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Auszug wegen Schimmel

| 03.02.2009 09:19 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


In meiner Wohnung ist im Schlafzimmer an der Außenwand Schimmel - bisher noch relativ wenig - aufgetreten. (am Übergang von Wand zur Decke ca. 1 m lang)
Der Vermieter (Wohnungsbaugenossenschaft) wurde selbstverständlich informiert und kam bereits zur Besichtigung.
Er hat relativ schnell zugegeben, dass es wohl an einem Baumangel liegen muss und der Schimmel nicht auf falsches Heizen und lüften zurückzuführen ist.
Dazu muss ich sagen, dass ich in der seit drei Jahren in dieser Wohnung lebe und bereits von Anfang an, Probleme mit Wänden vorkamen. Vor allem in der Küche löste sich bereits 3 x die Tapete komplett von der Wand (ist diegleiche Außenwand). Jedesmal wurde der Schaden von Malerfirma behoben, die für die Genossenschaft tätig ist. Jetzt tritt dies wieder in der Küche auf, jedoch diesmal auch im Schlafzimmer und im Badezimmer. Auch im Flur, und Kinderzimmer kamen die "Tapetenprobleme" wiederholt vor. Es wurde immer unbefriedigend "behoben".
Daher war ich bisher meiner Ansicht nach ziemlich geduldig mit der Vermietung.
Dazu muss ich weiterhin sagen, dass meine unmittelbaren Nachbarn
auch Schimmelprobleme haben, sowie einen Hausaufgang weiter auch eine Familie bekannt ist, die Schimmelprobleme hat. ( immer diegleiche Außenwand). Dies wurde vor 2 Jahren symptomatisch behandelt, nun ist der Schimmel natürlich wieder aufgetreten.
Die Genossenschaft möchte nun wie folgt vorgehen:
Wieder diegleiche Malerfirma soll das Schimmelproblem symptomatisch beheben. Sind die dafür überhaupt zuständig?
Mir wurde vorgeschlagen, in naher Zukunft in eine andere Wohnung innerhalb der Genossenschaft umzuziehen.
Die Kosten dafür müsste ich natürlich alleine tragen.
Auf meine Frage, was denn mit der Ursachenbekämpfung wäre, heißt es, dafür wäre erstmal kein Geld vorhanden. Außerdem ist es ja noch so "wenig" Schimmel, das es schon wieder fast keiner ist.... Jedoch sollte ich mit meinem Problem nicht hausieren gehen. Das Haus ist nicht gedämmt (ist ein Q3A Bau aus den 60 er Jahren), eine Fassadenerneuerung samt Dämmung findet erst in 1 bis 2 Jahren statt. Jedochg besteht da Problem auf jeden Fall
seit 2 Jahren ( da wussten sie es ja von den Nachbarn).

Mir gehen nun folgende Gedanken durch den Kopf:
Ich möchte zum einen aus dieser Wohnung schnellstens raus. Da der Schimmel nicht behoben wird, ist er ja weiterhin vorhanden, eben nur nicht sichtbar.
Habe ich da möglichkeiten ohne die 3 monatige Kündigungsfrist einzuhalten?
Gibt es bis dahin die Möglichkeit einer Mietminderung?
Kann ich andere Ansprüche geltend machen? Immerhin würde ich nicht ausziehen wollen, wenn nicht immer wieder Mängel in dieser Wohnung auftreten würden.
Die nicht haltenden Tapeten müssen doch etwas mit dem Mauerwerk zutun haben, denn so unfähig kann keine Malerfirma sein.
Wenn neue Mieter einziehen, müssen sie doch auf das Schimmelproblem aufmerksam gemacht werden?
Ich habe Genossenschaftsanteile gezahlt und muss doch irgenwelche Rechte haben? Kann sich die Genossenschaft unter diesen Umständen auch 1 Jahr Zeit lassen , mit der Rückzahlung der von mir gezahlten Anteile?
Was ist die beste Vorgehensweise?
Ich habe eine kleine Tochter , die 1 Jahr alt ist und möchte ihr keine eventuellen Risiken aussetzen. Ich möchte auch nicht innerhalb der Genossenschaft umziehen, da zum einen alle Häuser ungedämmt sind und zum anderen das Vertrauen in die Genossenschaft verloren gegangen ist.

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Mfg

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellten Fragen, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts sowie unter Berücksichtigung Ihres ausgelobten Einsatzes gerne wie folgt beantworten möchte:

Ich empfehle Ihnen, eine angemessene Frist zur Nachbesserung zu setzen. Kommt man dieser Aufforderung nicht oder nur unzureichend nach, so sollte die Miete gemindert werden. Dass Sie dies tun werden, sollten Sie in Ihrem Aufforderungsschreiben bereits ankündigen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Fristablauf oder bei unzureichender Renovierung die Arbeiten selbst auf Kosten des Vermieters durchführen zu lassen.

Für eine fristlose Kündigung sehe ich indes keine Möglichkeiten. Diese setzt voraus, dass es Ihnen unzumutbar ist, die ordentliche Kündigungsfrist abzuwarten. Insbesondere könnte sich als problematisch herausstellen, dass Ihnen die Schimmelproblematik von Anfang an bekannt war. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen Aufhebungsvertrag zu schließen, wonach der Mietvertrag zu einem bestimmten Datum einvernehmlich aufgehoben wird. Allerdings muss Ihr Vermieter sich hierzu bereit erklären. Einen gesetzlichen Anspruch haben Sie nicht. Es bliebe ansonsten nur die ordentliche Kündigung.

Wie es sich mit der Rückzahlung der Genossenschaftsanteile verhält, muss anhand des individuellen Vertrags geprüft werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2009 | 09:54

Vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort!

Das Schimmelproblem war mir leider nicht von Anfang an bekannt, erst jetzt, nach Unterhaltungen und konkreten Nachfragen bei Nachbarn, habe ich von dem bereits bestehenden Problemen erfahren. Daher kann ich ja davon ausgehen, dass es der Genossenschaft bekannt war/ist, und sie mich bei Einzug jedoch nicht darauf aufmerksam gemacht haben. Es ist für mich unverständlich, dass die Wohnungsbaugenossenschaft, auf das Problem so unzureichend reagiert...

Ich werde die Schritte ersteinmal so in die Wege leiten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.02.2009 | 09:58

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe dies angenommen, da Sie mitteilten, das Problem sei von Anfang an aufgetreten. Gleichwohl berechtigt Schimmelbefall in der Regel nicht zur fristlosen Kündigung des Mietvertrages. Ggf. können Sie bei der Beseitigung auch durch die entsprechenden Ämter (Wohnungsamt, Gesundheitsamt) Druck auf den Vermieter ausüben, zumal Sie ein kleines Kind haben.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser Angelegenheit!

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

Bewertung des Fragestellers 03.02.2009 | 10:01

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