Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.068
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auszahlung des Resturlaubes

| 29.04.2009 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mein Arbeitgeber hat meinen befristeten Arbeitsvertrag während der Probezeit zum 31.5.09 gekündigt. Seit Ausspruch der Kündigung bin ich arbeitsunfähig und werde dies auch bis zum Vertragsende bleiben. In diesem Falle müsste mein AG mir laut geltenden betrieblichen Vereinbarungen meinen Resturlaub auszahlen.
Mein AG hat mir angeboten, die Kündigung in eine Selbstkündigung oder eine Vereinbarung über Auflösung des Arbeitsverhältnisses umzuwandeln.
Frage: Wenn ich dieses Angebot annehme, hat dies Auswirkungen auf die Auszahlung des Resturlaubes?

Sehr geehrter Fragesteller,

gern möchte ich Ihre Frage anhand der von Ihnen gemachten Angaben zum Sachverhalt und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Eine Auszahlung des Urlaubsanspruches soll nach dem gesetzlichen Grundgedanken des Bundesurlaubsgesetzes nicht der Regelfall sein. Der Erholungszweck des Urlaubs steht im Vordergrund.

Eine Abgeltung (Auszahlung) des Urlaubs ist nur für den Fall vorgesehen, dass der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann (vgl § 7 Abs. 4 BUrlG). Ihre Situation fällt klassischerweise in diese Regelung. Wegen Ihrer Krankschreibung kann der Urlaub momentan nicht gewährt werden. Wegen der nun anstehenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann er auch nach Ihrer Genesung nicht mehr gewährt werden und ist damit abzugelten. Ihre betrieblichen Regelungen stimmen insoweit also mit den gesetzlichen überein.

Ihr Arbeitgeber bräuchte den Abgeltungsanspruch lediglich dann nicht zu erfüllen, wenn Sie auch nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bis zum Zeitpunkt des Anspruchsverfalles (31.03.2010 – zu diesem Zeitpunkt würde der Urlaub für 2009 nach derzeitig (noch) geltender Rechtslage auch ohne die Beendigung des Arbeitsverhältnisses verfallen) noch arbeitsunfähig wären.

Unerheblich und ohne Auswirkung ist dabei, auf welche Weise das Arbeitsverhältnis geendet hat, ob also durch Arbeitgeberkündigung, Eigenkündigung, Aufhebungsvertrag oder Auslaufen der Befristung. Die gesetzliche Regelung spricht insofern nur von "Beendigung des Arbeitsverhältnisses". Auch bei einer Eigenkündigung oder einem Aufhebungsvertrag hätten Sie demnach einen Abgeltungsanspruch.

Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag sind allerdings aus anderen Gründen problematisch, da sie in der Regel zur Verhängung einer Sperrzeit hinsichtlich des Arbeitslosengeldes führen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen eine erste Orientierung gegeben haben zu können. Es sei der Hinweis erlaubt, dass die Beratung nur anhand der von Ihnen gemachten Angaben erfolgt ist und lediglich eine erste grobe Einschätzung darstellt. Die ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüssen,

J. Lau
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 29.04.2009 | 23:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.04.2009 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER