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Auto bei Ebay verkauft Käufer will Nachbesserung


| 16.04.2007 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Ich habe mein Auto einen Renault Laguna BJ 1995 am 25.03. in einer Ebay Auktion zum Preis von 1308 € verkauft.
Der Käufer hat das Fahrzeug am 13.04. abgeholt.
In der Auktion habe ich angegeben dass der Allgemeinzustand des Fahrzeugs gut ist und die Gewährleistungs- bzw. Garantieansprüche ausgeschlossen. Das Auto Stand 2 Wochen in der Garage, da der Käufer nicht in der Lage war das Auto abzuholen. Die Übergabe wurde in meiner Abwesenheit durchgeführt, da ich beruflich verhindert war. Ich habe einen Kaufvertrag unterzeichnet und der Verkäufer hat das Fahrzeug von meinem Nachbarn übernommen und bei Ihm bezahlt.

Am 14.04.2007 bekam ich einen Anruf von dem Käufer dass mein Auto schrottreif wäre und diverse Mängel habe die ich Ihm verschwiegen hätte. Er fordert eine Nachbesserung von 500€ für angeblich defekte Radlager, Lackschäden und kleinen elektrischen Defekten. Ohne Deckung der Kosten will er mich verklagen.
Die Forderung liegt nur telefonisch vor. Der Verkäufer hat keine konkreten Fragen zum Zustand des PKW vor Ende der Auktion gestellt. In der AUktion habe ich auf den Auschluss der Gewährleistung hingewiesen.


Muss ich eine solche Forderung trotz Auschluss der Gewährleistung und mir nicht bekannten Mängeln erfüllen?

Hat der Käufer mit der Übernahme des Fahrzeugs ohne Hinweis auf seiner Meinung nach offensichtliche Mängel nicht seine Ansprüche verwirkt?

Hätte der Käufer nicht die Möglichkeit gehabt die Annahme zu verweigern?

Wie soll ich mich in dieser Sache verhalten?

Kann er irgendwelche Ansprüche durchsetzen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bereits mit dem Angebotsende bei evay durch Zeitablauf oder "Sofortkauf" kommt ein Kaufvertrag zustande, der den Käufer zu Zahlung und Abnahme verpflichtet.

Eine Annahmeverweigerung bei Übergabe war dem Käufer somit nicht mehr möglich.

Wenn Sie nicht als gewerblicher Verkäufer gehandelt haben, konnten Sie die Gewährleistung rechtswirksam ausschliessen.

Da Sie nach eigenen Angaben auch keinen der genannten Mängel arglistig verschwiegen haben, sehe ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung derzeit keinen Anspruch des Käufers. Dies gilt umso mehr, als dass der Käufer bei einem zwölf Jahre alten Fahrzeug auch altersbedingten Verschleiss hinnehmen muss und nicht von einem Fahrzeug im Neuzustand ausgehen kann. Insbesondere beim Lack müssen altersbedingte Gebrauchsspuren hingenommen werden.

Ich empfehle daher derzeit die Ansprüche des Käufers unter Hinweis auf den Gewährleistungsausschluss abzulehnen. Sollte der Käufer dann anwaltlich gegen Sie vorgehen, empfiehlt sich ebenfalls die Einschaltung eines Kollegen, der dann die Forderung der Gegenseite und das genaue Angebot bei ebay nebst Gewährleistungsausschluss überprüfen sollte.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.05.2007 | 14:42

İch habe nun eine schrıftliche Forderung erhalten wo mir diverse Fehler auf einem Kostenvoranschlag definiert worden sind mit einem Zahlungstermin 11.05.07.
İch habe nichts arglistig verschwıegen jedoch kann es natürlich sein dass ich nicht alle Fehler bemerkt habe

Wie soll ich mich verhalten ? İch habe den Hinweis auf den Gewährleistungsausschluss natürlich gemacht scheint aber nichts zu bringen. Der Käufer möchte 500 € zurück.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.05.2007 | 14:53

Sehr geehrter Fragesteller,


die Gegenseite muss Ihnen ein arglistiges Verschweigen von Mängeln nachweisen, da Sie nach Ihrer Aussage nichts arglistig veschwiegen haben, dürfte dieser Beweis äußerst schwer fallen.

Sie können jedoch anbieten ohne Anerkennung einer Rechtspflicht nur im Erledigunginteresse z.B. 150 € zu zahlen, wenn die Gegenseite dann auf die Forderungen vezichtet.

Ob Sie sich insoweit vergleichsbereit zeigen oder es auf ein gerichtliches Verfahren ankommen lassen, ist ein Geschmacksfrage, die ich Ihnen aus der Ferne leider nicht abnehmen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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