Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auto an Händler verkauft, dieser verlangt Übernahme von Reparaturkosten


| 03.01.2006 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Ich habe mein 2,5 Jahre altes Fahrzeug für 14.500,- Euro am Telefon Mitte November 2005 an eine Autohändler verkauft. Dieser hat mir daraufhin ein Fax mit einem förmlichen Kaufvertrag mit Angaben zum Fahrzeug und einer Kaufbestätigung geschickt. Diese wurde von mir unterzeichnet und zurückgefaxt. Ich hatte dem Käufer am Telefon erläutert, dass das Fahrzeug als Firmenfahrzeug auf meinen früheren Arbeitgeber in Luxemburg angemeldet war und ich diesen von Ihm abgekauft habe, Ihn jedoch nicht mehr in Deutschland auf mich anmelden werde, sondern direkt verkaufe. Am Abholtag war ich selbst nicht zu Hause sondern nur meine Frau und ein Freund. Der Händler und sein Mitarbeiter erklärten meiner Frau, das Sie nichts von der Anmeldung in Luxemburg wüsten und daraufhin eine Preisminderung von 1000,- Euro vornehmen müssten. Sie haben das Fahrzeug besichtigt, begutachtet und das Fahrzeug ist vor unserer Tür eine Zeitlag im Leerlauf gelaufen. Daraufhin hat mich meine Frau angerufen und mit dem Händler verbunden. Nach einem Streigespräch haben ich mich auf einen neuen Kaufpreis von 14.150,- Euro eingelassen. Der Händler bezahlte bar und nahm das Auto mit. Ca. eine Stunde später rief mich der Autohändler an und verkündete mir, dass er nach dem Tanken und nach dem Mittagessen im Nachbarort das Fahrzeug nicht mehr starten kann. Ich teilte Ihm mit, dass ich mir das nicht erklären könnte und nichts davon wüsste was auch so ist. Daraufhin wollte er mir das Fahrzeug zurückbringen. Ich teilte Ihm mit, das ich das Fahrzeug nach einer weiteren Verhandlung und nach Begutachtung an ihn verkauft habe und es sein unternehmeriches Risiko wäre. Ich habe Ihm aber ebenfalls die Adresse des Markenautohändlers im Nachbarort benannt, wo er den Schaden begutachten lassen kann. Ich habe Ihm ebenfalls angeboten den Schaden wenn möglich über die noch vorhandene dreijährige Mobilitätsgarantie abrechnen zu lassen. Daraufhin habe ich ca. eine Woche nichts von Ihm gehört. Danach teilte er mir per SMS mit, das er das Fahrzeug per Überbrückung mit einem anderen Fahrzeug starten konnte und in seiner Heimatstadt (ca. 200 km von mir entfernt) zu einem Fachhändler gebracht hätte und das ein defekt an der Einspritzanlage vorliegt und ich den Schaden übernehmen soll. Daraufhin teilte ich Ihm mit, das dies nicht mehr mein Problem ist und er sowieso den Vertrag nochmals nach Begutachtung nachverhandelt hat. Die ganze Sache schaukelt sich jetzt hoch und er will mir das Auto über einen Abschleppdienst wieder auf den Hof stellen lassen. Wie ist meine rechtliche Lage? Kann er die Behebung des Schadens verlangen (Schadenshöhe laut BMW Händler 1470,- Euro, abzüglich 200,- Euro Händlerrabbat, Vorschlag Händler er übernimmt 700,- Euro also ich 570 Euro)?
Was kann ich unternehmen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Es kommt ganz darauf an, was Sie im Kaufvertrag geregelt haben.

1)Da Sie Privatverkäufer sind, könnten Sie die Haftung für Mängel ausgeschlossen haben. Da Ihr Vertragspartner jedoch den Kaufvertrag gefaxt hat, gehe ich davon aus, dass dies nicht vereinbart wurde.

2) Ein Haftungsausschluß liegt auch dann vor, wenn nicht zu beweisen ist, dass der Mangel schon beim Besitzerwechsel vorlag. Dies findet aber durch die Rechtsprechung des BGH eine Einschränkung, da laut eines Urteils des BGH vom September 2005 vermutet wird, dass der Schaden schon zum Verkaufszeitpunkt vorlag, wenn er innerhalb eines halben Jahres entdeckt wird.
Da es sich hier nur um eine Vermutung handelt, können Sie diese widerlegen. Dies wird jedoch schwierig sein.

3) Gem. § 442 BGB ist das Recht des Käufers ausgeschlossen, wenn dieser bei Vertragsschluß den Mangel kennt. Bei einem Händler muss man von einem erhöhten Kenntnis der Autobeurteilung ausgehen. Jedoch müssen Sie das beweisen, was Ihnen sicherlich schwer fallen wird.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Auskunft geben kann.
Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Falls Sie noch weitere Fragen haben sollten, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
gerlach@internetkanzlei.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.01.2006 | 14:51

Vielen Dank für die Antworten. Zu 1. ist es so wie sie beschrieben haben. zu 2. Bin ich Ihrer Meinung. zu 3. Ich habe noch eine Nachfrage dazu. Zum Zeitpunkt des Kaufs sprang der wagen beim Starten durch den Käufer bereits schlecht an. Hätte er daraus auf einen Mangel schliessen können?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2006 | 15:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

das ist sehr schwierig zu beantworten. Da es sich hier um einen Autohändler handelt, hätte er bei Nichtanspringen eigentlich skeptisch werden müssen. Kennen setzt jedoch positive Kenntnis derjenigen Tatsachen voraus, die in ihrer Gesamtheit den Mangel begründen. Dieses Wissen muss sich auch auf die rechtliche Bedeutung und den Umfang des Mangels beziehen.
Und ich denke, dass das vorliegend nicht vorlag bzw. schwer zu beweisen sein wird.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positiveren Auskünfte geben kann.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
gerlach@internetkanzlei.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort hat mir eine Sicherheit in meiner weitern Vorgehensweise gegeben und mir meinen Standpunkt in der Sache klar gemacht. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60118 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für diese konkrete, ausführliche Antwort. So soll es sein, Sie haben wir definitiv weiter geholfen. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und relevante Beantwortung, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden. Das Problem hat mich schon seit laengerem belastet und in meinen Handlungsmoeglichkeiten eingeschraenkt. Der Anwalt konnte mir mit seiner rechtlichen Einschaetzung des Sachverhalts aufzeigen, wie ich dieses ... ...
FRAGESTELLER