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Auszug, da Haus verkauft wird

05.02.2013 23:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag, ich bewohne seit 5 1/4 Jahren zusammen mit meinen 4 Kindern, eines davon ist an Krebs erkrankt, das Haus meiner Schwester und meines Schwagers. Ich habe einen Standardmietvertrag, unbefristet. Mündlich sagte man mir immer, ich könne da gerne wohnen bleiben - Mietzahlung natürlich vorausgesetzt - da das Anwesen eine zusätzliche Altersversorgung sei. Anfang Oktober erhielt ich eine Mail von meiner Schwester, in 6 Jahren wolle sie das Haus verkaufen. Außerdem möchte sie keinen privaten Kontakt mehr zu uns, es hätte nichts mit uns zu tun, sie wünsche uns für die Zukunft alles Gute (!!??). Am 6. Januar bekam ich Besuch von meinem Schwager, der mir eine Kündigung "an-kündigte", da sie eine Villa erwerben wollen in 6 stelliger Summe und mein Haus die Anzahlung sei. Ich beendete das Gespräch, ohne mich auf irgendetwas einzulassen. Am 8. Januar schickte mir ein unfreundlicher Anwalt einen Aufhebungsvertrag zu, den ich binnen 5 Tagen zurückschicken soll, ansonsten wird gekündigt. Man bot mir 2000,-- und den Auszug bis 1.8. an. Ich lehnte ab, da wir sehr ländlich wohnen und in seiner Umgebung Mietobjekte nicht reich gesäht sind. Vor 10 Tagen erhielt ich die schriftliche Besuchsankündigung für einen Termin für Schwager, Makler und Rechtsanwalt. Ich erwiderte, dass aufgrund meiner Lebenssituation ein Termin von Vorlauf 2 Tagen nicht reiche, da ich feste Behandlungstermine mit meinem Kind habe und mittwochs immer in der Klinik bin, das ist ja wohl bekannt. Außerdem lehnte ich den Anwalt ab, da für mich dieser mit einer Hausbewertung nichts zu tun hat und ich die Funktion bei einer Hausbewertung nicht sehe. Prompt erhielt ich Antwort von meinem Schwager, dass er wieder Mittwoch um 16 käme, worauf ich antwortete, er solle bitte einen Termin vereinbaren, nicht diktieren. Ich gab ihm 4 Alternativen, bisher ohne Antwort. Heute bekam ich einen derart frechen Brief vom Anwalt, in dem dieser sich lustig über mich und meiner Weigerung, ihn reinzulassen, machte. Außerdem riet er mir, mich sofort nach etwas neuem umzuschauen, da meine Tage gezählt seinen. Er würde mich jetzt kündigen, dann räumen, das solle ich mir "ins Stammbuch" schreiben. Ebenso würde er "selbstverständlich kurzfristige weitergehende, flankierende Maßnahmen" (?) gegen mich ergreifen. Ich bin total geschafft und weiss nicht mehr weiter. Könnten Sie mir was zu dieser angekündigten Kündigung schreiben bzw. zur Rechtslage. Vielen Dank.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gern nachfolgend beantworte.

"Könnten Sie mir was zu dieser angekündigten Kündigung schreiben bzw. zur Rechtslage."

Eine ordentliche Kündigung eines Mietverhältnisses über Wohnraum ist nicht ohne Weiteres möglich.

Hierzu bedarf es gem. § 573 BGB grundsätzlich eines berechtigten Interesses des Vermieters an der Beendigung. Die Vorschrift dient dem Mieterschutz. Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere bei nicht unerheblichen Pflichtverletzungen des Mieters, bei Eigenbedarf und bei einer Verhinderung einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung vor. Zudem muss das berechtigte Interesse des Vermieters im Kündigungsschreiben angegeben werden.

Eine erleichterte Kündigungsmöglichkeit besteht nach § 573a BGB, wenn der Vermieter im selben Haus wohnt und das Haus nur aus höchstens 2 Wohnungen besteht.

Die Kündigungsfrist für eine ordentliche Kündigung würde in Ihrem Fall 6 Monate betragen gem. § 573c BGB.

Es erscheint in Ihrem Fall dringend ratsam, einen im Mietrecht kompetenten Rechtsanwalt aufzusuchen. Sollten Sie die Kosten hierfür nicht aufbringen können, so besteht die Möglichkeit beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein zu beantragen.

Das Schreiben des Kollegen scheint nicht sachlich zu sein und verstößt dann gegen Standesrecht. Dies sollte der von Ihnen zu beauftragende Rechtsanwalt rügen. Je nach Schwere des Verstoßes des Kollegen könnte dessen Verhalten auch die zuständige Rechtsanwaltskammer interessieren.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Bitte beachten Sie, dass meine Antwort nur eine erste Einschätzung darstellt. Dies kann eine persönliche Beratung regelmäßig nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.02.2013 | 00:34

Hallo, Herr Glemser,

können meine Vermieter einen Termin zwecks Maklerbegutachtung einfach so verbindlich auferlegen oder muss der nicht mit mir ab-gesprochen sein? Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2013 | 01:30

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich habe diese Frage unlängst beantwortet. Die Antwort finden Sie hier:

http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=210732&rechtcheck=2

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, so können Sie sich auch gern an unsere Kanzlei unter den angegebenen Kontaktdaten wenden.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

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