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Auszahlung des Partners bei Scheidung


28.10.2005 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Morgen!
Ich hab vor, mich von meinem Mann, mit dem ich seit 1989 verheiratet bin, zu trennen.
Wir haben ein Haus, mein Elternhaus, wobei ich ihm 1995 die Hälfte überschrieben habe, jedoch mit der Klausel, dass bei Scheidung seine Hälfte automatisch wieder auf mich zurück fällt.
Unser Haus ist schuldenfrei.
Anbei noch bemerkt, wohnt meine Mutter mit im Haus - mietfrei bis ans Lebensende. Sie ist von sämtlichen Kosten, was Haus und ihre Nebenkosten betrifft, befreit.

Nun meine Frage:

Aus welchen Kriterien setzt sich die Höhe der Auszahlung an meinem Mann zusammen?
Mein Mann hat schon vor dem Erwerb der Hälfte des Hauses sehr viel am Haus in Eigenleistung geschaffen, wie z.B. Modernisierung, Renovierung, Anbauten, Werterhöhung durch Dämmung, Heizung usw.
Rechnungen sind keine mehr vorhanden.
Zählt der von ihm eingebrachte Einsatz schon ab der Heirat, obwohl ihm da noch nichts gehörte?
Wie wird die Abnutzung oder Abwohnung im Laufe der Jahre berechnet?
Der Verkehrswert betrug zum Zeitpunkt des Überschreibens 100.000 DM
Ein Vermögen im Sinne von Ersparten haben wir nicht, ausser Lebensversicherung, Rentenversicherung, Bausparvertrag.
Wir arbeiten beide; mein Mann hat seit ca.drei Monaten eine Ich-AG.
Wir haben auch eine Tochter.

Ich wäre Ihnen dankbar für eine genaue Antwort hinsichtlich der Berechnung der Summe.

Vielen Dank im Voraus!!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

eine genaue Berechnung der zu zahlenden Summe kann schon deshalb nicht erfolgen, da der derzeite Wert des Hauses nicht bekannt ist. Dieser müsste, sofern keine Einigung erzielt wird, dann durch ein sogenannten Verkehrswertgutachten ermittelt werden.

Dabei wird neben der Annutzung und das Abwohnen auch das offenbar bestehende lebenslange Wohnrecht der Mutter in die Berechnung mit einfließen, wobei juristisch dann (hartherzig, aber wahr) dieses tatsächlich umgerechnet wird. Dabei spielen dann das Alter, die gesundheitliche Verfassung und die Lebenserwartung der Mutter für die Umrechnung eine Rolle.

Berücksichtigt werden auch die Leistungen des Mannes, die dann ebenso in geldwerte Positionen umgerechnet werden, wobei dann aber auch der Wohnwert wieder eine Rolle spielt. Da offenbar keine Rechnungen mehr vorliegen, kann auch dieses zum Streitpunkt werden, da erfahrungsgemäß die Parteien den Wert dieser Leistungen unterschiedlich beurteilen werden. Auch die Arbeiten vor der Hochzeit werden berücksichtigt, da der Mann dise Arbeiten in Erwartung der Hochzeit UND Bestand der Ehe durchgeführt hat.

Auch ist zu berücksichtigen, wer Abtrag und Aufwendungen für das Haus getragen hat.

Sie sehen anhand dieser Aufzählung, dass es in diesem Forum bei der Fragestellung leider unmöglich ist, einen genauen Betrag zu berechnen. Wegen der einzelnen offenen Fragen ist in Ihrem Fall die individuelle Beratung durch einen Kollegen vor Ort notwendig, die dieses Forum nicht ersetzen kann (siehe Button "Hilfe").

Insgeamt kann man Ihnen aber nur den Rat geben, sich -sofern es noch möglich ist- in Ruhe mit Ihrem Mann über einen für beide Parteien annehmbaren Betrag zu einigen. Denn sollte wirklich alles streitig werden, müssen Sie mit einem großen Aufwand an Zeit und Geld (denken Sie nur an die dann notwendigen verschiedenen Gutachten und Kosten in einer Größenordnung von 5.000,00 EUR) rechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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