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Auszahlung aus Grundstücksverkäufen

| 14.02.2017 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


08:55

Guten Tag,

eine 5-köpfige Erbengemeinschaft hat insgesamt 5 Grundstücke geerbt und diese sind über einen Makler bereits veräußert bzw. haben Interessenten gefunden. Der erste Verkauf ist komplett abgeschlossen und auf dem Konto des Erblassers befindet sich bereits seit einigen Wochen das Geld. Die Erbin, die auf das Konto zugreifen kann, weigert sich nun aber, das Geld aufzuteilen und zu überweisen. Sie hat sich wohl überlegt, sie wartet ab bis alle Verkäufe abgeschlossen sind, da ja einerseits noch Rechtsanwaltskosten ausstehen und darüber hinaus noch mögliche Zahlungsaufforderungen kommen könnten. Allerdings kann der Verkauf aller Grundstücke noch dauern, da bei zwei Grundstückungen noch Genehmigungen durch Vormundschaftsgerichte ausstehen.

Meine Frage: Ist das so rechtens? Kann sie das Geld einfach zurückhalten? Kann ich meine Anteile nach und nach einfordern und ggf. anfallende Kosten später anteilig begleichen?

Vielen Dank!

14.02.2017 | 19:07

Antwort

von


(745)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Erbengemeinschaft wird der Nachlass gemeinschaftliches Vermögen der Miterben, § 2032 BGB . Ein Miterbe kann über einzelne Nachlassgegenstände nicht verfügen, es muss vielmehr eine "Auseinandersetzung" der Erbengemeinschaft erfolgen, §§ 2033 , 2042 BGB .

Übersetzt heiß das, es soll zunächst der Nachlass festgestellt und die Verbindlichkeiten bezahlt werden, dann sollten sich die Miterben darüber einigen, wie der verbleibende Nachlass unter ihnen verteilt wird. Dies nennt sich "Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft".

Es ist also zulässig, dass das Nachlasskonto zunächst weiter verwaltet und die Verkäufe der Grundstück abgewartet wird. Sie sollten noch etwas Geduld aufbringen. Das Gesetz gibt Ihnen zwar das Recht, jederzeit die Auseinandersetzung zu verlangen, dann müssten Sie aber konkret einen bestimmten Auseinandersetzungsplan einfordern und notfalls gerichtlich durchsetzen. Davon wäre solange abzuraten, wie die Immobilien noch im Verkauf sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 14.02.2017 | 20:00

Sehr geehrter Herr Steidel,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich hätte noch eine Verständnisfrage. Wenn die Erbengemeinschaft sich darauf geeinigt hat, das Barvermögen zu teilen und die Grundstücke zu veräußern und den Erlös ebenfalls zu teilen, ist das dann bereits diese Auseinandersetzung? Das Barvermögen wurde nämlich bereits geteilt und z.B. die Bestattungskosten und andere Verbindlichkeiten davon beglichen. Es verbleiben lediglich mögliche Verbindlichkeiten aus dem Verkauf selbst. Die Verkäufe wurden auch bereits notariell beurkundet und es fehlt, wie erwähnt, lediglich die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts. Kann in so einem Fall das Abwarten aller Zahlungen von dem Erben alleine entschieden werden, der das Konto verwaltet?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2017 | 08:55

Eine alleinige Entscheidungskompetenz des verwaltenden Miterben gibt es nicht, da stimme ich Ihnen zu.
Andererseits müssten alle Miterben zustimmen, dass zum jetzigen Zeitpunkt weitere Auszahlungen erfolgen.

Der Auseinandersetzungsplan lautet ja - wie Sie schreiben- zunächst Verteilung des Barvermögens und Ausgleich der Nachlassverbindlichkeiten. Dies ist geschehen.

Im zweiten Schritt: Verkauf der Immobilien und Verteilung der Erlöse nach Abzug der aus dem Verkauf resultierenden Forderungen. Dieser Punkt ist offenbar noch nicht vollständig abgeschlossen.

Sind die weiteren Miterben auf Ihrer Seite? Dann versuchen Sie dadurch Druck auszuüben. Ich kann Ihnen aber nicht wirklich empfehlen, zu diesem Zeitpunkt einen Rechtsstreit zu beginnen.

Wünsche noch eine schöne Woche.

Bewertung des Fragestellers 15.02.2017 | 13:18

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.02.2017
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