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Auszug des Mannes erzwingen auf Grund Gewalt

19.02.2015 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zur Zuweisung der Wohnung bei Gewalt des Ehepartners

Sehr geehrte Damen und Herren,

Frau (Haus läuft auf Sie) ist verheiratet mit Mann. Im Haus wird schon seit längerem eine räumliche Trennung vollzogen.

Mann ist gewalttätig und nachgewiesen Alkoholiker (einige Male Führerschein weg, Haushaltsunfälle, Randale auf Grund Alkoholmissbrauch, polizeilich bekannt ect.).

Der Mann ist auf Grund der gewalttätigen Übergriffe nicht mehr tragbar. Kinder können die Vorgänge bestätigen.

Der Mann bekommt eine gute Rente (1.200,00 EUR) und die Kinder würden Auszug und neue Wohnung organisieren.

Frage (alternativlos):

Wie kann ich rechtlich dafür sorgen, dass er ausziehen muss?

Ist eine Anzeige zwingend notwendig oder reichen die tatsächlichen Fakten?

Was gibt es zu beachten, damit dieser Schritt rechtlich vollzogen werden kann?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Wie kann ich rechtlich dafür sorgen, dass er ausziehen muss?

Sofern aktuell ein gewalttätiger Übergriff vorgefallen ist, dann können Sie gem. §§ 1,2 GewSchG auf Zuweisung der Wohnung beantragen, dies ist jedoch nur für 6 Monate möglich mit einer evtl. Verlängerung. Hierzu können Sie beim Gericht eine einstweilige Anordnung beantragen.

Sofern aktuell kein besonderer Vorfall eingetreten ist, dann besteht die Möglichkeit aufgrund der gesamten Situation die Zuweisung der Ehewohnung nach § 1361b BGB zu beantragen, da ein Zusammenleben eine unbillige Härte aufgrund des gesamten Verhaltens Ihres Mannes darstellt. Der Antrag kann auch neben einem Antrag nach dem GewSchG gestellt werden, da eine Entscheidung nach § 1361b BGB ohne Befristung erfolgt.

2) Ist eine Anzeige zwingend notwendig oder reichen die tatsächlichen Fakten?

Eine Anzeige ist nicht notwendig, würde jedoch den Sachverhalt besser begründen. Wenn jedoch der Sachverhalt der Unzumutbarkeit des zusammen Wohnens durch Zeugen nachgewiesen werden kann, ist es in Ordnung.

3) Was gibt es zu beachten, damit dieser Schritt rechtlich vollzogen werden kann?

Der vorgetragene Sachverhalt muss im bewiesen werden können, für den Fall, dass der Mann alles abstreitet und das Verhalten muss ein zusammen Wohnen als unbillige Härte für Sie darstellen. Sofern Sie gesundheitliche oder psychische Probleme durch das Verhalten Ihres Mannes bekommen haben, wäre ein ärztliches Attest von Vorteil.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
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Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)



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