht.

Natürlich könnte man einen Erbschein, wie jedes Dokument, auch fälschen, jedoch haben Sie eine einfache Möglichkeit, die Echtheit zu prüfen. Auf dem Erbschein ist das Aktenzeichen des Nachlassgerichts eingetragen. Sie brauchen sich also beim Nachlassgericht lediglich zu erkundigen, ob der Erbschein mit dem gegebenen Inhalt vom Nachlassgericht ausgestellt ist.

Wird das vom Nachlassgericht bestätigt, könnten Sie an den oder die im Erbschein angegebenen Erben zahlen. Dritte hätten dann keine Ansprüche mehr gegen Sie.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.06.2018 | 19:38

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr geehrte Damen und Herren,

die Antwort war sehr gut und voll ausreichend für mich. Ich fühle durch das Schreiben vom Anwalt nun sicherer und bin beruhigt.
Danke an Herrn Raab.

Grüße "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.06.2018 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65539 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort kam schnell und war verständlich. ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Schnelle Antwort mit Verweis auf gültige Rechtsnormen und entsprechenfe Handlungsempfehlung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
die antwort war gut. ...
FRAGESTELLER