Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auszahlung von Genossenschaftsanteilen


| 03.04.2007 15:19 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Frage : Auszahlung von Genossenschaftsanteilen

7 von 8 meiner Genossenschaftsanteilen an einer Bau- und Wohngenossenschaft habe ich vor 2 Jahre gekündigt. Die Auszahlung sollte nun Juli 2007 sein.
In der Erwartung der Auszahlung der 7 Anteile habe ich der Genossenschaft meine Kontodaten mitgeteilt.
Die Genossenschaft schrieb mir darauf, dass es zu einer Auszahlung der 7 Anteile im Juli 2007 nicht kommt, da ich die Kündigung der Anteile dadurch zurückgenommen habe, als ich zwischenzeitlich das Ansinnen an die Genossenschaft gestellt hatte die Auszahlung meiner sieben gekündigten Anteile und auch den aktiven achten Genossenschaftsanteile sofort und komplett auf meine Tochter zu übertragen.

Im damaligen Anschreiben an die Genossenschaft habe ich kein Wort von Kündigungsrücknahme geschrieben, sondern wollte die Anteile so wie sie sind meiner Tochter übertragen.
Die Genossenschaft behauptet dagegen, dass schon mein schriftliches Ansinnen der Übertragung an meine Tochter eine ’zwingende’ Kündigungsrücknahme der schon gekündigten Anteile bewirkt hätte - und sie deshalb nicht auszahlen werde.

Hinweis: zu einer rechtlichen Übertragung der Anteile an meine Tochter (und irgendeine Unterschriftenleistung dazu)ist es nie gekommen, auch weil meine Tochter u.a. von Berlin nach Stuttgart verzogen ist.
Die Genossenschaft behauptet, ich hätte die Anteile dann ab diesem Termin eben neu kündigen müssen.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gern wie folgt beantworten möchte.

Wenn Sie Ihre Anteile wirksam gekündigt haben sollten, d.h. insbesondere unter Beachtung etwaiger formeller Erfordernisse aus der für Sie maßgeblichen Satzung Ihrer Genossenschaft, hat diese Kündigung grundsätzlich auch weiterhin Bestand. Mit der Abgabe einer Kündigungserklärung üben Sie ein so genanntes einseitiges und bedingungsfeindliches Gestaltungsrecht aus. Einmal ausgeübt, können Sie dieses grundsätzlich gar nicht mehr zurücknehmen.

Was den erwähnten Inhalt Ihres Schreibens betrifft, so lässt sich hieraus meines Erachtens nichts anderes entnehmen. Im Gegenteil sprechen Sie ja offensichtlich sogar von den "gekündigten Anteilen." Aber auch wenn dies ausdrücklich nicht der Fall gewesen sein sollte, konnten Sie die Kündigung vorbehaltlich von speziellen Regelungen in Ihrer Genossenschaft nicht mehr zurücknehmen. Die Genossenschaft durfte dies auch nicht ohne weiteres als ein Angebot auf einen Neuabschluss interpretieren.

Sie sollten der Genossenschaft daher Ihre Rechtsauffassung mitteilen und auf dem Auszahlen der Anteile aufgrund einer wirksamen Kündigung bestehen. Ggf. empfiehlt es sich hier, einen Anwalt mit der Wahrung Ihrer Rechte zu betrauen. Hierfür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe zunächst

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt


kraft@jeromin-kraft.de
www.jeromin-kraft.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2007 | 16:39

Nachtrag: die Rechtmäßigkeit der Kündigung der 7 Anteile wurde mir von der Genossenschaft schriftlich am 13.10.2004 bestätigt, der Auszahlungstermin auf spätesten den 30.06.2007 festgesetzt. Mein zwischenzeitliches Schreiben mit dem Ansinnen des Übertrags auf meine Tochter, mit dem Hinweis auf die schon gekündigten 7 Anteile, datiert vom 12. Febr. 2005 – und wurde dann wie geschildert nicht weiter von mir verfolgt.
Ich hoffe das erhärtet Ihre Meinung auf meinen Fall noch besser und, sollte ich in diesem Fall einen Rechtsanwalt für eine Klage benötigen, werde ich Sie beauftragen, denn Sie haben mir trotz meines (leider) kleinen Budgets kompetent und schnell geantwortet. Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2007 | 16:51

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen mitgeteilten ergänzenden bzw. klarstellenden Informationen ändern die zuvor gegebene rechtliche Einschätzung jedenfalls nicht zu Ihrem Nachteil. Im Gegenteil dürfte dies tatsächlich Ihren Anspruch auf Auszahlung der 7 Anteile noch weiter untermauern.

Ich danke für das entgegengebrachte Vertrauen, wünsche Ihnen für ein weiteres Vorgehen in Ihrer Angelegenheit viel Erfolg und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sie haben mir trotz meines (leider) kleinen Budgets sehr kompetent und sehr schnell geantwortet. Danke!
"