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Auszahlung nach Trennung

21.07.2009 20:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 5 Jahren habe ich mir zusammen mit meinem Lebenspartner ein Haus gekauft. Wir haben zusammen ein Darlehen aufgenommen und stehen zu 50/50 im Grundbuch. Bisher bin ich für die Raten aufgekommen und er hat alle Baurechnungen beglichen.
Nun hat er sich von mir getrennt und meint, wenn ich ausziehe und er das Darlehen komplett übernimmt, wäre das fair. Auf jeden Fall will er das Haus unbedingt behalten und nicht verkaufen. Die Bank verlangt bei vorzeitiger Auflösung des Darlehens 51000,00 EUR.
Sein Vorschlag war auch, das wir beide im Haus wohnen bleiben, Das kann ich aber nicht.
Was für Möglichkeiten habe ich nun?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es ist sicherlich die vernünftigste Lösung, wenn einer von beiden Eigentümern das Objekt und die Schulden übernimmt und den andere Eigentümer dafür ausbezahlt. So kann ein oft zeitintensiver Verkauf und mit dem Verkaufsdruck oft verbundener Mindererlös vermieden werden. Allerdings müssen die Eigentümer sich über die Ausgleichszahlung einigen.

Diese wirtschaftlich sinnvolle Lösung erreicht man in Ihrem Fall, wenn man eine aktuelle Bewertung des Hauses durchführen lässt und diese ins Verhältnis zu den zu übernehmenden Schulden stellt. Wenn das Haus beispielsweise 200.000,- EUR wert ist und das Darlehen hingegen nur noch mit 160.000,- EUR valutiert, beläuft sich der Wert des Hauses wirtschaftlich gesehen auf die Differenz, also 40.000,- EUR. Diesen Wert übernimmt einer der Eigentümer, in Ihrem Fall Ihr ehemaliger Partner.

Diesen Wert haben allerdings Sie beide erwirtschaftet. Sie durch Ihre Ratenzahlungen und Ihr ehemaliger Partner durch Bezahlung der Baurechnungen. Wenn Ihr Partner das Haus übernimmt, so kann er also gegenüber Ihrem Ausgleichsanspruch seine Leistungen geltend machen. Im einfachsten Fall entsprechen sich die Leistungen, so dass in dem o.g. Beispiel eine Ausgleichszahlung in Höhe von 20.000,- EUR erfolgen müsste, da beide zur Hälfte zur Erwirtschaftung des jetzigen wirtschaftlichen Wertes von 40.000,- EUR beigetragen haben. Bei der Berechnung Ihres Beitrages sollten Sie die von Ihnen gezahlten voll ansetzen und nicht nur den Tilgungsanteil. Hätten Sie Baurechnungen mit Ihrem Geld gezahlt, so könnten Sie diese Beiträge ja auch voll ansetzen. Daher ist kein Grund ersichtlich weshalb nicht die vollen Ratenzahlungen anzusetzen sind.

Ich empfehle Ihnen ausdrücklich den beschriebenen Weg bei der Auseinandersetzung.

Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2009 | 07:47

Sehr geehrter Herr Meivogel,

mein ehemaliger Partner weigert sich aber, mir eine Ausgleichszahlung zu leisten. Wenn er dazu nicht bereit ist und aber das Haus auch nicht verkaufen will, was sind dann meine Möglichkeiten? Muss ich, wenn ich ausziehe, das Darlehen trotzdem weiter zahlen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2009 | 11:37

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch wenn Sie ausziehen müssen Sie das Darlehen weiter bedienen. Sie sind ja neben Ihrem ehemaligen Partner Darlehensnehmer für die Bank. Allerdings ist dies auch Ihr ehemaliger Partner. Die Bank kann von beiden Darlehensnehmern die Bezahlung der Raten fordern.

Sie sollten Ihre Partner nochmals die Vernunft der aufgezeigten Lösung vor Augen führen. Andererseits sollten Sie auch nicht Ihr Eigentum übertragen, wenn Ihr Partner den aufgezeigten Weg nicht mitträgt.

Sie können ihn vor die Wahl stellen, entweder eine vernünftige Lösung (siehe den beschriebenen Weg mit Auszahlung) mitzutragen oder aber Sie sagen ihm, dass Sie die Zahlungen einstellen. Wenn dann keiner mehr zahlt führt dies im Ergebnis zu einer Zwangsversteigerung des Hauses mit entsprechenden Mindererlösen. Denn oft wird in der Versteigerung nicht annähernd das erzielt, was das Haus tatsächlich wert ist und was bei einem Verkauf erlöst werden kann.

Und wenn ihr Partner dann die Raten zahlt, Sie aber trotzdem ohne Gegenleistung übertragen sollen, sollten Sie ihm mitteilen, dass Sie das Mittel der Teilungsversteigerung zur Auseinandersetzung in Betracht ziehen. In diesem Fall kommt es dann auf Ihren Antrag auch zu einer Versteigerung und beide Eigentümer erhalten dann gemäß der Eigentumsanteile den Erlös nach Abzug der Bankverbindlichkeiten.

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