Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Auszahlung Urlaubsanspruch nach Krankheit

| 05.10.2020 15:14 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Arbeitgeber können die Genehmigung für einen geplanten Urlaub nicht einfach zurücknehmen.
Das ist nur in Ausnahmefällen möglich,
aufgrund massiver betrieblicher Gründe.

Guten Tag,
meine Ehefrau ist Teilzeitbeschäftigte mit 24-Stunden Wochenarbeitszeit in einer Physiotherapie-Praxis mit 10 Mitarbeitern + Praxisinhaber.
Im Sommer hatte sie einen Fahrrad-Unfall, der einen Kreuzbandausriss und eine 9-wöchige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Inzwischen ist sie in einer Wiedereingliederungsmaßnahme. Ab Mitte Oktober wird meine Frau voraussichtlich wieder voll arbeitsfähig sein.
Meine Frau hat einen vertraglich vereinbarten Jahres-Urlaubsanspruch von 16 Arbeitstagen (= 5 Wochen + 1 Tag). Der Urlaub ist für das Jahr 2020 ist Ende 2019 unter den Mitarbeitern der Praxis abgestimmt worden, von meiner Ehefrau komplett verplant und alle Urlaubsanträge sind vom Arbeitgeber genehmigt worden.
6 geplante Urlaubstage (zwei Wochen) konnten im Sommer aufgrund der Erkrankung nicht genommen werden. Weitere 3 Urlaubstage (eine Woche) sind geplant, aufgrund des genehmigten Urlaubsantrags ist eine Urlaubsreise gebucht und auch bereits bezahlt.
Der Arbeitgeber hat bereits während der Krankschreibung meiner Frau mitgeteilt, dass sie aufgrund ihrer Erkrankung im Jahr 2020 keinen Urlaub bekommen könne und er ihr den kompletten Rest-Urlaubsanspruch des Jahres 2020 von 9 Tagen ausbezahlen will.
Meine Ehefrau möchte hingegen keine Ausbezahlung des Jahresurlaubs. Den nicht genommenen Sommer-Urlaub von 6 Tagen möchte sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, den geplanten Urlaub von 3 Tagen wie geplant und genehmigt antreten.
Meine Fragen:
darf der Arbeitgeber aufgrund der Erkrankung den Urlaub ausbezahlen?
kann der aufgrund der Erkrankung nicht in Anspruch genommene Urlaub in das Kalenderjahr 2021 übertragen werden?
kann der Arbeitgeber die Genehmigung für den geplanten Urlaub von 3 Tagen zurücknehmen?
wer muss für die Kosten der Urlaubsreise aufkommen wenn der Arbeitgeber die Urlaubsgenehmigung für den geplanten Urlaub zurücknimmt?
Vielen Dank.

05.10.2020 | 17:20

Antwort

von


(230)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1)
Arbeitgeber dürfen aufgrund einer Erkrankung den genehmigen Urlaub nicht einfach ausbezahlen.

Eine Abgeltung ist gem. § 7 Abs. IV BUrlG nur bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses zulässig.

Der Urlaub muß aber neu beantragt und genehmigt werden. Es kann also sein, dass die Gewährung in diesem Jahr aus betriebsbedingten Gründen nicht mehr möglich ist.

Der noch offene Urlaub kann wie genehmigt genommen werden.

Frage 2)
Wenn aufgrund einer Erkrankung bereits genehmigter Urlaub auch später aus betriebsbedingten Gründen nicht in Anspruch genommene werden kann, kann der Urlaub in das nächste Kalenderjahr übertragen werden (§ 7 Abs. III S. 2 BUrlG ).

Frage 3)
Arbeitgeber können die Genehmigung für einen geplanten Urlaub nicht einfach zurücknehmen.
Das ist nur in Ausnahmefällen möglich,
massive betriebliche Gründe.


Frage 4)
Im Übrigen müssen Arbeitgeber die dann anfallende Stornokosten erstatten, wenn die von Arbeitnehmern die Verschiebung von genehmigten und geplanten Urlaub verlangen.

Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 07.10.2020 | 08:43

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Die ausführliche Antwort hat mir die Frage nach der grundsätzlichen rechtlichen Situation beantwortet, Ich kann so vorbereitet in die weiteren Gespräche gehen und hoffe, dass das bereits ausreicht um die Situation zu klären.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Helge Müller-Roden »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.10.2020
4,8/5,0

Die ausführliche Antwort hat mir die Frage nach der grundsätzlichen rechtlichen Situation beantwortet, Ich kann so vorbereitet in die weiteren Gespräche gehen und hoffe, dass das bereits ausreicht um die Situation zu klären.


ANTWORT VON

(230)

Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Ordnungswidrigkeiten