Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auszug nach etwas mehr als 3 Jahren aus Neubau

01.10.2014 07:15 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

wir sind 2011 in die Wohnung als Erstbezug eingezogen und werden Ende Oktober fristgerecht ausziehen. Wir haben zwei kleine Kinder und wie wir finden normale Abnutzungsspuren in der Wohnung. Die Frage ist nun, wieviel müssen wir tatsächlich für eine vertragsgerechte Übergabe tun?

Ich würde nach dem Vertrag davon ausgehen, das wir auf jeden Fall Küche, Bäder und Duschen streichen müssen. Flur, Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer eher nicht. Bis auf die Wände die wir im Flur grau gestrichen haben (?)

Aber ich weiß nicht ob der Vermieter uns gesagt hat, das wir es in den "früheren Zustand" versetzen müssen und somit alles gestrichen werden muss.

Was wir auf jeden Fall machen müssen, ist eine Delle in der Eingangstür reparieren.

Hier die drei Paragraphen die ich für wichtig empfinde.

§ 12 Instandhaltung und Instandsetzung der Mieträume
1. Der Mieter hat in den Mieträumen auftretende Schäden unverzüglich anzuzeigen, sobald er sie bemerkt.
2. Der Mieter haftet gegenüber dem Vermieter für Schäden, die durch ihn, seine Familienangehörigen oder von ihm beauftragte Handwerker schuldhaft verursacht werden.
3. Der Mieter trägt die Kosten für in den Mieträumen anfallende Kleinreparaturen. Die Kleinreparaturen umfassen das Beheben kleiner Schäden an den Installationsgegenständen für Elektrizität, Wasser und Gas, den Heiz- und Kocheinrichtungen, den Fenster- und Türverschlüssen sowie den Verschlusseinrichtungen der Fensterläden. Der Mieter trägt die Reparaturkosten bis zu 85 Euro pro Einzelfall. Pro Mietjahr ist der Aufwand für den Mieter auf 170 Euro, höchstens jedoch auf 8% der jährlichen Nettokaltmiete begrenzt.

§ 13 Schönheitsrereperaturen
1. Die Mieter führen auf eigene Kosten die Schönheitsrereperaturen fachgerecht durch. Die Schönheitsreparaturen umfassen insbesondere: Tapezieren, Anstreichen und Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Heizkörper sowie sämtlicher Versorgungsleitungen.

2. Wärend der Dauer des Mietverhältnisses haben die Mieter die Schönheitsrereperaturen vorbehaltlich des Absatzes 3 nach folgenden Regelfristen entsprechend der durch den Gebrauch erfolgten Abnutzung in der
Regel durchzuführen:
alle 3 Jahre: Küchen, Bäder und Duschen,
alle 5 Jahre: Wohn- und Schlafräume, Flure, Dielen und Toiletten,
alle 7 Jahre: alle anderen Nebenräume.

3. Endet das Mietverhältnis vor Ablauf der vorbenannten Zeiträume und hat der Mieter im letzten Jahr vor der Beendigung Schöhnheitsreparaturen nicht durchgeführt, so ist er verpflichtet, einen prozentualen Anteil an den Kosten der fälligen Schönheitsreparaturen zu tragen. Dieser Anteil bemisst sich nach dem Verhältnis des Zeitraums seit Durchführung der letzten Schönheitsreparaturen
während der Mietzeit zum gesamten Zeitraum der regelmäßig durchzuführenden
Schönheitsreparaturen. Die Kosten werden grundsätzlich aufgrund des Kostenvoranschlags eines vom Vermieter auszuwählenden Fachbetriebs ermittelt; das Recht des Mieters, durch Einholung eines eigenen Kostenvoranschlags wesentlich geringere Kosten nachzuweisen, bleibt unberührt. Der Mieter kann die Zahlungspflicht dadurch abwenden, dass er die Schönheitsreparaturen bei Beendigung des Mietverhältnisses selbst fachgerecht ausführt oder ausführen lässt.

§ 17 Beendigung des Mietverhältnisses
1. Bei Beendigung des Mietverhältnisses hat der Mieter die Mieträume vollständig geräumt, besenrein und in einem vertragsgemäßen Zustand zurückzugeben.
2. Der Mieter hat dem Vermieter sämtliche Schlüssel zu übergeben. Das gilt auch für etwaige vom Mieter selbst beschaffte Schlüssel.
3. Der Mieter kann die von ihm in den Mieträumen geschaffenen Einrichtungen wegnehmen. Der Vermieter kann aber verlangen, dass diese Einrichtungen in den Mieträumen verbleiben. In diesem Fall hat der Vermieter an den Mieter einen Geldbetrag zu leisten, der für die Neuanschaffung der jeweiligen Einrichtungen erforderlich wäre, abzüglich eines angemessenen Betrags für die bereits eingetretene Abnutzung der Einrichtungen.
4. Verlangt der Vermieter die Wiederherstellung des früheren Zustands, so hat der Mieter die erforderlichen Arbeiten auf seine Kosten auszuführen.

01.10.2014 | 08:24

Antwort

von


(3023)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sich die Wohnung in einem "normalen entsprechenden Zustand" befindet, dann haben Sie die Verpflichtung, zumindest die Küchen, Bäder und Duschen zu streichen, wobei mit Streichen das: §Tapezieren, Anstreichen und Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Heizkörper sowie sämtlicher Versorgungsleitungen." gemeint ist.

Darüber hinaus müssen Beschädigungen natürlich auch von Ihnen behoben werden.

Auch sollte der Flur, wenn dieser grau gestrichen ist, wieder eine neutrale Farbe bekommen (im besten Fall ebenfalls weiß).

Hinsichtlich der anderen Räume sind allerdings die Fristen noch nicht abgelaufen, sodass Sie allerhöchstens entsprechenden Wertersatz in Höhe von 3/5 der Netto-Kosten für ein Streichen der Wohn- und Schlafräume, Flure, Dielen und Toiletten zu leisten haben. Für die Nebenräume in Höhe von 3/7 der Kosten.

Wegen der Kosten sollten Sie sich allerdings überlegen, ob Sie die Räume nicht selbst auch mit streichen, da ein eigenes Streichen unter Umständen billiger sein kann, als Wertersatz, wenn auch nur zum Teil, leisten zu müssen.

Eine Vereinbarung, wonach Sie alles zu streichen haben bei Auszug, wäre allerdings unwirksam, unabhängig der Beweisbarkeit und der Beweislast, die der Vermieter zu tragen hätte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(3023)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 299 3178 (WhatsApp)
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Das war für mich eine große Hilfe. Nun weiß ich wenigstens, was ich zu tun habe. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Habe das Erste mal jemanden zu dem Thema kontaktiert. Kann also nicht sagen ob ein andere eine andere Antwort gegeben hätte. Der Kontakt war Sachlich und das sollte er auch sein. Von Freundlichkeit kann ich nicht runterbeissen. Ich ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Dankeschön :) ...
FRAGESTELLER