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Auszahlung nach Verkehrswert oder Verkaufwert


28.08.2007 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Mein Vater hat in seinem Testament verfügt, dass ich seinen Eigentumswohnungsanteil an dem Zweifamilienhaus, in dem ich die 2. Eigentumswohnung besitze und auch bewohne und sein angrenzendes Grundstück unter der Bedingung erben soll, dass der Verkehrswert beider Grundstücke geschätzt wird und ich von diesem Gesamtwert meinen beiden Geschwistern jeweils ¼ auszahlen muss.
Die Ermittlung des Verkehrswerts der Erbmasse erfolgte durch einen vereidigten Sachverständigen der hiesigen IHK. Dieser Verkehrswert beläuft sich auf 160.000,- €.
Da ich nicht in der Lage bin jeweils 40.000,- € auszuzahlen und ein Hypothekendarlehn durch die Vermietung der Wohnung nicht kostendeckend finanziert werden kann, kann ich diese Beträge nur durch einen Verkauf realisieren. Meine Geschwister wollen jedoch mit einem Verkauf nichts zu tun haben und bestehen auf der Auszahlung des Geldes.
Inzwischen hat sich auch noch herausgestellt, dass ein Verkauf am Mark nicht realisierbar ist. Auch das Angebot das gesamte Objekt (einschließlich meiner Wohnung) für 200.000,- € zu veräußern findet bisher keinen Käufer.
Sollte ein Verkauf bei einem noch niedrigern Preis möglich sein, müssen dann immer noch insgesamt 80.000,- € ausgezahlt werden?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der Verkehrswert ist der bei einem anstehenden Verkauf am wahrscheinlichsten zu erzielende Preis. Dabei wird unterstellt, dass Käufer und Verkäufer wirtschaftlich vernünftig handeln, und alle wertbeeinflussenden Eigenschaften des Grundstücks beachtet werden. Es ist also ein Marktpreis zum Stichpunkt des Erbfalles. Zur Verkehrswertfestsetzung ist ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Immobilienbewertungen – wie hier wohl eingeschaltet – eine mit Sicherheit höchst geeignete Person.

Dieser Preis ist Ihren Angaben nach am Markt wohl tatsächlich nicht zu erzielen.

Gleichzeitig wird man das Testament so auslegen, dass Ihr Vater davon ausgegangen ist, dass Sie den Hausanteil zu Eigentum behalten, anderenfalls dieser nicht von einer Verkehrswertschätzung im Testament ausgegangen wäre. Umgekehrt wird Ihr Vater aber wahrscheinlich – dies ist, wie gesagt, Auslegungssache, und kann unter Umständen auch anders gesehen werden – davon ausgegangen sein, dass Sie nicht mehr als auf der Grundlage des tatsächlichen Verkaufspreises den Schwestern auszahlen sollen. Insoweit kann hiermit dahingehend argumentiert werden, dass der tatsächliche Verkaufspreis – wenn dieser realistisch ist – zugrunde zu legen ist.

Es empfiehlt sich, Ihre Erfahrungen bei den Verkaufsbemühungen mit dem Gutachter zu besprechen, mit diesem das Gutachten im einzelnen durchzugehen. Möglicherweise ergeben sich hierdurch begründete Abweichungen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr
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