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Auszahlung des Erbteils


10.11.2006 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Anliegen. Mein Schwiegervater ist vor 9 Jahren verstorben. Nach vorhandenem Testament sind mein Mann,dessen Bruder zu je einem viertel Erbe,meine Schwiegermutter
zur Hälfte. Mein Mann überschrieb mir seinen Anteil vor acht Jahren. Nun ist er schwer krank und wir möchten dieses Viertel
verkaufen um Geld zu haben, falls er nicht mehr arbeiten kann.
Auf diesem Grundstück stehen 2 Häuser und Nebengelaß. Mein Mann hat in einem der Häuser gewohnt bis er zu mir gezogen ist.
Das Haus wurde von ihm saniert und das Mobiliar belassen.
Vor ca. 3 Jahren zog sein Bruder mit Freundin ein. Das andere Haus bewohnt die Mutter meines Mannes. Der Bruder zahlt keine Miete, lebt auf Schwiegermutters Kosten. Was können wir tun um das viertel Grundstück verkaufen zu können. Kann er auch anteilmäßig Miete verlangen? Das gesamte Grundstück ist wohl 100000€ wert. Vielen Dank
10.11.2006 | 12:07

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Nach Ihrer Schilderung hat Ihr Mann seinen Anteil auf Sie „überschrieben“. Sofern die Überschreibung wirksam durchgeführt wurde, wären Sie Anspruchsinhaberin.

2. Der „Verkauf“ des 1/4tels des Grundstücks ist jederzeit möglich. Entweder einigen sich die Parteien, dh Sie lassen sich Ihren Anteil von den anderen Erben auszahlen.

3. Sollte das nicht möglich sein, weil die anderen Erben nicht bezahlen wollen, können Sie die Teilungsversteigerung durchführen. Die Teilungsversteigerung führt dazu, dass das Grundstück insgesamt versteigert wird. Der Erlös fließt in die Erbengemeinschaft und im Zuge der Auseinandersetzung wird das Geld dann anteilig verteilt. Die Auseinandersetzung kann jederzeit verlangt werden und mit Hilfe einer Klage durchgesetzt werden, wenn keine Einigung zu erwarten ist.

4. Wenn derzeit ein Teil des Grundstücks von einem Nichterben genutzt wird, haben Sie Anspruch auf ¼ der Mieteinnahmen nach Abzug der Kosten. Der Anspruch besteht seit Einzug der Person. Da die Person vor drei Jahren eingezogen ist, kann es sein, dass ein Teil des Anspruchs bereits verjährt ist.

5. Hinsichtlich der Renovierungsarbeiten hätte Ihr Mann nur ¼ der notwendigen Kosten zu tragen gehabt. Hier kann eventuell noch ein Anspruch gegen die Erbengemeinschaft bestehen. Die Verwaltung des Nachlasses steht grundsätzlich den Erben nur gemeinschaftlich zu. Wenn die übrigen Erben mit dem Umbau einverstanden waren, müssen sie auch die Kosten anteilig tragen. Hier bedarf es aber einer weiteren Sachverhaltsermittlung.

Fazit: Der Verkauf kann nur durch Verkauf an die Erben oder wenn eine Einigung nicht möglich ist, durch Teilungsversteigerung erfolgen.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München

Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de

Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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