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Auszahlung Urlaub wegen Krankheit?

21.05.2013 13:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Kann Erholungsurlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden, ist dieser finanziell abzugelten. Ein etwaiger Anspurch auf ALG I ruht, wenn der Arbeitslose wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsabgeltung erhalten hat.

Ich bin für ein Jahr befristet bis zum 31.07.2013 angestellt.
Seit Januar 2013 bin ich krank und habe meinem Arbeitgeber mitgeteilt, daß ich
nicht wieder kommen werde, daß ich meinen Urlaub 18 Tage vor Endes des Vertrages aber gern nehmen möchte.
Der Arbeitgeber bietet mir an, meinem Urlaub auszuzahlen.

Wie ist dies zu verstehen?

Bedeutet dies, daß ich zusätzlich zu meinem Krankengeld
vom Arbeitgeber Urlaubsgeld bekomme?. Sollte ich nach dem 31.07.2013 arbeitslos, gesund geschrieben werden, hätte dies Konsequenzen?

Vielen Dank!!!

Sehr geehrte Ratssuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Sollten Sie bis zur Beendigung Ihres befristeten Arbeitsverhältnisses am 31.07.2013 weiterhin arbeitsunfähig krankgeschrieben sein, käme lediglich eine Urlaubsabgeltung in Betracht. Die Gewährung von Urlaub durch den Arbeitgeber ist nur möglich, sofern dieser rein tatsächlich genommen werden kann.

Dies ist jedoch nicht möglich, sofern der Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist und ergibt sich insoweit auch aus § 9 BUrlG , wonach die durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet werden.

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er nach § 7 Abs. 4 BUrlG abzugelten. Sollte es Ihnen aufgrund der bestehenden Erkrankung daher nicht möglich sein, Ihren Resturlaub von 18 Tagen bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses am 31.07.2013 zu nehmen, müsste dieser durch Ihren Arbeitgeber finanziell abgegolten werden.

Diese Urlaubsabgeltung würden Sie neben Ihrem Krankengeld erhalten. Die Abgeltung in Geld erhält der Arbeitnehmer als Ersatz für die wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr mögliche Freistellung in Höhe des noch offenen Urlaubsanspruchs (HK-ArbR / Holthaus, § 7 BUrlG Rn 100). Das normale Arbeitsentgelt bzw. ein etwaiges Krankengeld als Lohnersatzleistung bleibt von der Zahlung der Urlaubsabgeltung unberührt.

Sollte die Erkrankung nach dem 31.07.2013 nicht mehr bestehen, ist im Hinblick auf einen etwaigen Anspruch auf Arbeitslosengeld I darauf hinzuweisen, dass der Anspruch nach § 157 Abs. 2 S. 1 SGB III für die Zeit des abgegoltenen Urlaubs ruht, wenn der Arbeitslose wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Urlaubsabgeltung erhalten oder zu beanspruchen hat. Dabei beginnt der Ruhenszeitraum nach § 157 Abs. 2 S. 2 SGB III mit dem Ende des die Urlaubsabgeltung begründenden Arbeitsverhältnisses.

Vorliegend bedeutet dies, dass ein etwaiger Arbeitslosengeldanspruch – im Fall der Wiedergenesung – aufgrund der Abgeltung der noch bestehenden 18 Urlaubstage bis zum 18.08.2013 ruhen würde.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Ich weise abschließend darauf hin, dass es durch Hinzufügen und Weglassen wesentlicher Umstände im Sachverhalt durchaus zu einer komplett anderen rechtlichen Bewertung kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Neubauer
Rechtsanwalt

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