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Auto aus Tiefgarage, Fahrrad auf Gehweg, Unfall

06.04.2011 01:29 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Ich bin heute mittag (gutes Wetter, Sonnenschein) aus einer Tiefgarage gefahren, mit der Absicht auf der Straße nach rechts abzubiegen. Meine Scheinwerfer waren trotz Sonne eingeschalten und ich habe geblinkt.

Da der Gehweg nicht einsehbar ist (Ende der Ausfahrt = Mauer = Anfang des Gehwegs) bin ich erst mit der vorderen Stoßstange bis zum Ende der Mauer gefahren und habe mich sehr langsam vorrollen lassen um in der Mitte des Gehsteiges kurz anzuhalten. (ich mache das immer so, um Fahrradfahrern die Chance zu geben auszuweichen, da ich den Gehweg erst einsehen kann, wenn nur noch ca. 20 cm davon freilasse).

Während ich noch im ersten Drittel des Gehweges war, hörte ich einen kurzen Schrei und gefühlte 2-3 Sekunden später hatte ich eine Fahrradfahrerin auf der Motorhaube. Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Hälfte des Gehsteiges mit meinem Fahrzeug belegt, es sollte also eigentlich genug Platz zum Ausweichen gewesen sein.

Die Fahrradfahrerin fuhr gegen die Fahrtrichtung auf dem Gehsteig (nicht für Radfahrer freigegeben) und anscheinend sehr schnell, da sie es (Aufgrund der Geschwindigkeit oder anderen Gründen) nicht schaffte auf die noch freie Hälfte des Gehsteiges auszuweichen.

Es ist kein Personenschaden entstanden, die Polizei wurde hinzugerufen (Fahrradfahrerin hatte auch keinen Ausweis dabei), hat jedoch nur die Personalien ausgetauscht. Ich hatte einen Beifahrer dabei (guter Bekannter, nicht verwandt).

Mein Auto weißt einigen Schaden auf (Kotflügel verkratzt und 2 Dellen, Stoßstange eingedellt, Motorhaube Delle und Kratzer) die in der Summe wahrscheinlich eine nicht gerade kleine Reparatur darstellen. Die Fahrradfahrerin ist mit Ihrem Fahrrad weggefahren hat jedoch bei einem Telefonat am Abend (wegen Haftpflichtversicherung) angegeben, dass ihr Fahrrad leicht verbogen sei. Fahrradwert 200 €. Ihre Brille wurde während des Unfalls von der Nase geschleudert und wurde nach dem Unfall (ca. 2-5 Minuten) von einem anderen Auto überfahren und zerstört.

Die Polizei meinte das die Schuldfrage wahrscheinlich 50/50 ausgehen würde, meine Autoversicherung (HUK, Teilkasko) meinte ich müsste das selber mit der Haftpflicht der Fahrradfahrerin klären. Die Haftpflicht (Axa) meinte, dass ein Fragebogen geschickt wird aber wahrscheinlich jeder auf seinem Schaden sitzen bleibt.

Wie ist hier die Lage? Muss ich damit rechnen die Brille, das Fahrrad, meinen Schaden und evtl. sogar noch Schmerzensgeld zahlen zu müssen? Eigentlich hätte die Fahrradfahrerin ja noch ausweichen können müssen und sie hat ja eigentlich einen Verstoß gegen die Verkehrsregeln begangen, da gegen die Fahrtrichtung auf dem Gehsteig. Muss ihre Haftpflicht meine Reparaturkosten übernehmen? Muss ich mit der Reparatur warten bis das mit der Versicherung entschieden ist?

Bilder von Fahrrad, Auto, Position des Autos und Schäden habe ich natürlich sofort gemacht.

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderung des Sachverhalts beantworte ich die Frage wie folgt:


Die Fahrradfahrerin haftet hier zu 100%, wobei Sie nachweisen müssen, dass sie den Gehweg befahren hat, was nicht sonderlich schwierig sein dürfte.

Sie haben zwar die Wartepflicht gem. § 10 StVO beim Herausfahren aus einem Grundstück, allerdings ist ein Gehweg nicht für Fahrräder freigegeben. Zudem fuhr sie gegen die Fahrrichtung bzw. links. Selbst wenn ein Fahrradstreifen gegeben wäre, wäre die Haftung 1/3 die Fahrradfahrerin und 2/3- Sie verteilt. Ohne Fahrradstreifen müssen Sie nicht mit Fahrrädern auf der Bahn rechnen. Diese bewegen sich viel schneller als der Mensch, so dass Ihre Haftung vollständig zurücktritt.

Ihre Haftpflicht muss Ihre Kosten übernehmen. Sie können Vorschuss verlangen, bis der endgültige Schaden festgestellt ist.

Falls Sie Vertretung in dem Fall wünschen, könnte ich das übernehmen, da ich ähnliche Sache vor dem AG Frankfurt bereits gemacht habe.

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