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Auszahlung des Erbes - Was sind die nächsten Schritte

| 09.11.2011 07:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag.

Mein Großvater ist Mitte Juli diesen Jahres verstorben. Aufgrund der Ausschlagung des Erbes von Seiten meines Vaters sind meine Schwester und ich als Erben eingetreten.

Meine Schwester und ich haben das Erbe angenommen. Ein Erbschein wurde seitens meiner Großmutter am 23.09.2011 beantragt, hierüber wurden meine Schwester und ich vom Nachlassgericht am 27.09.2011 informiert und wir haben unsere Einverständnis dem Nachlassgericht mitgeteilt.

Der Erbschein wurde am 11.10.2011 erteilt (meine Schwester und ich je 1/8, der andere Sohn 1/4, seine Ehefrau 1/2).

Am 26.10.2011 wurden wir vom Nachlassgericht informiert, dass eine Grundbuchänderung vorgenommen wurde.

Meine Schwester und haben im Anschluss an die Erteilung des Erbscheines Kontakt zum Anwalt meiner Oma aufgenommen und um Auszahlung des Erbes gebeten (17.10.2011). Da kein Antwortschreiben kam, haben wir erneut schriftlich um Auszahlung gebeten (01.11.2011).

Wir haben leider bis heute keine Antwort vom Anwalt meiner Oma erhalten und wissen nun nicht, wie wir uns weiter verhalten können, um an unser Erbe zu gelangen.

Vielen Dank.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworten:

Ihrer Schilderung entnehme ich, dass es keine testamentarische Verfügung gibt, sondern gesetzliche Erbfolge eingetreten ist. Somit bilden Sie zusammen mit Ihrer Schwester, Ihrem Onkel und Ihrer Großmutter eine Erbengemeinschaft. Der Nachlass steht der Erbengemeinschaft zur gesamten Hand zu, dies bedeutet, dass jedes einzelne Mitglied im Rahmen seiner Quote an dem gesamten Nachlass beteiligt ist. Dies steht im Gegensatz zu einem Pflichtteilsanspruch, der in einem Geldanspruch besteht. Es ist also nicht so, dass Sie von den anderen Erben 1/8 des Wertes des Nachlasses als Zahlungsanspruch verlangen können. Vielmehr besteht die Erbengemeinschaft solange, bis sie auseinandergesetzt wird.
Diese Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kann lediglich einvernehmlich, d.h. durch Zustimmung aller Mitglieder und Aufteilung der gesamten Nachlassgegenstände erfolgen.
Die einzige weitere Möglichkeit die neben der einvernehmlichen Auseinandersetzung besteht ist die Erbteilungsklage. Hierzu muss der Nachlass aber "teilbar" gemacht werden. Da neben Barvermögen nahezu kein Vermögensgegenstand geteilt werden kann(bspw. Grundstücke) muss dann im Rahmen von Teilungsversteigerungen verlangt werden, dass die Nachlassgegenstände versteigert werden, der Erlös wird dann auf ein Sperrkonto eingezahlt bis die Teilungsreife des Nachlasses besteht.

Wie Sie sehen ist die Auseinandersetzung des Nachlasses hochkomplex. Da bei einer streitigen Auseinandersetzung mit erheblichen Wertverlusten zu rechnen ist, empfiehlt es sich stets eine einvernehmliche Lösung der Auseinandersetzung anzustreben.

Ich rate Ihnen daher unter Zuziehung eines Rechtsanwaltes, dies allein wegen der Waffengleichheit zu Ihrer Großmutter, zunächst den Nachlass und dessen Umfang festzustellen, hiernach sollte dann in Verhandlungen mit der Gegenseite eingetreten werden, wie der Nachlass einvernehmlich aufgeteilt werden kann.

Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung. Sie können mich über Haberbosch@erbfall.eu unverbindlich kontaktieren und ich teile Ihnen dann die voraussichtlich entstehenden Kosten mit.


Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Online-Beratung lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung auf Grund der von Ihnen geschilderten Sachverhaltsumstände handelt. Das Weglassen oder Hinzufügen von Umständen kann die rechtliche Beurteilung nicht nur unerheblich verändern.

Bewertung des Fragestellers 11.11.2011 | 07:44

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