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Auszug aus WG, Kautionspauschale zur Verrechnung?

25.07.2018 17:32 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

ich ziehe aus meiner WG aus. Wir waren zwei Hauptmieter und wohnten ca. 1,5 Jahr zusammen. Eigentlich hätten wir eine Kündigungssperre gehabt, jedoch lässt mich der Vermieter aus Kulanz aus dem Vertrag raus und akzeptiert den Nachmieter den ich bringe.
Ich habe damals komplett die Kaution gestellt. Meine ehemalige Mitbewohnerin und mein Nachmieter zahlen mich aus und teilen sich die Kaution (Hierzu auch später noch eine Frage).
Nun ist es allerdings so, dass ich nicht möchte, dass mein Nachmieter bei Auszug aus der Wohnung Kautionsverluste für "meine Schäden", die ich möglicherweise während meiner Wohnzeit dort verursacht habe, bezahlt. Habe schon viel über den Unterschied zwischen Schaden und Abnutzung gelesen. Meine Idee wäre eine "Kautionspauschale" zu entrichten, die die beiden dann bei ihrem Auszug irgendwann benutzen um gegebenenfalls durch mich entstandene Schäden zu reparieren. Hat jemand Erfahrungen mit sowas? Wenn, wie würde man die Pauschale bemessen (2%?,5%?,...)? Und noch viel wichtiger, wie hält man sowas vertraglich fest? Gibt es da eine "Vorlage". Mein Ziel ist es komplett aus allen Verträgen rauszukommen und in drei Jahren, falls die beiden dann ausziehen, nicht mehr für irgendwas haftbar gemacht zu werden, für das ich gar nicht mehr verantwortlich bin. Ein klarer Schnitt.
Des Weiteren würde ich gerne Zeitnah eine schriftliche Absicherung haben, dass mein Nachmieter auch wirklich einzieht. Bis jetzt ist alles nur in mündlicher Form.

Zusammengefasst:
1. Kautionspauschale?
2. Vertragsvorlagen für -"nicht-mehr-haftbar-gemacht-werden-können"
-"Absicherung-das-Nachmieter-auch-wirklich-einzieht"

25.07.2018 | 18:31

Antwort

von


(349)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Kautionspauschale:
Selbstverständlich können Sie mit Ihrem Nachmieter eine solche Kautionspauschale vereinbaren. Im Rahmen der Vertragsfreiheit sind Ihnen da grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings dürfte die Berechnung äußerst schwierig werden, da weder die Höhe der Kaution bekannt ist, noch etwaige Schäden.

Besser zu handhaben wäre sicherlich folgende Lösung:
Sie besprechen mit dem Nachmieter etwaige Mängel der Wohnung, die Sie verursacht haben und vereinbaren dann mit diesem, in welcher Höhe hier etwaige Kaution von Ihnen pauschal "nicht" von ihm gefordert wird. Dies hängt aber tatsächlich davon ab, ob Sie überhaupt Schäden verursacht haben.
Generell ist es eher so, dass entweder bei Auszug die Schäden beseitigt werden oder aber der Nachmieter quasi in die Schadenshaftung eintritt und dafür entweder keinen Ausgleich ( übernommen wie gesehen) oder aber einen "Renovierungszuschuss" erhält.

2. Vertragsvorlagen
Sie sollten hier Entsprechendes mit dem Nachmieter vereinbaren:
- Der Nachmieter XY tritt zum DATUM in den Mietvertrag mit dem VERMIETER ein.
Im Innenverhältnis mit Frau Z übernimmt XY sämtliche Schäden, die entstehen, falls XY von dem Abschluss
des Mietvertrages zurücktritt (Mietzins, etc.) .
- Nachmieter XY erhält zur Kompensation etwaiger von Z zu leistender Schönheitsreparaturen von dieser einen Betrag in Höhe von .....€.
- Damit sind sämtliche Ansprüche des XY gegenüber Z abgegolten.

Diese Vereinbarung können Sie beide unterzeichnen. Mit der Mitbewohnerin sollten Sie ebenfalls eine Vereinbarung wegen der etwaigen Schönheitsreparaturen schließen.

Die Mitbewohnerin hätte aber ja den neuen Mitbewohner XY, mit dem Sie eine Vereinbarung geschlossen haben, an den sie sich halten kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk


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