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Auto gekauft- Motor verbennt Öl-Arglistige Täuschung?

17. Oktober 2022 20:30 |
Preis: 40,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


21:15

Hallo,

wir haben uns Anfang Oktober ( 02.10.2022) einen Ford Focus Bj 2001 ( 173500km) privat von angeblichen Autoschlossern mit etlichen Rechnungen auf denen angeblich Sachen getauscht wurden; für 1400€ gekauft. Probe gefahren wurde dieser.
Bei der Probefahrt lief der Ford einwandfrei.( Zeuge vorhanden) 4Tage später bei Abholung ( 06.10.2022) waren wir nicht mal im übernächsten Ort und der Focus hat angefangen schwarz raus zu rauchen aus dem Auspuff, lief wie ein Traktor und die Motorkontrollleuchte ging an.
Verkäufer direkt angeschrieben, was da los ist. Der Focus wäre tip top, hat nichts.
Bin dann direkt zurück und habe den Focus vergeführt: Oh, der läuft auf 3 Zylindern,müssen wir die Zündkerzen wechseln. ( vom 06.10 bis 15.10.2022 stand der Ford bei denen, war nicht nutzbar)
Nach 3 Tagen mal angefragt was Sache ist. Zündkerzen usw wären noch nicht da. Bis zum WE wäre der Focus fertig.
Samstag dann die Info bekommen er wäre fertig. ( gewechselt wurden angeblich Zündkabel,Zündspule, Zündkerzen und paar Unterdruckschläuche weil der gezischt hat) Gezischt hatte da rein gar nichts.
Gestern ( Sonntag) dann den Focus abgeholt. Aussage vom Verkäufer: Sollte jetzt wieder laufen. Rechnung haben wir nur von Zündkerzen,Rest nicht.
Auf den Heimweg gemacht, Anfangs lief der Focus noch normal, obwohl Frau schon der Meinung war, er hätte wieder schwarz rausgespuckt.
Nach ca. 20 km fängt plötzlich wieder die Motorkontrollleuchte an zu leuchten, Focus rucket und lässt sich kaum noch fahren, Leistung fehlt.
Zuhause ausgelesen: Fehler P0303 Zylinder 3 Fehlzündung. Läuft seit gestern einfach nur noch schei...
Heute in der Werkstatt gewesen,die Sache geschildert. Es wird eine Kompressionsmessung gemacht.
Soweit ist diese Messung ok. MOTOR verbrennt jedoch massiv ÖL. Leistung fehlt. So nicht fahrbar.
Im Fehlerspeicher des Motors wurden ABS Fehler ausgepuckt:
Raddrehsensor VL / HR /HL Signal fehlt. ( Diese Sensoren wurden laut Käufer neu gemacht,stehen 4 auf einer Rechnung von 3/ 2021 -> scheinbar nicht erneuert.

Um ein genaues Schadenbild machen zu können, muss der Zylinderkopf runtergemacht werden, nach Kolben und Ventilen geschaut werden, ebenso wie die Zylinderkopddichtung aussieht laut Werkstatt.
Von einer Reparatur mal abgesehen, diese würde laut Werkstatt den Kaufpreis um einiges übersteigen und in keiner Relation.

Können wir hier auf arglistige Täuschung und Betrug gehen,wir haben hier Schrott verkauft bekommen,das Auto ist so nicht fahrbar und nicht nutzbar! Definitv war dieser gravierende Mangel bereits beim Kauf. Im Nachhinein hat Käufer zugegeben, das die den Motor wohl auseinander hatten, diese Info hatten wir bei Besichtigung nicht erhalten.

17. Oktober 2022 | 21:02

Antwort

von


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Guten Tag,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Aufgrund der Schilderungen liegt in der Tat der Verdacht nahe, dass Sie über wesentliche Mängel des Fahrzeuges im Unklaren gelassen worden sind.

Um zu einer arglistigen Täuschung seitens des Verkäufers zu kommen, müssen Sie im Streitfall nachweisen nicht nur nachweisen, dass das Fahrzeug bei Übergabe einen Mangel hatte, sondern auch, dass dem Verkäufer dieser Umstand bei Vertragsabschluss bekannt gewesen ist.
Sofern Sie von einem gewerblichen Verkäufer gekauft haben und selber Verbraucher sind, wird der Mangel bei Übergabe gesetzlich vermutet. Nachweisen müssen Sie aber auf jeden Fall die Kenntnis des Verkäufers. "Der hätte das wissen müssen .." reicht dafür nicht aus.

Gegen eine Kenntnis spricht natürlich der Umstand, dass der Wagen bei der Probefahrt einwandfrei lief.

Wenn Ihnen der Nachweis der Kenntnis gelingt, können Sie den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten und Ihr Geld zurückverlangen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 17. Oktober 2022 | 21:11

Vielen Dank für Ihre Rückantwort.
Reicht hier die Rechnung der Werkstatt ( Werkstatt und Zeuge Probefahrt) für eine Anfechtung. Oder muss wie die Werkstatt gesagt hat, die Zylinderkopf aufgemacht werden und nach Kolben und Ventile geschaut werden? Spätestens dort sieht man ja, was los ist. Wir müssen diese Kosten ja erstmal vorstrecken, kriegt man diese nebst heutigen Rechung von 80€ für Kompressionsmessung/ Auslesen des Motors und Bestätigung Motor verbrennt Öl das Geld auch wieder? Müssten das Auto ja im Prinzip abmelden,da nicht nutzbar.
Laut Werkstatt hätte das bekannt sein müssen. So ein Defekt kommt nicht von heut auf morgen. Was ich mich frage, wie kein einziger Mangel dort aufgetreten ist, erst nach beiden Abholungen und nun konstant.
Es kann ja nicht angehen,dass das Auto bei denen ohne diese Symptome läuft und bei uns gar nicht mehr läuft.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. Oktober 2022 | 21:15

Sie bauen Ihre Argumentationskette auf vielen Vermutungen auf. Bitte übersehen Sie nichgt, dass das Fahrzeug über 20 Jahre alt ist und von daher durchaus von heute auf morgen defekt werden kann.

Versuchen Sie die Anfechtung und fordern Sie zur Rückzahlung des Geldes auf. Das ist für Sie ja noch ohne Risiko.

Ein gerichtliches Verfahren wird dann mit dem beschriebenen Risiko behaftet sien.

Was, wenn der Sachverständige einen normalen altersbedingten Verschleiß annimmt?

ANTWORT VON

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