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01.03.2005 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo!

Meine Mutter ist vor etwa 3 Jahren verstorben, ich als Sohn hatte zu ihrer Lebzeit Kontoberechtigung.
Es existiert ein Testament meiner Eltern, worin mein Bruder als einzigster Alleinerbe eingesetzt ist.
Mein Bruder hat jetzt Klage gegen mich eingereicht, womit er fordert dass ich ihm das Erbe (es handelt sich nur um ein Guthaben vom Girokonto meiner Mutter) auszahle, da ich Erbschaftsbesitzer bin.

Ich weiß jetzt nicht:
1. Gilt hier eine Frist in der mein Bruder innerhalb einer bestimmten Zeit das Geld von mir fordern muss?
2. Wenn ich von einer Frist von 3 Jahren ausgehe, dann hat er mit der Klageerhebung dies 2 Tage vor Ablauf der 3 Jahre beim Amtsgericht eingereicht.
Kann er mit dieser Klage denn überhaupt wirklich noch das Geld von mir fordern? Denn er hat es bisher nie in einer Forderung zur Zahlung gegen mich gefordert, da kann er doch jetzt nicht holterdipolter direkt in einer Klage das von mir fordern wollen!? Oder hat er das Recht, ohne vorhergehnde Forderung das sofort und direkt durch Klage zu holen?

Ich bedanke mich für Ihre Antworten!
MfG

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst hat Ihr Bruder einen Anspruch auf Herausgabe des Nachlasses gegen Sie, als Erbschaftsbesitzer.

Da nach BGB alter Fassung die Verjährungsfrist 30 Jahre betrug und diese Frist länger ist als die regelmäßige Verjährung von 3 Jahren nach BGB neue Fassung, begann die 3 jährige Verjährung mit dem 01.01.2002 neu zu laufen. Dies ist im EGBGB (Einführungsgesetz zum BGB) geregelt.

Der Haurausgabeanspruch ist in dem Jahr des Todes der Mutter entstanden. Die Verjährungsfrist beginnt mit Ende dieses Jahres. Sollte die Mutter also 2002 verstorben sein, beginnt die Verjährungsfrist mit Ablauf des 31.12.2002 und endet am 31.12.2005.

Sollte die Forderung noch nicht verjährt sein, kann der Bruder auch ohne vorherige außergerichtliche Geltendmachung seinen Anspruch gerichtlich durchsetzen.

Allerdings könnte Ihnen die Möglichkeit eines "sofortigen Anerkenntnisses" der Forderung zu Seite stehen, wonach Ihr Bruder sodann die Kosten des Rechtsstreits zu tragen hätte. Dies sollten Sie allerdings zuvor am konkreten Sachverhalt anwaltlich prüfen lassen.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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