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Auszug Mitbewohner


24.07.2006 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,
Ich bewirtschafte einen Hof in Form von Pferdehaltung, Vermietung von Boxen und Koppeln, Verkauf von Heu und Stroh an die Einsteller. Seit ca. 5 Monaten habeich eine Beziehung zu einer Frau, die nun seit ca. 3 Monaten bei mir auf dem Hof in einer kleinen Einliegerwohnung lebt. Mitgebracht hatte die Frau Pferde, Hund und Katzen. Es wurde mündlich ein Mietpreis vereinbart, auch die Mithilfe auf dem Hof sollte erfolgen. Schriftlich wurde nichts vereinbart. Die Beziehung entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Fiasko und ich habe der Frau, ebenfalls mündlich, sowohl die kleine Wohnung, als auch die Pferdeboxen gekündigt. Zahlungen erfolgten keine. Ihre Möbel hat sie vor ca. 3 Wochen, nach der Kündigung, demonstrativ aus der wohnung geräumt und auf den Hof gestellt. Die Wohnung und den Hof verlassen werde sie allerdings nicht. Auch andere Einsteller werden von ihr beschimpft. Diese Woche wurde dann ein Betrag von ihr überwiesen, den ich allerdings zurücküberwiesen habe. Wie werde ich die Frau los, welche Möglichkeiten habe ich, sie und ihr Getier und die Möbel im Hof in kürzester Zeit vom Hof zu bekommen? Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der mir zur Verfügung gestellten Informationen wie folgt:

Es ist davon auszugehen, dass sie mit der betreffenden Frau einen wirksamen Mietvertrag geschlossen haben.

Für den Abschluss eines Mietvertrages stellt das Gesetz keine besonderen Anforderungen. Ein Mietvertrag kann daher grundsätzlich auch formfrei geschlossen werden; einer Schriftform bedarf es nicht.

Eine Besonderheit gilt jedoch für Wohnraummietverhältnisse. Der Mietvertrag über Wohnraum bedarf dann der Schriftform, wenn er für längere Zeit als ein Jahr geschlossen wurde, §550 BGB. Bei einem Verstoß gegen dieses Formerfordernis gilt der Vertrag für unbestimmte Zeit.

Der Mietvertrag kann dann nur noch durch Kündigung beendet werden. Dies ist jedoch frühestens zum Ablauf des ersten Vertragsjahrs unter Einhaltung der Kündigungsfristen der §§ 573c, 573d BGB möglich.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe


mit freundlichen Grüßen

Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.07.2006 | 23:32

Wie verhält es sich mit einer fristlosen Kündigung wegen nicht gezahlter Miete bzw. Mietrückstände?
Danke im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.07.2006 | 23:52

Der Vermieter kann das Mietverhältnis wegen des Zahlungsverzuges fristlos kündigen. Der Vertrag wäre damit aufgelöst. Dies ist in folgenden Fällen möglich:

1. Der Mieter ist für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder einem erheblichen Teil davon in Verzug. Erheblich ist der Rückstand in der Regel dann, wenn er mehr als einen Monatsmietzins beträgt.

2. Der Mieter ist in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe von zwei Monatsmieten in Verzug.

Eine fristlose Kündigung muss schriftlich erfolgen. Der dafür erforderliche wichtige Grund muss im Kündigungsschreiben angegeben werden.

Allerdings kann es vorkommen, dass Ihre Mieterin auch nach Kündigung des Mietverhältnisses nicht aus der Wohnung auszieht.

In diesem Fall müssen Sie, wenn Sie Ihr Recht auf Räumung der Wohnung durchsetzen wollen, Räumungsklage gegen die Mieterin erheben. Zur eigenmächtigen Rechtsdurchsetzung sind sie allerdings nicht befugt.


Weber
Rechtsanwalt

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